Broadwell-E im Test: Intel Core i7-6950X, -6900K, -6850K & -6800K

Wird Intels Broadwell-Architektur interessant für Enthusiasten, wenn man alle Grafikeingeweide herausreißt und sie durch bis zu 10 Rechenkerne mit Hyper-Threading ersetzt? Wir testen alle vier neuen SKUs gegen die Vorgängergenerationen und Skylake.

Im vergangenen August stellte Intel unter dem vor. Deren Vorgänger im Bereich der Desktop-CPUs war unter der Bezeichnung Broadwell erst zwei Monate zuvor an den Start gegangen. Einen derart schnellen Generationswechsel hatte es in der Geschichte von Intel bis dato noch nicht gegeben.

Nicht, dass die fehlerhaft gewesen wären oder an etwaigen inhärenten Architekturproblemen gekrankt hätte. Sie waren einfach nicht wirklich darauf ausgelegt, Intels beliebte Devil’s-Canyon-CPUs zu ersetzen, die sich viele PC-Enthusiasten in der Hoffnung zugelegt hatten, mit der Haswell-Architektur die 5-GHz-Schallmauer durchbrechen zu können.

Anstatt aber das Augenmerk auf eine höhere Rechenleistung zu legen, hatte Intel mit den Broadwell-CPUs vor allem eine Verbesserung der integrierten Grafik forciert: Die Iris-Pro-6200-GPU war in der Lage, selbst bei 1920 x 1080 Pixeln spielbare Frameraten in vielen populären Games bereitzustellen und konnte dadurch selbst AMDs schnellste APUs in die Schranken weisen.

Allerdings arbeiteten die CPU-Kerne mit einer niedrigeren Taktfrequenz als beim Core i7-4790K und Core i5-4690K, wodurch Broadwell in vielen Benchmarks das Nachsehen hatte. Es verwundert somit nicht weiter, dass Intel nur wenig Zeit bis zum Launch von Skylake verstreichen ließ.

Einführung von Prozessorfamilien
Architektur
Desktop
Enthusiast/Workstation
Unterschied
in Monaten
Sandy Bridge
Januar 2011
November 2011
10
Ivy Bridge
April 2012
September 2013
16
Haswell
Juni 2013
August 2014
15
Broadwell
Juni 2015Juni 2016
13
Skylake
August 2015
noch nicht veröffentlicht

Dennoch war von Anfang an klar, dass wir Broadwell erneut zu Gesicht bekommen würden. Es ist relativ leicht vorhersagbar, wie groß der Zeitversatz zwischen der Veröffentlichung einer komplett neuen CPU-Architektur und der Vorstellung von professionellen Workstation- und Server-CPUs auf deren Basis ausfällt.

Als unsere amerikanischen Kollegen den Xeon E5-2600 v4 mit Broadwell-EP-Design auf Herz und Nieren prüften und wir uns den Xeon E5-2620 v4 im Vergleich mit Haswell-EP, Skylake und Haswell-E vornahmen, war bereits klar, dass es nicht mehr lange bis zum Erscheinen einer Einzelsockelversion für Enthusiasten und Workstation-Nutzer dauern würde.

Mit dem heutigen Launch von Broadwell-E erweitert Intel sein Angebot an High-End-CPUs: Statt drei neuer Modelle bekommen wir gleich vier Prozessoren. Für das Top-Modell werden nach offiziellen Angaben 1723 US-Dollar fällig (Intel hat bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Euro-Preise kommuniziert) und damit deutlich mehr als der ansonsten übliche Flaggschiff-Preis von um die 1000 Euro. Allerdings erwarten wir auch nicht, dass sich viele Power-User auf dieses Modell stürzen werden.

Schauen wir uns Broadwell-E also zunächst einmal ganz genau an, um zu klären, ob sich ein Upgrade von einer bereits vorhandenen Haswell-E-CPU auf einer Sockel-2011-v3-Plattform überhaupt lohnt.

Broadwell-E und die integrierte Grafiklösung

Während sich Intels Mainstream-Prozessoren weiterentwickeln, werden der integrierten Grafiklösung zunehmend mehr Transistoren beigeordnet. Die Absicht dahinter ist klar und die CPU-Kerne an sich erhalten auch eine Leistungssteigerung. Vier davon im Parallelbetrieb bieten bereits ordentlich Rechenpower. Weniger CPU-Kerne würden sich schnell als Flaschenhals bei der Verarbeitung intensiver Desktop-Workloads erweisen, während mehr Kerne in sehr vielen Szenarien ungenutzt bleiben würden.

