Intel: Tick-Tock-Modell nicht mehr haltbar, längere Zyklen in der CPU-Entwicklung nötig

Die Miniaturisierung hat Intel-Angaben angesichts von Strukturgrößen von weniger als 20 Nanometern einen Punkt erreicht, an dem die Entwicklung für eine Zwei-Jahre-Rhythmus schlicht zu komplex und kompliziert geworden ist.

Die Ankündigung überrascht angesichts der Verspätung der 14-nm-Broadwell-CPUs und der Veröffentlichung der 10-nm-Chips erst im dritten Quartal 2017 wenig.

Im Rahmen der jährlichen und verpflichtenden K-10-Meldung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC skizziert der Chip-Hersteller den neuen Fahrplan namens PAO (Process, Architecture, Optimization). Dabei wird nach der Optimierung der Architektur ein neuer Schritt eingefügt, bei welchem weitere Optimierungen vorgenommen werden sollen. 

Eine Strukturbreite von 10 nm entspricht den Atomradien von 10 Silicium-Atomen Bild: Holger NörenbergEine Strukturbreite von 10 nm entspricht den Atomradien von 10 Silicium-Atomen Bild: Holger Nörenberg

Für Intel könnte dies den Verlust des beachtlichen Technologievorsprungs der letzten Jahre bedeuten - Konkurrent TSMC will im Sommer eigenen Angaben zufolge bereits die 7-nm-Herstellung starten. Dabei sind die Angaben zur Strukturbreite aufgrund unterschiedlicher Herstellungsverfahren jedoch mit Vorsicht zu genießen. Kunden müssen langfristig wahrscheinlich mit kleineren Leistungssteigerungen rechnen. 

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1 Kommentar
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    Es gibt keine Variante in der die Bildunterschrift richtig ist.
    - Eine Si-Elementarzelle hat ca. 0,5 nm Kantenlänge
    - Der Atomabstand innerhalb der Zelle ist ~0,2 nm
    - Der Atomradius (berechnet) beträgt ~0,1 nm

    10 nm entsprechen also 100 Atomradien oder 50 Atomabständen (das könnte man am ehesten als "Atomlagen" bezeichnen) oder 20 Elementarzellen.
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