Im Bios fällt gleich das aufwändig gestaltete Untermenü "Guru Utility" für das Überkaten auf. Es lässt sich alles einstellen, was auf einer Desktop-Platine möglich ist.
Hier können die Kontrahenten Asus, Gigabyte und MSI staunen. Jeder vom Bios erfasste Temperatur-, Spannungs- und Lüfterdrehzahlwert kann auf Abweichungen überwacht werden. Hierzu setzt der Anwender einen minimalen und einen maximalen Grenzwert fest. Sollte ein Wert außerhalb liegen, gibt die Platine eine akustische Warnmeldung aus. Natürlich nur, wenn eine PC-Speaker angeschlossen ist, denn die Platine ist mit keinem bestückt. Wird dies vergessen, nützt das beste Bios nichts. Somit bietet die AB9 QuadGT Platinen einen einmaligen Schutz bei Verwendung einer Wasserkühlung, da die Festspannungsregler in der Temperatur überwacht werden.

Im Bios werden ebenfalls wie unter Windows die Temperaturen der einzelnen Spannungsregler und der Strom des Prozessors angezeigt und überwacht. Die sehr gute Überwachungsfunktionalität von Abit bringt jedoch nichts, wenn der Gehäuse-Speaker nicht an die Platine gesteckt wurde. Für einen Preis von 170 Euro kann der Anwender diesen erwarten.
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Das Bios kann bequem unter Windows mit dem Programm FlashMenue aktualisiert werden. Im Autostartprogramm der Treiber-CD ist das Tool jedoch nicht eingetragen. Es muss manuell auf der CD gesucht und installiert werden. Die aktuelle Bios-Datei kann direkt mit dem Programm vom Abit-Server geladen und aktualisiert werden. Im Test funktionierte es tadellos und der Server antwortete sofort. Ein im Bios integriertes Update-Programm gibt es nicht.
Das Bios hat eine Statistik integriert, in der die Neustarts, die Up Time und vieles mehr geloggt werden. Diese Statistik wird auch unter Windows im uGuru-Tool angezeigt.
Enttäuschend ist, dass sich bei einem Front-Side-Bus von 266 MHz nur eine Auswahl von DDR2-533, DDR2-667 und DDR2-800 zu Verfügung steht.

Sehr seltsam ist, das sich im Bios die Option "Command Rate" befindet. Die ist bei einer Intel-965-Platine höchst ungewöhnlich. Die Platine ließ sich in unserem Test mit CL 3.0-4-3-9 Speicher nicht mit T1 starten.
| Bios-Einstellungen für das Übertakten | |
|---|---|
| FSB | 133 - 600 |
| CPU | 1.3500 - 1.9500 V |
| Speicher | 1.800 - 3.000 V |
| Northbridge (MCH) | 1.25 - 1.70 V |
| Southbridge (ICH) | 1.05 - 1.20 V |
| Southbridge I/O-Signal | 1.50 - 1.70 V |
| FSB Signal | 1.20 - 1.50 V |
| Mögliche Speicher-Takt-Teiler bei 266 MHz FSB | |
| Speichertakt | Speicherteiler |
| DDR2-533 | 2.00 |
| DDR2-667 | 2.50 |
| DDR2-800 | 3.00 |
| Speicher-Timings | |
| CAS Latency | 3 - 6 |
| RAS to CAS Delay (Trcd) | 1 - 15 |
| RAS Precharge (Trp) | 1 - 15 |
| RAS Activate to Prec (Tras) | 1 - 31 |
| Command Rate | T1 und T2 |
Ein negativer Punkt ist jedoch, dass die AB9 QuadGT Platine als Standardeinstellung einen Front-Side-Bus von 272 MHz und eine Speicherspannung von 2.000 Volt hat, ohne eine Einstellung geändert zu haben. Der Prozessor ist somit von Hause aus um 2.2% übertaktet und der Speicher läuft außerhalb der Spezifikation. Die Platine ist gut genug, das Abit solch eine Aktion nicht nötig hat. Doch ist dies bei Abit schon fast eine Tradition.
Das Abit AB9 QuadGT Board in der 3D-Ansicht
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- Bios: Nicht zum Übertakten geeignet
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