Im Hinblick auf die integrierte Grafiklösung sieht es derzeit jedoch so aus, dass Intel selbst dann hinter den schnellsten dedizierten Grafikkarten zurückbleiben würde, wenn es so viele Execution Units wie irgend möglich in die Grafik-Engine implementieren würde.

Der durchschnittliche Desktop-PC-Nutzer kann sich einfach eine Skylake-CPU schnappen und mit einem bezahlbaren Mainboard paaren und sich dann über ordentliche Allround-Performance freuen, die für die allermeisten Apps und selbst einige Spiele ausreicht.

Diejenigen von uns, die sich einen Gaming-PC zusammenstellen, ignorieren dagegen in der Regel die integrierte Grafiklösung der CPU - für höchste Auflösungen und flüssige Frameraten ist man nach wie vor auf starke Add-in-Karten angewiesen. Das bedeutet wiederum, das ein guter Teil des Fortschritts, den Intel von einer CPU-Generation zur nächsten macht, für diese Zielgruppe letztlich reine Verschwendung ist – und Enthusiasten mögen keine Verschwendung.

Während der Launch der Broadwell-Desktop-CPUs vor allem ein Vorzeigeprojekt war, mit dem Intel 14-nm-Tri-Gate-Transistoren und eine unerwartet leistungsfähige integrierte Grafiklösung zur Schau stellte, richtet die CPU-Schmiede die Anstrengungen bei Broadwell-E wieder auf die Verbesserung des Host-Processing.

Käufer an diesem (High-End-)Ende des Spektrums installieren nunmal ihre eigenen Grafikkarten, Netzwerkadapter und Speicher-Controller, um die Performance zu maximieren. Diese Nutzer sind vor allem auf der Suche nach höchstmöglicher Konnektivität, nicht nach passablen integrierten Extras.

Deshalb wird mit Broadwell-E auch der traditionelle Weg fortgesetzt: Eine höhere Anzahl an CPU-Kernen, ein satter Batzen Cache, ein besserer Speicher-Controller für die Anbindung von On-Die-Ressourcen und die Möglichkeiten, mehr Peripherie über schnelle PCI-Express-Lanes anzubinden.

Alle vier Broadwell-E-CPUs – Core i7-6950X, Core i7-6900K, Core i7-6850K und Core i7-6800K – leiten sich von einer Single-Die-Konfiguration ab, die aus rund 3,2 Milliarden Transistoren zusammengesetzt ist.

Wir beziehen uns bei den folgenden Angaben übrigens auf offizielle Preise in US-Dollar, da Intel noch keine Euro-Preise genannt hat und die Umrechnung ohnehin meist mehr oder weniger 1:1 vorgenommen werden kann.


Core i7-6950XCore i7-6900KCore i7-6850KCore i7-6800K
Base Clock Rate3.0GHz3.2GHz3.6GHz3.4GHz
Max. Turbo Boost Freq.3.5GHz3.7GHz3.8GHz3.6GHz
Cores/Threads10/208/166/126/12
Shared L3 Cache25MB20MB15MB15MB
PCIe 3.0 Lanes40404028
Memory SupportDDR4-2400DDR4-2400DDR4-2400DDR4-2400
TDP140W>140W140W140W
InterfaceLGA 2011-v3LGA 2011-v3LGA 2011-v3LGA 2011-v3
Price$1723$1089$617$434

Das Flaggschiff Core i7-6950X bietet 10 Kerne und repräsentiert damit den vollständigen LCC-Die. Jeder Kern greift auf zweieinhalb Megabyte Last-Level-Cache zurück, was zusammen einen 25 Megabyte großen Pool für den gesamten Chip ergibt. Die einzelnen Rechenkerne verfügen zusätzlich über einen jeweils eigenen und 32 Kilobyte großen L1-Cache sowie 256 Kilobyte L2-Cache.

Der Core i7-6950X arbeitet mit einem Basistakt von drei Gigahertz, per Turbo-Boost kann er maximal 3,5 GHz erreichen. Intel spendiert ihm den bereits bekannten PCI-Express-3.0-Controller mit 40 Lanes sowie einen Quad-Channel-DDR4-Controller, der nunmehr Übertragungsraten von bis zu 2400 MT/s statt nur 2133 MT/s wie bei der Vorgängergeneration unterstützt. Hyper-Threading steht für die gesamte Core-i7-Familie zur Verfügung, somit kann der -6950X gleichzeitig bis zu 20 Threads verarbeiten.

