Zwei wesentliche Eigenschaften

Nehmen Sie ein Display, das ein Jahr alt ist. Seinerzeit verbot sich wegen des exzessiven Nachleuchtens des Panels (Unschärfe, sobald Bewegung ins Bild kommt) die Verwendung für schnelle Spiele. Zudem war die Farbwiedergabe zu unpräzise für den Einsatz in der digitalen Bildbearbeitung. Daher der schlechte Ruf der LCDs in dieser Hinsicht. Man sieht, dass zwei Eigenschaften die Qualität eines Displays erheblich beeinflussen: die Reaktionszeit und der Kontrastwert. Die Leuchtdichte reicht immer für den persönlichen Gebrauch. Die maximalen Helligkeiten lohnen nur für Bildschirme in öffentlichen Räumen, etwa in Wartesälen oder in Schaufenstern.
Die Reaktionszeit ist die durchschnittliche Zeit, die eine Flüssigkristallzelle braucht, um vom aktiven Zustand zu einem ausgeschalteten und zurück zum aktiven überzugehen. Das entspricht etwa der Zeit, die ein Pixel braucht, um von Weiß zu Schwarz und zurück zu Weiß zu wechseln. Je länger diese Zeit, ausgedrückt in Millisekunden, desto langsamer ist das Display. Es gibt einen direkten Bezug zur Bildwiederholrate: Ein Display mit 20 ms zeigt 1 / 0,020 = 50 dunkle, dann helle Bilder pro Sekunde, also insgesamt 100 Bilder / Sekunde.
Der Kontrastwert gibt das Verhältnis zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt des Bildes an. Je größer er ist, desto feinere Nuancen kann das Display wiedergeben. In der Praxis gibt der Wert die Zahl der Graustufen an, die das Display anzeigen kann.
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