[IFA] Toshiba zeigt innovative Backup-Lösung für Smartphones

Das von Toshiba im Rahmen eines abendlichen Events präsentierte Backup-Medium soll Anfang 2017 auf den Markt kommen und hat derzeit noch keine konkrete Bezeichnung. Ein Prototyp wurde dennoch im Rahmen der IFA präsentiert.

Über ein Kabel wird das eigene Smartphone mit dem kleinen, runden Gerät verbunden, das über eine integrierte Festplatte mit mindestens 500 Gigabyte Speicherkapazität verfügen wird. Aktuell wird noch erwogen, ob auch größere und andersfarbige Modelle angeboten werden sollen. Kabellose Alternativen, die beispielsweise Toshibas Transfer-Jet-Technologie und kabelloses Laden per Induktion unterstützen, könnten ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Der Speicherplatz dürfte aber schon beim 500-GByte-Modell für die Sicherung mehrerer Smartphones ausreichen. Eine interne SSD wäre in diesem Einsatzszenario lediglich teurer; insofern ist eine mechanische HDD die sinnvollere Wahl, zumal auch sie kaum an ihre Leistungsgrenzen stoßen sollte.

Derzeit scheint die kabelgebundene Alternative aber durchaus sinnvoll, da nicht nur Daten auf Knopfdruck gesichert werden können, sondern gleichzeitig auch der Akku des angeschlossene Smartphones aufgeladen wird. Für die Datenübertragung wir eine auf dem Telefon zu installierende App genutzt, die zunächst für Android- und später auch für iOS-basierte Geräte angeboten werden soll.

Wichtig: Das Backup erfolgt inkrementell. Somit werden nicht bei jedem Anschließen alle Daten übertragen, sondern nur jene, die tatsächlich neu hinzugekommen sind oder sich geändert haben.

Zusätzlich soll es in zwei Schritten möglich sein, Daten von einem alten auf ein neues Smartphone zu migrieren.

Besonders gut gefällt uns die Möglichkeit, Toshibas kommendes Backup-Medium im Zusammenspiel mit mehreren Smartphones nutzen zu können - für jeden Nutzer soll dann einfach ein eigener Ordner auf der HDD angelegt werden. Damit könnte es sich als sehr leicht bedienbare Sicherungsmöglichkeit für die ganze Familie, eine WG oder andere Nutzergruppen erweisen.

Die eigenen Daten bleiben in der Hand des Anwenders, statt den Umweg über eine Cloud-Lösung machen zu müssen und somit potenziell dem Zugriff Dritter offenzustehen. Außerdem entfällt somit das Problem der vielerorts in Deutschland immer noch vollkommen unzureichenden Upload-Geschwindigkeiten.

Und das Hauptargument ist schließlich, dass man keinen zusätzlichen Aufwand betreiben muss - man würde sein Smartphone ja sowieso abends an die Steckdose hängen. Übrigens muss das Gerät nicht zwingend ans Stromnetz angeschlossen werden, sondern soll sich laut Toshiba auch am PC oder Notebook heimisch fühlen und dann als USB-Datenträger angebunden sein. Wir sind jedenfalls gespannt.

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4 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    warum man dann aber die stromversorgung des geräts nicht über USB laufen lässt ist mir ein absolutes rätsel...
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  • Myrkvidr
    Ich denke mal, weil man sein Phone eh meist nachts lädt und dann das Teil entsprechend am Bett positioniert und nicht am PC/Notebook. Würd ich jedenfalls so machen und ich würde/werde mir das Teil voraussichtlich selbst kaufen. Allein, wenn ich daran denke, wie lange es dauert, bis Bilder von meinem Phone auf meinem PC angezeigt werden, damit ich sie sichern und rüberkopieren kann...
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  • Myrkvidr
    Ob da am anderen Ende nicht vielleicht doch ein Netzteil mit USB-Anschluss dransitzt und nur am Gerät ein eigener Anschluss sitzt, kann ich nicht sagen. Aber die Massenproduktion ist noch nicht angelaufen, aktuell wird noch dran gefeilt, vielleicht ändert sich noch was.
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