Trotz aller Änderungen ist Broadwell-E weiterhin kompatibel zu Intels X99-Chipsatz mit seinem LGA-2011-v3-Interface. Für bereits verfügbare Mainboards sollte im Regelfall nur ein Firmware-Update nötig sein, damit die neue Prozessorfamilie problemlos genutzt werden kann.

Es gibt aber auch neue Mainboards wie beispielsweise MSIs X99A Gaming Pro Carbon, das wir für diesen Test nutzen und das Intels alternder Plattform eine Frischzellenkur spendiert, indem es USB-3.1-Gen2-Support, einen Typ-C-Port sowie einen U.2-Anschluss für High-End-Storage-Lösungen bereitstellt.

Bemerkenswert ist, dass der i7-6950X weiterhin identische Basis- und Turbo-Taktfrequenzen wie sein direkter Vorgänger i7-5960X bietet, allerdings trotz seiner beiden zusätzlichen Rechenkerne immer noch mit einer TDP von 140 Watt ausgezeichnet wird. Das ist ganz offensichtlich dem Wechsel des Fertigungsprozesses von 22 auf 14 Nanometer zuzuschreiben.

Die beiden im Vergleich zum Core i7-5960X zusätzlichen Rechenkerne schlagen allerdings auch im Hinblick auf den Preis deutlich zu Buche: Während für das Top-Modell der Haswell-E-Baureihe rund 1000 Euro aufgebracht werden mussten, verlangt Intel für den Core i7-6950X voraussichtlich deutlich mehr: 1723 US-Dollar wurden offiziell genannt.

Unter diesem Modell wird der Core i7-6900K angesiedelt, der wie die Core i7-5960X über acht Kerne verfügt und sich voraussichtlich auch in derselben Preisregion von um die 1000 Euro (offiziell: 1089 US-Dollar) bewegen wird. Zwei Kerne weniger bedeuten auch, dass der i7-6900K fünf Megabyte weniger L3-Cache bietet; somit sind es hier genau wie beim i7-5960X insgesamt 20 Megabyte.

Abgesehen vom Geschwindigkeitsvorteil, den Broadwell dank seiner IPC-Verbesserungen gegenüber Haswell ohnehin hat, bekommt der i7-6900K aber auch eine um 200 MHz höhere Basistakt (3,2 GHz) und einen maximalen Turbo Boost von 3,7 GHz spendiert. Im Hinblick auf die zur Verfügung stehende Anzahl an PCIe-Lanes ändert sich im Vergleich zum i7-6950X genau so wenig wie bei der Speicherunterstützung, der TDP und der Kompatibilität zu bestehenden X99-Plattformen.

Der Core i7-6850K bietet sechs Rechenkerne einschließlich Hyper-Threading und dementsprechend 15 Megabyte Last-Level-Cache; somit kann er bis zu 12 Threads parallel verarbeiten. Durch die geringere Anzahl an Prozessorkernen bekommt Intel etwas mehr thermischen Spielraum und kann die Taktraten anheben. Der Basistakt beträgt hier 3,6 GHz (das sind 100 MHz mehr als beim Core i7-5960X), per Turbo-Boost können bis zu 3,8 GHz erreicht werden, wenn nicht alle Kerne voll ausgelastet werden (das entspricht ebenfalls einer Verbesserung um 100 MHz gegenüber der Vorgängergeneration).

Dies ist die dritte und letzte Broadwell-E-CPU, die ganze 40 PCIe-Lanes bietet. Ebenso gibt es DDR4-2400-Speicherunterstützung und erneut eine TDP von 140 Watt sowie ein LGA-2011-v3-Interface. Preislich liegt er wohl auf Augenhöhe mit dem Vorgänger: Bei Abnahme von 1000 CPUs verlangt Intel 617 US-Dollar pro Stück.

Ebenfalls über sechs Kerne verfügt der nächst kleinere Core i7-6800K, der mit 3,4 GHz (Basistakt) bzw. bis zu maximal 3,6 GHz (Turbo Boost) zu Werk geht. Genau wie beim i7-6850K gibt es 15 Megabyte L3-Cache, Quad-Channel-Support bis DDR4-2400, 140 Watt TDP und LGA-2011-v3-Anbindung. Allerdings wurde die Anzahl der zur Verfügung stehenden PCI-Express-Lanes von 40 auf 28 beschnitten.

Zum Deal-Breaker sollte dieser Beschnitt um 12 Lanes allerdings nicht werden: Nvidia hat unlängst angekündigt, dass die aktuelle Generation der Pascal-Grafikkarten ohnehin offiziell nur den SLI-Betrieb mit zwei Karten erlaubt, zudem ist bei der Grafikkartenanbindung mit 16 im Vergleich zu 8 PCIe-3.0-Lanes nur mit geringen Geschwindigkeitseinbußen zu rechnen.

