Intel will 250 Mio. Dollar in autonomes Fahren investieren

Qualcomm hat es getan und NXP gekauft, Samsung hat es getan und Harman gekauft. Nvidia hat es auch getan und seinen Tegra zu einem Automotive-Chip weiterentwickelt, von den Bemühungen der Googles und Apples dieser Welt einmal abgesehen. Jetzt ist Intel an der Reihe, Investitionen in den Automobilsektor anzukündigen.

Im Rahmen der LA Auto Show verkündete Intel-CEO Brian Krzanich, dass Santa Clara in den nächsten zwei Jahren zusätzliche 250 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von Produkten stecken will, die das autonome Fahren Realität werden lassen sollen. Denn nicht nur Sensoren und Aktoren müssten dabei bedacht werden, sondern auch Datenmengen.

Laut Intel sollte sich die Branche darauf vorbereiten, dass täglich mehr als 4000 GByte Daten von einem einzigen selbstfahrenden Auto in die Netze eingespeist werden könnten, um Kommunikation, Navigation und vor allem Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten - Daten, die transportiert und verarbeitet werden müssen.

Zwar klingt der Einstieg in diese Meldung so, als ob Intel ein bisschen spät dran wäre - und im Vergleich zu den 47 Milliarden von Qualcomm für NXP oder den acht Milliarden von Samsung für Harman sind 250 Millionen nur ein Tropfen auf einen heißen Stein.

Aber Intel ist im Bereich Automotive sicherlich aktiver, erfolgreicher und etablierter als bei den (mehr oder weniger) gescheiterten Prozessoren für Smartphones: Schon jetzt arbeitet das Unternehmen in 30 Programmen der Automobilindustrie mit, bis 2020 sollen es fast 50 sein.

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