Imagination wird in zwei Einzelteilen verkauft

Imagination galt lange als einer der großen Grafikspezialisten im Smartphone- und Tablet-Bereich. Insbesondere die PowerVR-SGX54x-GPU wurde in zahlreichen SoCs integriert.

Danach verlor der GPU-Entwickler allerdings etwas den Anschluss bzw. konzentrierte sich in zunehmenden Maße auf die Entwicklung von Grafikeinheiten für Apple - und muss nun die Konsequenzen für diese Ausrichtung tragen: Viele Hersteller wechselten zu ARM und verbauen Mali-GPUs, während Apple im Geheimen einen eigenen Grafikchip entwickelte, der nun erstmals im Apple-A11-SoC steckt und die bisherige Kooperation mit Imagination überflüssig macht. Seit Bekanntwerden dieser Entscheidung suchen die Briten nach einer Lösung - bzw. einem Käufer.

An dieser Stelle scheint nun Bewegung ins Spiel zu kommen: Offenbar soll das Unternehmen in zwei Teile aufgegliedert werden, die einzeln neue Besitzer finden sollen. Zunächst soll die CPU-Sparte, mit der die Rechte an der MIPS-Architektur gehalten werden, für 65 Millionen Dollar verkauft werden. Hierfür interessierte sich nach Informationen von Electronics Weekly - neben dem Finanzdienstleister Tallwood - ein weiterer Hersteller, der jedoch sein Gebot mittlerweile wieder zurückzog.

Die GPU-Entwicklung geht an den chinesischen Finanzinvestor Canyon Bridge, der sich Übernahme 550 Millionen Dollar kosten lässt. Ursprünglich hatte der Investor auch Interesse an MIPS-Sparte, doch die US-amerikanische Regierung ließ durchblicken, dass sie einem solchen Verkauf aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht zustimmen würde - aufgrund einer solchen Einschätzung musste bereits kurz zuvor der Kauf von Lattice Semiconductor abgeblasen werden.

Allerdings steht auch bei diesen geplanten Verkäufen noch die Genehmigung der britischen Regierung aus.

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