28 Lanes sind somit immer noch genug für zwei High-End-Grafikkarten, eine über PCIe angebundene Storage-Lösung und selbst für eine zusätzliche Netzwerkkarte, falls diese denn im konkreten Einzelfall überhaupt benötigt wird. Die Frage wird an dieser Stelle nur sein, ob es sinnvoller ist, auf vier Skylake-Kerne mit 4,0 GHz oder sechs Broadwell-Kerne mit 3,4 GHz zu setzen.

Turbo-Boost 3.0: Das Innovations-Extra von Broadwell-E

Obwohl es nicht leicht ist, sich angesichts der Spezifikationen direkt in Broadwell-E zu verlieben, und zudem ausgesprochen schwer, Intel die Beinahe-Verdopplung des Preises für das Top-Modell zu verzeihen, können wir beim heutigen Launch wenigstens über ein Feature berichten, das gerade Enthusiasten zu schätzen wissen werden – wenn wir es denn schaffen, seine Funktionsweise zu enthüllen.

Kleinere Variationen im Hinblick auf die Qualität eines Silizium-Dies, die auf die verschiedensten Variablen während des Fertigungsprozesses zurückzuführen sind, beeinflussen die maximal mögliche Taktfrequenz bei beliebigen Versorgungspannungen. Selbst bei ein und demselben Prozessor ist es üblich, dass bei identischer Auslastung ein Kern kühler bleibt als die übrigen.

Laut Intel bringt die Turbo Boost Max Technology 3.0 die Option mit, die mögliche CPU-Leistung per Software auszulesen, dadurch den stärksten Kern auszumachen und auf diesem dann Single-Threaded-Workloads laufen zu lassen.

Die Idee dahinter ist der Versuch der Maximierung der Zeitspanne, während der die CPU mit maximalen Taktraten arbeiten kann, und erst dann herunterzuskalieren, wenn mehr Kerne genutzt werden müssen.

Das setzt entweder ein entsprechend fähiges Betriebssystem oder einen speziellen Treiber von Intel ("Core Affinitization Driver") voraus. Wir nutzen diesen speziellen Treiber unter Windows 10 für sämtliche Benchmarks im Test. Intel sieht dieses Vorgehen nicht als Übertaktung an, da die CPU weiterhin innerhalb ihrer Spezifikationen agiert.

Diese Fähigkeit ist nach derzeitigem Wissensstand bei allen vier Broadwell-E-Prozessoren aktiviert. Intel konnte uns nicht sagen, ob es irgendwelche On-Die-Hardware-Anforderungen für die Unterstützung von Turbo Boost Max 3.0 gibt, aber Motherboard-Support ist ein Muss. Wir wären nicht überrascht, wenn wir diese Funktionalität auch bei der nächsten Generation von Mainstream-Prozessoren vorfinden würden.

Turbo Boost Max ersetzt nicht Turbo Boost 2.0 – dieses Feature erhöht weiterhin basierend auf der Kernnutzung die Taktfrequenz bis auf ein vorab definiertes Limit. Stattdessen scheint Turbo Boost Max den "schnellsten" Kern zu selektieren und mit ihm dieses Limit sogar zu überschreiten.

Das Problem ist, dass dies schwierig zu erkennen ist. Es gibt eine prozentuale Nutzungsschwelle, die während eines Bewertungsintervalls überschritten werden muss, damit Turbo Boost Max bei anspruchsvoller Belastung aktiv wird. Standardmäßig liegt diese Schwelle bei 90 Prozent und das Intervall ist 1000 Millisekunden lang.

Unser Single-Thread-Benchmark LAME knackt diese 90%-Marke aber kein einziges Mal, so dass wir bei unserer Suche nach Turbo Boost Max in einem praxisnahen Test nie Taktfrequenzen oberhalb von 3,4 GHz sahen, also immer innerhalb des Turbo Boost 2.0-Bereichs des i7-6950X blieben. Der Single-Core-Benchmark des Cinebench dagegen lastet einen einzelnen Kern dagegen mit bis zu 99,5 Prozent aus, so dass laut ThrottleStop 8.10 Beta 2 bis zu vier GHz vermerkt wurden.

