Intel: Mysteriöse 1-TB-SSD in BGA-Gehäuse

Marketing- oder auch Geschäftspapiere, die von Intel veröffentlicht werden, deuten immer wieder Neuentwicklungen an, die selbst auf den bekannten Roadmaps nicht vermerkt sind. Das ist auch bei einer SSD der Fall, die Intel in einem solchen Rahmen präsentierte: Diese ist nicht im klassischen Format eines 2,5-Zoll-Gehäuses oder einer M.2-Platine, sondern steckt in einem BGA-Gehäuse, das eigentlich Prozessoren vorbehalten ist.

Die technischen Einzelheiten rund um diesen Datenträger wurden natürlich nicht verraten, feststeht jedoch, dass auf 3D-NAND-Flashspeicher zurückgegriffen wird; es wird eine Speicherkapazität von einem Terabyte Aussicht gestellt. Ein Marktstart wird für das kommende Jahr angepeilt.

Aufgrund der Größe des Packagings kann auf weitere Details geschlossen werden. So ist offenkundig, dass es sich um einen einfachen Speicherchip handelt (die Chips die Intel bei den 600p-SSDs verwendet, sind kleiner), der gleichermaßen mit einem Controller verbunden wird, während das Muster der Pins des BGA-Gehäuses einer MCP-SSD (Multichip-Package) entspricht.

Möglicherweise setzt Intel auf HMB-Speicher (Host Memory Buffer) an Stelle eines klassischen DRAM-Speichers, um die Kosten zu begrenzen und gleichzeitig eine akzepable Performance zu bewerkstelligen. Außerdem wird diese Technologie nativ von Linux und Windows 10 unterstützt, sodass im Umkehrschluss keine zusätzlichen Treiber benötigt werden.

Die Intel-Publikation hält noch weitere Neuheiten bereit. So wird ein neuer 3D-NAND-Flash-Speicherchip in Aussicht gestellt, der eine Kapazität von 512 Gigabit zu Verfügung stellt und in 64 Schichten gestapelt werden kann. Produziert wird der Speicher von IMFT  (Intel/Micron Flash Technologies).

Intel kann aktuell in einem Package 16 Speicherchips unterbringen, sodass die größeren Speicherchips schon deshalb benötigt werden, um ein Speichervolumen von einem Tearbyte pro Package zu erreichen.

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