Intel Core i7-9700K: Acht Kerne, 16 Threads

Die aktuelle Prozessoren-Generation Intels hat schon mit dem Marktstart einen schweren Stand, muss sie doch gegen AMDs Ryzen-Chips antreten, die ebenfalls hohe Leistungen beiten, jedoch vergleichsweise günstigen Preis versprechen: Die Achtkern-Chips Ryzen 7 1700 genauso wie den 1700 X gibt es bereits für weniger als 300 Euro, das standardmäßig 3,6 Ghz schnelle Topmodell, der Ryzen 7 1800X, ist aktuell ab rund 350 Euro zu haben. Intels i7-8700 bietet lediglich sechs Kerne, die standardmäßig eine Geschwindigkeit von 3,2 GHz erreichen, und soll derzeit im Einzelhandel wenigstens 335 Euro kosten, für das Topmodell, den 8700K mit seinen 3,7 GHz, werden 379 Euro fällig.

Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass Intel bereits frühzeitig damit beginnt, Informationen rund um die kommenden Chips zu streuen. Das bedeutet allerdings auch, dass diese in sehr kleinen Häppchen gestreut werden: Bereits in der vergangenen Woche deutete ein Eintrag in der AIDA-Datenbank auf die kommende Desktop-Generation hin, deren Spitzenmodell allem Anschein nach der Core i7-9700K werden soll.

Bei diesem Prozessor wird die Anzahl der CPU-Kerne noch einmal erhöht. Künftig sollen acht Kerne zur Verfügung stehen, die zudem die HyyperThreading-Technologie unterstützen, sodass acht weitere virtuelle Kerne genutzt werden können. Die thermische Verlustleistung des Chips soll bei 95 Watt liegen.

Vieles ist allerdings noch unklar. Dies beginnt bereits bei der Architektur, die genutzt werden soll. Zum einen wird über Cannon Lake spekuliert, den Bauplan, der auch bei den kommenden Notebook-Prozessoren des Herstellers die Basis bilden soll. Das würde auch bedeuten, dass die künftigen Chips in einer Strukturbreite von zehn Nanometern gefertigt werden würden. Zum anderen könnte Intel aber auch auf einen Coffee-Lake-Refresh setzen, also eine Aktualisierung der aktuellen Architektur, deren Chips in einem 14-nm-Verfahren gefertigt werden. Denn es bestehen offenkundig Probleme bei der Einführung des 10-nm-Fertigungsprozesses. Mit einer Umstellung eines Großteils der Chips für PC-Systeme müssten jedoch hohe Ausbeuten bei der Produktion bewerkstelligt werden, da ansonsten nicht genügend Chips von den Bändern laufen, um die Nachfrage zu bedienen - was letztlich wiederum AMD freuen dürfte, die mit einer passenden Alternative bereitstehen.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • jo-82
    Allein der Name lässt schon wieder Preise weit jenseits 1K Euro vermuten, ob das wirkliche Konkurrenz ist?
  • grimm
    Danke, dass ihr die richtigen, weil offiziellen, Standard-Taktraten der Kaffees nennt. Mir geht das 4GHz-Gelaber gehörig gegen den Strich.