Es gibt natürlich ein Limit, bei dem Turbo Boost Max Technology 3.0 einem nicht länger Vorteile verschafft. In der obenstehenden Grafik ließen wir den Stresstest von Prime95 erst mit einem aktiven Kern laufen. Dann schalteten wir ab, erhöhten auf zwei Threads, schalteten wieder ab und steigerten das Ganze dann auf drei Threads. Der erste Durchgang resultierte in 3,9 GHz Takt, bevor es auf die EIST-bedingten 1,2 GHz zurückging. Als nächsten konnten wir 3,8 GHz notieren. Bei drei aktiven Threads verharrte der i7-6950X schließlich bei 3,4 GHz.

Intel könnte dieses Feature ganz sicher wesentlich besser dokumentieren. Aber wir sind uns nicht sicher, ob Intel mittels Turbo Boost Max 3.0 bis zu vier GHz auf einem i7-6950X garantieren oder einfach nur Enthusiasten signalisieren will, dass sie einen gewissen Grad an zusätzlicher Performance erwarten können – abhängig von der individuellen Qualität ihrer jeweiligen CPUs.

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41 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Plitz
    Also ich hätte mir von 14nm mit direkter Verlötung weit mehr erhofft was OC angeht. Ist das wirklich alles den schlechten Samples zuzuordnen oder ist echt nicht mehr zu holen?
    1
  • MyRunner
    Ich bin ja sonst nicht wirklich pingelig, was Schreibung angeht, aber heute traenen mir die Augen doch ganz schoen. Koennt Ihr nochmal ne Rechtschreibkontrolle auf den Text werfen? Oder sind das Testfehler fuer "Abschreiberseiten"? *gruebel*
    0
  • derGhostrider
    Zitat:
    die Qualität eines Silikon-Dies
    Silizium! Nicht Silikon. Hoffe ich zumindest für die, die die Teile kaufen.

    Zitat:
    Der saingle-Core-Benchmark des Cinebench...
    Möchte jemand ein a kaufen? Da ist eines übrig. ;)

    ... guter Anfang für die erste Seite. ;)

    ---

    @Plitz: Nur weil Strukturen kleiner sind, sind sie nicht automatisch besser zu übertakten. Inzwischen gibt es viele Herstellungsprozesse, die unterschiedliche Schwerpunkte haben: Maximaler Takt, optimiert für geringe Verlustleistug, optimiert für minimalen Platzbedarf, etc. Also können auch zwei Produkte in gleicher Strukturbreite mit gleichen Funktionen völlig unterschiedlich ausfallen, wenn sie in entsprechenden Prozessen gefertigt wurden.

    Zumal: Solch eine CPU zu übertakten ist doch auch herzlich überflüssig. Risiko / Nutzen steht in keinem Verhältnis zueinander. Tatsächlicher Nutzen = 0. Nur für ein paar Benchmarkzahlen die Stabilität des Systems riskieren? Irgendwie klingt das für mich nicht sonderlich sinnvoll bei der schnellsten Desktop-CPU, die es am Markt gibt.
    "Hey, meine CPU ist nun 3,7 Prozent schneller, verbraucht dafür aber 50% mehr Strom, ist schwieriger zu kühlen, altert schneller und könnte unter Umständen auch mal instabil sein. Ist das nicht toll?"
    0
  • FormatC
    Das Ding ist auf der letzten Rille fertig geworden, was jedoch nicht heißt, dass solche Fehler drin sein müssen. Ich schwitze mir hier gerade den Arsch ab bei 37°C mittags im Schatten, jetzt sind es immer noch 34°C und es ist nach 18.00 Uhr. Noch ein Termin, also keine Zeit für Leseakrobatik. Ich werds Gerald mal weitergeben. :)

    Betreffs OC:
    Schon die normalen Broadwell i7 und i5 vom letzten Jahr waren OC-Krüppel allererster Sahne und sind es bis heute. Ich habe mich hier auch mit Mainboardherstellern und professionellen Overclockern zum Thema unterhalten - es gab sogar einige, die mit Wasser noch nicht mal so hoch gekommen sind. Da wird sich auch nichts mehr groß ändern. Oberhalb von 1.38V löst sich das Teil eh ganz fix auf.

    So, hab's doch mal schnell gefixt. Ist bestimmt noch mehr drin. :(
    0
  • Plitz
    Naja, gerade bei CPUs mit vielen Cores sehe ich teilweise großen Bedarf. Leider wegen der Umsetzung von vielen Spielen/Anwendungen, wo du dann zwar 6 Cores hast, aber trotzdem schlechte Performance bekommst wegen schlechter Nutzung der vorhandenen Cores. Wenn nen i5 plötzlich besser abschneidet als der i7 Enthusiast Chip, weil der einfach 200 MHz mehr auf den 2 genutzten Kernen hat, dann ist das schon bitter.

