[CES] Intel verrät Details zu Kaby-Lake-G-Serie

Die Kaby-Lake-G-Prozessoren waren lange Teil der Gerüchteküche und wurden immer wieder von Intel dementiert, denn der Hersteller versucht sich nicht nur an einer leistungsstarken Kombination von CPU und GPU in einem sogenannten Multichip-Modul (MCM), sondern setzt dabei auf eine Grafikeinheit von AMD, dem letzten echten Konkurrenten bei x86-Prozessoren. Zur CES konkretisiert Intel nun die Einzelheiten rund um die geplanten Chips.

Der Hersteller will insgesamt fünf verschiedene Modelle auf den Markt bringen, von denen eines der i5- und die anderen vier der i7-Serie zugerechnet werden. Allen Versionen gemeinsam ist, dass sie auf vier CPU-Kerne, die - dank der HyperThreading-Technologie - acht Threads parallel bearbeiten können. Das Spitzenmodell ist der i7-8809G mit einem acht Megabyte großen L3-Cache, der standardmäßig eine Geschwindigkeit von 3,1 GHz erreicht und im Turbo-Modus 4,2 GHz schnell wird; zudem kann er von seinem Nutzer frei übertaktet werden. Außerdem bringt der von Intel stammende Teil des MCMs auch noch eine HD-Graphics-GPU mit.

Allerdings werden grafische Berechnungen von einer AMD-Vega-GPU übernommen; im Rahmen der Intel-Serie werden zwei verschiedene Modelle angeboten. Bei den beiden leistungsstärksten Kaby-Lake-G-Chips wird auf die RX Vega M GH (Graphics High) gesetzt, die 24 Compute Units und damit 1536 Shader-Einheiten mitbringt. Die GPU wird mit 1063 bzw. 1190 MHz bei eingeschaltetem Turbo getaktet und kann zudem auf einen vier Gigabyte großen HBM2-Grafikspeicher zugreifen, die Speicherbandbreite wird in diesem Fall mit 204,8 GB/s angegeben.

Die drei leistungsschwächeren Chips der Serie bekommen eine RX Vega M GL (Graphics Low) zur Seite gestellt, die Taktgeschwindigkeiten von 931 bzw. 1011 MHz (Turbo-Modus) erreicht, wobei dem Nutzer in diesem Fall 20 Compute Units und damit 1280 Shader genügen müssen. Auch diese GPU wird von einem vier Gigabyte großen HBM2-Speicher begleitet, die Speicherbandbreite soll 179,2 GB/s betragen.

Die Leistung der RX Vega M GH soll etwas höher ausfallen als die einer GTX 1060 Q-Max mit einem sechs Gigabyte großen Grafikspeicher, die mobile Version der GTX 1050 4 GB soll um das 1,4-fache übertroffen werden.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
6 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • bigreval
    Im Prinzip eine Super Idee! Jetzt ohne Flachs. Für einen Produktiv-Laptop genau richtig.
    Nur fürchte ich, dass Intel wieder so hohe Preise für die CPUs aufrufen wird, dass es uninteressant wird...
  • drno
    Was mich hier interessiert, ist die reine CPU - Laufzeit, bevor der Trottel throttelt.
  • bigreval
    Dad hängt doch von der Kühllösung der jeweiligen Hersteller ab. Aber richtig interessant ist, was passiert wenn CPU+GPU unter voller Last liegen. Sprich ist es überhaupt möglich den Multichip zu kühlen...