Intel gibt den Startschuss für die Kaby-Lake-Prozessoren

Intel hat zwar sein Tick-Tock-Prinzip ad acta gelegt, das besagt, dass auf Chips mit einer neuen Architektur bei der folgenden Generation ein Shrink stattfindet. Beibehalten wird allerdings der jährliche Wechsel der Serien: Dementsprechend steht nun die Ablösung von Skylake bevor.

Mit Kaby Lake aktualisiert der Hersteller seine iCore-Prozessoren, wobei das Update verhältnismäßig überschaubar ausfällt - nicht zuletzt aus diesem Grund werden die Entwicklungsfortschritte bei den Prozessoren auf vielen der Folien im Rückblick auf die letzten fünf Jahre vorgestellt.

Im Vergleich zu einem fünf Jahre alten PC versprechen die Amerikaner einen Leistungszuwachs von 70 Prozent.

Vor allem Grafikeinheiten und die Effizienz der Chips standen im Fokus der Verbesserungsmaßnahmen - allerdings hat sich auch hier seit Skylake nicht mehr viel getan. Der Hersteller steigert vor allem die Takraten, wovon auch die Leistungsfähigkeit der Speed-Shift-Technologie profitiert. Neu ist vor allem die Media-Engine, die Teil der HD-Graphics-GPU der neunten Generationen sind. Mit der Unterstützung aktueller Codecs wie HEVC und VP9 sollen sich unter anderem die 4K-Fähigkeiten verbessern.

Zum Auftakt werden - auch das mittlerweile hat fast schon Tradition - die Prozessoren für mobile Systeme vorgestellt: Die Y-Modelle mit einer TDP von lediglich 4,5 Watt und und die U-Versionen, die eine thermische Verlustleistung von 15 Watt aufweisen, werden ab September in ersten Geräten auf den Markt kommen.

U-Series

7th Gen
Core i7
7th Gen
Core i5
7th Gen
Core i3
Prozessor
i7-7500Ui5-7200U
i3-7100U
Sockel
FCBGA 1356
FCBGA 1356FCBGA 1356
Kerne/Threads
2/42/42/4
TDP
15 Watt
15 Watt
15 Watt

Basis-Takt (GHz)
2,72,52,4

Turbo-Takt (GHz)
3,5
3,1
N/A
GPU
HD Graphics 620
HD Graphics 620HD Graphics 620

GPU-Basis-Takt (MHz)
300
300
300

GPU-Turbo-Takt (MHz)
1050
1000
100
Dual Memory Channel
DDR3L/LPDDR3/
/DDR4
1866//1600/2133
DDR3L/LPDDR3
/DDR4
1866/1600/2133
DDR3L/LPDDR3
/DDR4
1866/1600/2133
Hyper-Threading
jajaja
Smart Cache
jajaja
Intel Active Management
jajanein
TSX-NI
jajanein

Preis pro 1000 Stück
393 US-Dollar
281 US-Dollar281 US-Dollar

Geplant sind jeweils drei Modelle. Die U-Serie beginnt (zunächst) mit dem Core i3-7100U, der wie die anderen beiden Chips - i5-7200U und i7-7500U - über zwei CPU-Kerne verfügt, die dank Hyper-Threading vier Befehle parallel ausführen können. In allen drei Fällen kommt eine Speicher-Controller mit zwei Speicherkanälen zum Einsatz, der die Standards DDR3L, LPDDR3 und DDR4 unterstützt.

Der wesentlich Unterschied findet sich wie so oft bei der Taktfrequenz. Die kleinste Ausgabe leistet einen Basistakt von 2,4 GHz - und wird auch nicht mehr schneller. Die Turbo-Boost-2.0-Technologie fehlt. Die anderen beiden Modelle takten standardmäßig mit 2,5 bzw. 2,7 GHz und können den Takt dynamisch auf bis zu 3,1 bzw. 3,5 GHz steigern.

Y-Serie
7th Gen
Core i7
7th Gen
Core i5
7th Gen
Core m3
Prozessor
i7-7Y75
i5-7Y54
m3-7Y30
Socket
FCBGA 1515
FCBGA 1515
FCBGA 1515
Kerne/Threads
2/4
2/42/4
TDP
4.5W
4.5W4.5W
Basis-Takt (GHz)1.3
1.2
1
Turbo-Takt (GHz)
3.6
3.2
2.6
Graphics
HD Graphics 615HD Graphics 615HD Graphics 615
GPU-Basis-Takt (MHz)
300
300
300
GPU-Turbo-Takt (MHz)
1050
950
900
Dual Memory Channel
LPDDR3
/DDR3L 1866/1600
LPDDR3
/DDR3L 1866/1600
LPDDR3
/DDR3L 1866/1600
Hyper-Threading
jajaja
Smart Cache
jajaja
Intel Active Management
jajanein
TSX-NI
jajanein
Preis pro 1000 Stück
393 US-Dollar281 US-Dollar281 US-Dollar

Die Y-Serie besteht ebenfalls aus drei Modellen. Den Einstieg markiert der 1,0 GHz schnelle m3-7Y30, der bei eingeschaltetem Turbo 2,6 GHz schnell wird. Die beiden höherwertigen Modelle werden im Vergleich zu ihren Vorgängern mit einem neuen Namen versehen und künftig - in Anlehnung an die leistungsstärkeren iCore-Chips - unter der Bezeichnung i5 und i7 angeboten. Im Vergleich zum m3 packen die beiden Chips beim Takt nochmal 200 bzw. 300 MHz drauf und werden im Turbomodus 3,2 bzw 3,6 GHz schnell. 

Außerdem verfügen die beiden Topmodelle der jeweiligen Serie über eine andere GPU. Sie bringen eine Intel HD Graphics 615 mit, während ansonsten eine HD Graphics 515 genutzt wird.

Erstaunlich ist das Preismodell, das der Chip-Fertiger vorstellt. Die beiden schnellsten Chips der jeweiligen Serie werden für 393 Dollar angeboten, die vier weiteren Chips kosten 281 Dollar. Das ist insofern unschön, weil viele Gerätehersteller die Chips als einziges Unterscheidungskriterium zwischen den einzelnen Notebooks, Tablets oder Hybriden nutzen, sodass der Käufer letztlich einen Leistungssprung (mit einem kräftigen Zuschlag) bezahlt, der den Hersteller selbst nichts gekostet hat.

Gedulden müssen sich Nutzer von leistungsstarken Systemen, denn die potenten Kaby-Lake-Chips werden noch ein ganzes Weilchen auf sich warten lassen - Intel stellt Januar 2017 in Aussicht. Da mag es den einen oder anderen freuen, dass die Performance zur Vorgänger-Architektur nicht über die Maßen zugelegt hat und ein Skylake-Chip nach wie vor eine brauchbare Alternative darstellt.

Auch AMD dürfte mit der Modellpolitik nicht ganz unglücklich sein. Nach Jahren könnten die kommenden Summit-Ridge-Prozessoren mit Zen-Architektur wieder zu den leistungsstarken Intel-Pendants aufschließen - und AMD hätte sicherlich feuchte Augen bekommen, wenn Intel mit Kaby Lake wieder einen echten Trumpf in der Hinterhand gehabt hätte.

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