    Würde dann ja auch nur leichtes OC durchführen wollen. 4,0Ghz sollten bei 6 Kernen schon machbar sein, ohne den Chip zu nem Heizwerk zu verwandeln.
    0
  • Jolly91
    Kleinere Fertigung, höhere Wärmedichte. Die 175W die mein I7-3930K @ 4,2Ghz - 1,25v dem Phanteks PH-TC14PE @ 2x Noctua A15-PWM abgeben landen bei einer maximalen Kerntemperatur von 70°C.

    Aber jemand hat auch mal einen i7-5960X @ 4,0Ghz mit einem Phanteks PH-TC14PE kühlen wollen und hat es nicht geschafft da dieser einfach zu heiß (-> 90°C) wurde.

    http://www.overclockers.com/forums/showthread.php/751957-i7-5960X-mild-overclocking

    Jetzt das ganze in 14nm und schon kann man das Ding bei Standardtakt unter einer starken Luftkühlung laufen lassen.
    0
  • nordbaer
    Na Super, nun steh ich wieder am Anfang meiner Entscheidung welcher Prozessor es in meinem neuen System werden soll :)

    Dabei sind meine Anforderungen doch ziemlich simpel, wenn auch Anspruchsvoll:

    Beste Performance für Adobes LightRoom und PhotoShop, sowie genügend Leistung für ein paar Entwickler VMs und das ganze auf zwei 4k/5k Monitoren. 64 GB RAM, NVMe SSD stehen soweit fest, aber Prozessor? i7-5960X? Oder der jetzt neue i7-6900? Oder reicht dann doch ein kleiner 6 Kern Haswell? Oder vielleicht doch sogar "nur" einen 4 Kern Skylake, der dafür viel MHz hat? Ahhh... seit Monaten gurke ich rum und versuche das Optimum für mich zu finden. Und mit jedem Prozessor-Bericht werden meine Fragezeichen größer :(

    Was ich aber eigentlich sagen wollte: Danke für den ausführlichen Test! :)
    0
  • big_k
    Ich muss gerade innerlich lachen da ich so was aufgrund des schlechten Abschneidens von Broadwell im OC schon vermutet hab. Den haben sie auf die Kundschaft gar nicht wirklich losgelassen (Desktop). Naja hab einen im Ultrabook und dort fühlt sich durchaus performant und sehr sparsam an.
    Was mich zu der eigentlichen Frage bringt, wann kommt Skylake-E? ;)
    0
  • Derfnam
    Das Fehlen von sowohl 5820K als auch 5930K irritiert mich ein wenig, mehr aber, dass überall Kern 5 fehlt.
    0
  • klomax
    So schlecht schneiden die großen Broadwells doch gar nicht ab in den Spielen?

    Bioshock Infinite skaliert sehr gut mit mehr GHz, und trotzdem schafft der 4 GHz Skylake nicht mal einen Frame mehr? ;)

    Mal abgesehen davon, dass die Broadwell-E nicht für Durchschnittskunden gemacht sind, die alles Overclocken wollen, was nicht bei bei Drei aus dem Sockel gehüpft ist.

    Aber leider wollen betuchte Gamer wohl genau das einmal wieder unter Beweis stellen...der Ehre wegen...(*Kopfschütteln*)
    0
  • Myrkvidr
    Anonymous sagte:
    Ich bin ja sonst nicht wirklich pingelig, was Schreibung angeht, aber heute traenen mir die Augen doch ganz schoen. Koennt Ihr nochmal ne Rechtschreibkontrolle auf den Text werfen? Oder sind das Testfehler fuer "Abschreiberseiten"? *gruebel*


    Den Großteil habe ich gerade hoffentlich korrigiert.
    Die Problematik im Detail: Chef und Redakteur, die an der Übersetzung beteiligt waren, haben schon einen Großteil des Wochenendes inkl. Nachtschichten und Sonntagsarbeit mit der GTX 1070 und einem leider nur kleinen Teil von Broadwell verbringen dürften (weil Nvidia-Launch um 0:00). Ein Großteil des heute um 8:00 gelaunchten Broadwell-Artikels kam aufgrund der Umstellung auf neue Benchmarking-Verfahren erst zwischen Mitternacht und Morgenstunden rein -> Hochdruckübersetzung, um noch irgendwie den Termin halten zu können. Und nach einem durchgearbeiteten Wochenende inkl. Nachtschichten ist uns hoffentlich nachzusehen, wenn es für den Feinschliff nicht mehr ganz reicht, der kann dann leider nur nachträglich erfolgen. Extreme Situationen verlangen quakende Enten! ;)
    0
  • derGhostrider
    Ach, Qua(r)k?!

