Verabschiedet sich Intel von den Iris-Pro-GPUs?

Mit der Iris-GPU integriert Intel eine Grafikeinheit in seinen Prozessoren, die gerade in einfacheren Notebooks eine recht ordentliche Leistung bietet.

Für anspruchsvollere Nutzer kombiniert der Hersteller seine leistungsstarken (Notebook-)Chips seit der Haswell-Generation mit der Iris-Pro-GPU. Diese scheint nun jedoch vor dem Aus zu stehen.

In einer Auflistung der von Intel geplanten Prozessoren der siebten Generation wird kein Modell mehr geführt, das noch mit einer Iris Pro aufwarten würde (es müsste als H 4+4e gekennzeichnet sein):

  • U 2+2 (HDCP 1.4)
  • U 2+2 (HDCP 2.2)
  • S 4+2 (HDCP 2.2)
  • H 4+2 (HDCP 2.2)
  • U 2+3e (HDCP 2.2)
  • S 2+2 (HDCP 2.2)

Als wesentlicher Grund für das Ende der GPU wird die anhaltende Erfolglosigkeit der Chips mit der leistungsfähigsten Intel-Grafikeinheit angenommen, die nur in wenigen Rechnern zu finden ist.

Viel mehr als ein Macbook Pro mit einer Iris Pro der vierten sowie ein iMac im 21,5-Zoll-Format mit der GPU der fünften Generation lassen sich derzeit kaum finden; Microsoft hat beim Surface Book eine Nvidia Geforce GT940 in der Tastatureinheit integriert, beim Prozessor jedoch auf ein Modell mit der Standard-Iris gesetzt. Dementsprechend dürften die Fabrikanten leistungsstärkerer Notebooks eher auf eine separate Grafikkarte setzen.

Die Zukunft der Iris Pro könnte schon bald klären - und sie könnte einmal mehr an Apple hängen. Wenn der Hersteller bei seinen kommenden Macbook Pro und iMacs von der GPU Abstand nimmt, dürfte sie kaum weitergeführt werden.

Man könnte aber auch sagen, dass das ein hausgemachtes Problem Intels ist. Denn die wirklich leistungsstarke Iris Pro 6200 (GT3e), der wir beim Launch der Desktop-Broadwells Respekt zollten, kam nie bei der Nachfolgegenerations Skylake zum Einsatz. Schade - sie hatte das Zeug, AMDs und Nvidias Fußhupen Paroili zu bieten.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • tkoerbs
    Zu teuer?
    Die Intel "C"-Suffix-Modelle bei den Desktop-Prozessoren (z.B. i5-5675C) waren (und sind) den AMD APUs sowohl in Sachen Performance als auch in Sachen Performance/Watt haushoch überlegen - und das gilt für CPU als auch GPU!
    K.A. warum die Dinger nicht für Gaming-Notebooks taugen sollen...
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  • klomax
    Bisschen sind auch die Treiber das Problem, bzw. Intel hängt sich da nicht so rein (könnten, haben die Kohle, aber keinen Bock...).

    Aber wer spielt schon LoL mit einer teuren Iris-CPU alleine. - Diese Domäne bleibt wohl noch von AMD besetzt, wo eine APU kein Vermögen kostet aber gute Leistung für solche Spiele bringt.
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  • fragger
    Das Hauptproblem war in meinen Augen, dass die top GPUs den top CPUs vorbehalten waren. Aber niemand wird einen i7 mit der Iris Po Grafik verwenden sondern was ordentliches von AMD oder Nvidia dazu haben wollen oder aber einen i7 mit gammelgrafik nehmen, wenn 3D nicht benötigt wird. Die Iris Pro Grafik gekoppelt mit einem i3 oder i5 hätte sich vermutlich verkauft wie geschnitten Brot (wenn sie nicht zu teuer geworden wäre...)
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