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Wie unser Test des Dell Latitude D610 gezeigt hat, bietet der integrierte Grafikkern des 915GM, der 900GMA, deutlich mehr 3D-Leistung als sein Vorgänger im 855GME. Aktuelle Spiele wie Doom3 und Farcry sind aber bei höheren Auflösungen als VGA nach wie vor nicht flüssig spielbar. Bei älteren 3D-Shootern wie Quake 3 Arena, Half-Life 2 oder auch Strategiespielen wie Siedler ist trotz integrierter Grafik der Spielespass gewährleistet. Wie frühere Messungen gezeigt haben, ist der GMA900 zwar DX9-fähig, dennoch bleibt er dedizierten Grafiklösungen von ATI und Nvidia hinsichtlich der 3D-Leistung weit unterlegen.

Die deutlich höhere Speicherbandbreite des 915GM von satten 8,5 GB/s im Dualkanalbetrieb erweist sich nur bei synthetischen Benchmarks als vorteilhaft. In der Praxis hat sie keine messbare Auswirkung auf die Performance, da die Bandbreite der CPU-Anbindung bei 4,2 GB/s liegt. Es reicht theoretisch also schon die Bandbreite eines Kanals, um die CPU kontinuierlich mit Daten zu füttern. Einen wesentlichen Pluspunkt kann der 915GM aber hinsichtlich der Kompatibilität von Speichermodulen verbuchen. Da die DDR2-SO-DIMMS im Gegensatz zu den DDR-Vorgängern über so genannte On-Die-Terminierung verfügen, kommt es wesentlich seltener vor, dass ein Modul nicht zuverlässig in einem bestimmten Notebook arbeitet.

Wer ein halbwegs aktuelles Notebook mit dem Vorgänger des 915GM, also dem 855GME System sein Eigen nennt und hauptsächlich Office-Anwendungen nutzt, muss aus Performance-Gründen nicht auf eine neues System umsteigen. Wer aber ehe ein neues System braucht, mit integrierter Grafik leben kann, für den ist ein System mit 915GM das Produkt der Wahl. Denn dieser Chipsatz stellt derzeit den bestmöglichen Kompromiss zwischen Leistung bei akzeptablen Komponenten- und somit Systempreis dar.

Unter technischen Gesichtspunkten würden wir 1300 € in ein System wie das Latitude D610 vermutlich investieren. Schließlich bietet das Business-Gerät neueste Technik zu einem recht fairen Preis. Wenngleich wir finden, dass man die Technik etwas schöner und in einem qualitativ höherwertigen Gehäuse unterbringen sollte. Das Dell im D610 nicht alle Sonoma-Features wie HD-Audio, Expresscard oder SATA bietet, verwundert nicht. Schließlich sind die Texaner stets bemüht, nur die Dinge anzubieten, welche der Markt aktuell fordert.

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