    Außerdem: "Verdammte zeitreisende Enten!"
    Und: "Trocken Brot ist voll lecker!"
    0
  • ShieTar
    Zitat:
    So schlecht schneiden die großen Broadwells doch gar nicht ab in den Spielen?

    Bioshock Infinite skaliert sehr gut mit mehr GHz, und trotzdem schafft der 4 GHz Skylake nicht mal einen Frame mehr? ;)


    Bei den Durchschnitts-FPS vielleicht nicht, immerhin wurde ja auch mit nur einer GPU auf 1440p getestet. Die wesentlich höheren Minimum-FPS (52 statt 30) mit dem 6700K zeigen aber schon, das der Skylake in dem Spiel noch mehr Reserven hätte als der 6950X.
    0
  • derGhostrider
    @THG-Redaktion / Myrkvidr:
    1. Vielen Dank für die Korrektur. Der Artikel lässt sich nun schon viel besser lesen.
    (Habe trotzdem noch eine verfehlte Taste auf Seite 4 gesehen: "...schlägt Intels Core i7-6700K sogar den 10-Kerner i7-650X.")

    2. Es ist schön zu sehen, dass Ashes und sogar F1, was mich positiv verwundert, die vielleicht ersten Spiele sind, die man wirklich mit High-End-PC-Hardware im Kopf programmiert hat. Toll!
    Dagegen wirken die BioShock-Ergebnisse bei den Min-FPS wie aus einer vergangenen Zeit: Alles was zählt ist die Taktfrequenz.
    Darum auch diese großen Unterschiede. Passen nicht alle Berechnungen in einem Kern in das Zeitfenster für ein Frame, dann bricht die Framerate halt ein.
    Aus Prinzip(!) würde ich das nicht zur Wahl einer CPU heranziehen. Schlechte Architektur sollte nicht maßgeblich für eine Kaufentscheidung sein.

    Jetzt bleibt prinzipiell zu hoffen, dass in Zukunft viele Spiele effizient Multi-Core-Systeme ausnutzen können. DAS Wäre dann sicherlich auch für AMD interessant, da sie leichter viele Kerne implementieren können als wenige besonders leistungsfähige. ZEN als MCM (Multi Chip Module) könnte dann für überraschungen sorgen - den Grundstein für diese Vermutung legen dann solche Benchmark, wie diese hier: Gute Skalierung pro Kern - dann stellt sich natürlich die Frage, wie weit die Skalierung läuft, und wieviele Spieleschmieden diesen Aufwand für die Ausnutzung der heutigen Hardware noch betreiben werden.
    Ich hoffe viele, dann wird es wieder interessanter auf dem PC-Markt! :)
    0
  • ShieTar
    98% aller Spieleschmieden bauen eh auf gekauften Engines auf.

    Bioshock Infinite basiert zum Beispiel auf der Unreal Engine 3 aus dem Jahre 2004. Und bevor die Rollenspiele mit ihrer langjährigen Entwicklungszeit auf moderne Engines umgestiegen sind, werden noch ein paar Jahre ins Land ziehen.

    Jährlich erscheinende Sportspiele und Tech-Demo-RTS habens da natürlich um einiges einfacher. Sowohl die EGO 3.0 als auch die Nitrous Engine sind halt erst im letzten Jahr erschienen.

    Für Leute die nicht nur 1-2 Topaktuelle Lieblingsspiele haben, sondern dutzende von Titeln spielen, von denen halt einige auf älteren (Unreal Engine, Blizzards & Biowares Eigengewächse) oder günstigeren Engines (Unity) basieren, wird die neueste CPU-Architektur mit dem höchsten Takt also noch sehr lange die beste Wahl bleiben.
    0
  • alterSack66
    Naja, etwas mehr hätte ich schon erwartet, wenn man nicht den ganzen Tag packt oder entpackt bzw. rendert lohnt sich das eher nicht. Ich hab mal bei der Konkurrenz geschaut. Spiele 720p 28 % mehr als meine Sandy. Viel ist das angesichts des Preises vom 6950X und des Alters von Sandy ja eher nicht.
    0
  • derGhostrider
    Da ich noch immer nicht zum Upgraden gekommen bin, habe ich noch immer X5550er Xeons.
    Die Takten bis über 3 GHz hoch bei moderater Last - und das machen die recht schmerzfrei auch bei mehr als single-thread.

