Apple iMac Pro: Mehr RAM nur von Apple

Nach langer Ankündigung hat sich Apple nun wieder bei den professionellen Nutzern zurückgemeldet: Mit dem iMac Pro bietet der Hersteller eine Highend-Workstation im Format seiner ikonischen All-In-One-Rechner an.

Hinter dem 27 Zoll großen 5K-Display setzt der Hersteller auf Intels Xeon-W-Prozessoren, die bis zu 18 CPU-Kerne mitbringen. Den Chips kann ein bis zu 128 Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite gestellt werden, bei der Grafikkarte besteht die Wahl zwischen AMDs Radoen RX Vega 56 und 64. Beim Datenspeicher setzt Apple auf SSDs, die ein Fassungsvermögen von bis zu vier Terabyte bereitstellen können. 

Die kleineste Konfiguration wird bereits ab 5499 Euro angeboten, wer von allem das Beste wählt, kommt auf einen Rechnungsbetrag von 15339 Euro.

Allerdings sollte sich der Käufer im Vorfeld bereits darüber im Klaren sein, wie groß der Bedarf an Arbeitsspeicher tatsächlich werden könnte, denn ein nachträgliches Aufrüsten wird in diesem Fall teuer: Zwar sind entsprechende RAM-Bausteine auf dem Markt deutlich günstiger zu haben - Apple verlangt für die 128-Gigabyte-Konfiguration 2880 Euro und damit mehr als das Doppelte von dem, was derzeit marktüblich ist - doch der Hersteller hat den einfachen Zugriff auf die Speicherbänke mit Hilfe einer rückseitigen Klappe gestrichen.

Wer den Arbeitsspeicher des Apple-Rechners eigenständig aufrüsten will, muss die Rückwand entfernen - und sollte dabei nicht zu blauäugig herangehen. Denn dieser Weg der Aufrüstung des iMac Pro wird nicht von der Garantie des Herstellers gedeckt. Das nachträgliche Aufstocken des Arbeitsspeichers soll nur noch von Apple bzw. einem durch den Hersteller authorisierten Partner übernommen werden.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
7 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    wir werden sehen was Verbraucherschützer dazu sagen und ob etwaige Klagen durchkommen.

    Durch eine funktionell nicht nötige Behinderung der Kunden mit berechtigtem Interesse den Speicher aufzurüsten könnte ein Wettbewerbsverstoß sein - diese Hoffnung zumindest verbleibt für Apple-Nutzer...
  • christoph1717
    so was würde ich nicht Workstation nennen... das ist All-In-One-Pfusch
    z.b. eine HP Z820 mit ein paar Festplatten Einschüben, viele RAM Slots und Platz für eine dicke GPU wie eine Quadro odere andere das ist eine Workstation
  • bluray
    Anonymous sagte:
    wir werden sehen was Verbraucherschützer dazu sagen und ob etwaige Klagen durchkommen.

    Durch eine funktionell nicht nötige Behinderung der Kunden mit berechtigtem Interesse den Speicher aufzurüsten könnte ein Wettbewerbsverstoß sein - diese Hoffnung zumindest verbleibt für Apple-Nutzer...


    Das wirst Du wahrscheinlich knicken können... schon das Aufrüsten bei den MacBooks wurde ja unterbunden, indem man den RAM auflötete. Apple rechtfertigte das mit der Miniaturisierung der Komponenten etc. In Amerika wurde geklagt und der Supreme Court hat die Sammelklage dann abgewiesen und sich auf die Seite des Herstellers gestellt. Von daher bezweifle ich mal, dass eine etwaige Sammelklage gegen Apple bezüglich der mangelnden Aufrüstbarkeit des (ziemlich teuren) Mac Pros durchgeht...