Intel: Sechs SSDs basieren auf 3D-NAND aus Joint Venture mit Micron

Intel SSD 600pIntel SSD 600p

Mit einem halben Dutzend neuer SSD-Modelle für verschiedenste Anschlusstechnologien will Intel im SSD-Bereich einen Schritt nach vorne machen.

Dabei soll vor allem die Technologiepartnerschaft mit Micron und der gemeinsame Joint Venture IMFT (Intel/Micron Flash Technology) den Sprung nach vorne unterstützen.

Zum einen sollen Beschleunigung und Größeneffizienz, aber auch die Preise besser sein: Intels Beschluss, die 16-nm-Technologie zugungsten der 3D-NANDs in eigenen Produktionen zu überspringen, hat zu vergleichweise teureren Zukäufen bei SK Hynix geführt, wie THUS-Kollege Paul Alcorn berichtet.

Aber jetzt sind die ersten, in Eigenregie gefertigten 3D-NAND-SSDs da. Für den Consumer-Bereich sind das die M.2-SSD Intel SSD 600p und mit Abstrichen die eigentlich für Business-Notebooks vorgesehene Intel SSD Pro 6000p - ebenfalls für M.2 PCIe 3.0 x4, aber mit Nutzung des NVMe-Protokolls. 

Erstere soll es mit 128, 256 und 512 Gigabyte sowie einem Terabyte mit TLC-Bausteinen geben. Sequenziell sollen mit bis zu 1800 bzw 560 MBit/s gelesen bzw. geschrieben werden können, zufällig werden 15.000/128.000 IOPS (lesen/schreiben) angegeben. Alles Werte, die Intel für die größte Ausführung angibt.

Rein technisch lesen sich die Angaben für die Pro 6000p identisch. Es kommt allerdings eine Funktion namens Remote Secure Erase hinzu. Darüber hinaus soll es noch die Version E6000p mit 128 bzw. 256 Gigabyte für Embedded-Anwendungen im Internet of Things geben.

Intel SSD DC P3520Intel SSD DC P3520

Datencenter und Internet of Things sollen mit den Modellen DC P3520, E 5420S und DC S3520 bedient werden. Die für Datencenter gedachte P3520 gibt es mit Anschlüssen für U.2 und PCIe 3.0 x4 in Kapazitäten zwischen 450 Gigabyte (nur U.2) und zwei Terabyte. Sie soll bis zu 375.000/26.000 IOPS Random und 1700/1350 MByte/s sequenziell lesen bzw. schreiben.

Ebenfalls im Bereich der Internet of Things soll die E 5420 S eingesetzt werden. Sie soll es als 2,5-Zoll-SATA-Version mit 240 GByte und als M.2 mit 150 GByte geben. Die größere Variante der SSD, deren Haltbarkeit mit dem täglichen Beschreiben des kompletten Speichers angibt, soll bis zu 320/300 MByte/s sequenziell bzw. 65.000/16.000 IOPS lesend/schreibend schaffen.

Intel SSD DC P3520Intel SSD DC P3520

Last but not least gibt es noch die DC S3520 in den Formfaktoren 2,5 Zoll SATA (sieben Kapazitäten von 150 Gigabyte bis 1,6 Terabyte) und M.2 (fünf Kapazitäten mit 150 bis 960 Gigabyte) für Datencenter. Intel gibt eine Garantie von fünf Jahren, in denen sie täglich einmal komplett beschrieben können soll. Als Geschwindigkeit für die schnellste Version werden 67500/17000 IOPS random bzw. 430/480 Mbit/s sequenziell für Lesen/Schreiben angegeben.

Die Laufwerke sollen alle im Laufe des Jahres noch auf den Markt kommen. Für das im Consumerbereich interessanteste Modell SSD 600p werden US-Preise zwischen 69 und 359 US-Dollar genannt. Die Businessversion SSD Pro 6000p soll je nach Kapazität 79 bis 364 US-Dollar kosten.

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