    Wäre eine neue CPU schneller: Klar.
    Wäre eine neue CPU "wirklich fühlbar schneller": ... in einigen Spielen und bei besonderen Anwendungen, die z.B. AVX ausnutzen können.
    Im Alltag: Naja, ein bisschen schneller, aber "fühlbar" erfordert einen deutlichen Schub. Damit meine ich nicht den Effekt, den man durch Selbstbetrug feststellen kann: "Das ist neu, das ist schnell!". Wenn nach einem CPU-Upgrade alles bei mir 15% schneller würde - könnte ich das ohne Benchmarks klar festmachen? Ab wann kann man es unbestreitbar (ohne Benchmarks) feststellen, dass ein System wirklich schneller geworden ist? Wie groß muss der Geschwindigkeitszuwachs der CPU alleine sein, damit das Gesamtsystem sich schneller anfühlt? 25 %? 33 %? 50 %?


    Und da wunderst Du Dich noch, dass Dein, im Vergleich super neuer, Sandy nicht deutlicher übertrumpft wird?
    Die CPU-Entwicklung geht nur noch sehr schleichend voran. Ja, neue Befehlssatzerweiterungen, neue Features, höhere Effizienz. Alles richtig.
    Aber pure Rechenpower pro Kern für "einfache", nicht speziell optimierte, Anwendungen?
    Nunja, da halten sich die Fortschritte schon recht in Grenzen.
    Ich finde es schade, dass die Taktrate bei den 8-Kernern (also vor allem auch Xeons) nicht inzwischen bei grob 4 GHz (Grundtakt!) angelangt ist, oder aber die IPC-Werte entsprechend gestiegen sind. Etwas, ja. Deutlich spürbar, so dass man sagen müsste: "Mensch, ohne aktuelle CPU geht's nicht mehr" - das habe ich nun schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr erlebt.
    0
  • ShieTar
    Naja, ein X6950 ist in der richtigen Anwendung nicht 50% schneller als dein Xeon (oder ein gleichwertiger i7-940), sondern 200%:

    http://www.anandtech.com/bench/product/46?vs=1730

    Und wenn du zwei deiner Xeons haben solltest, fällt der Vergleich mit zwei 22-Kern Haswell-EPs noch um einiges gewaltiger aus.

    Auf der Single-Threaded Seite ist ein i7-6700K ist in Starcraft 2 auch locker 100% schneller als dein Xeon, und immer noch 70% schneller als der Sandy Bridge i5 vom alten Sack.

    Ihr könnt Intel doch nicht wirklich vorwerfen, das ihr persönlich keine ausreichend CPU-lastige Software nutzt.
    0
  • derGhostrider
    Anonymous sagte:
    Naja, ein X6950 ist in der richtigen Anwendung nicht 50% schneller als dein Xeon (oder ein gleichwertiger i7-940), sondern 200%:

    http://www.anandtech.com/bench/product/46?vs=1730

    Und wenn du zwei deiner Xeons haben solltest, fällt der Vergleich mit zwei 22-Kern Haswell-EPs noch um einiges gewaltiger aus.

    Auf der Single-Threaded Seite ist ein i7-6700K ist in Starcraft 2 auch locker 100% schneller als dein Xeon, und immer noch 70% schneller als der Sandy Bridge i5 vom alten Sack.

    Ihr könnt Intel doch nicht wirklich vorwerfen, das ihr persönlich keine ausreichend CPU-lastige Software nutzt.

    Immer diese Einschränkungen!
    "In der richtigen Software ist Prozessor X schneller" - "bei etwas anderem Prozessor Y" - "sonst Prozessor Z".
    Alles richtig.

    Ich stimme Dir zu.
    Für mein VM-Gehampel wären neue Xeons ein Gewinn.
    Zum Zocken auch, vor allem, da ich auch Ashes of the Singularity habe. (Das heißt: gekauft, installiert, ganze 5x gespielt, da zu wenig Zeit... Ich weiß aber schon, dass es ab ca 8000 Einheiten in die Knie geht...)

    Letztens habe ich mal wieder etwas Bildbearbeitung gemacht - kleines Bild mit ca 11k x 8k Pixeln. Das geht, je nach Werkzeug, noch ganz gut.
    Gelegentlich Software kompilieren oder sonstige Berechnungen...

    Mal dies, mal das. Immer andere Anwendungen.

    Ich weiß, dass ich bei einigen Verwendungen große Sprünge machen würde, aber der Schuh drückt noch nicht so wirklich.

    Vor allem noch nicht so, dass ich etwas nicht machen könnte.

    Bevor ich 4 k€ in CPUs stecke plus MB und RAM, muss ich mich schon selbst überzeugen, dass ich das will.
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