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Fazit

Intel SSD 310 80 GB: Große Speicherflexibilität für kleine Notebooks
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Insgesamt gesehen zeigt die SSD 310 viele der Performance-Eigenschaften, die wir bereits bei der X25-M von Intel gesehen haben. Da sie auch den gleichen Controller nutzt und auf einer  konservativeren Architektur aufbaut, zeigt das Laufwerk aber in den erwarteten Bereichen auch Schwächen. Das ist unserer Meinung nach angesichts der angepeilten Zielpublikums allerdings völlig akzeptabel. Es ist natürlich völlig unmöglich, zehn Flash-Chips in einem derart kleinen Formfaktor unterzubringen.

Die Frage die sich einem potentiellen Interessenten nach betrachten der Benchmarks stellen sollte lautet aber, ob sich die Aufrüstung auf ein mSATA-Laufwerk wirklich lohnt . Bis mSATA Steckplätze weiter verbreitet sind, wird das eigentliche Problem sein ein Gerät mit dem erforderlichen Steckplatz zu finden.

Auch wenn mSATA und mini PCI-Express eine Kontaktleiste nutzen, die sich zum Verwechseln ähnlich sieht, wollen wir noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass mSATA nicht mit miniPCIe kompatibel ist. Man kann also weder ein mSATA-Laufwerk in einen miniPCIe-Steckplatz installieren noch umgekehrt. mSATA ist vielmehr ein weiteres miniPCIe-Derivat. Dieses Mal besteht der Unterschied darin, dass mSATA gute Chancen hat, sich zu einem Standard zu entwickeln, den sämtliche Notebook-Anbieter unterstützen. Bislang waren diese Derivate nicht nur herstellerspezifisch, sondern sogar nur auf einzelne Modelle zugeschnitten.

Notebook-Hersteller haben  allerdings auch die Wahl: Sie können einen Multiplexer implementieren, so dass ein mSATA-Steckplatz auch als miniPCIe-Slot funktionieren kann. Allerdings erhöht sich dadurch der Preis des Notebooks. Da mSATA-Laufwerke normalerweise vorkonfiguriert verkauft werden, dürften solche Dual-Steckplätze kaum in Erscheinung treten.

Diese Tatsache betonen wir ganz besonders, da Lenovo für das Y560, Y560p und Y460p auch weiterhin drei miniPCIe-Steckplätze angibt. Das stimmt so nicht. Es gibt zwei miniPCIe-Steckplätze und einen mSATA-Slot. Der mSATA-Steckplatz leitet das SATA-Signal direkt zum Steckplatz. Es lässt sich allerdings nicht ohne MUX an den PCIe-Bus binden. Wir hoffen zumindest, dass andere Systemanbieter nicht anfangen miniPCIe mit mSATA zu verwechseln.

Ist ein SSD im mSATA-Format wirklich etwas, was man unbedingt haben muss? Ist es ein Must-Have, so wie es 2,5-Zoll-SSD für den Desktop-Bereich wurden, als Intel seine X25-M auf den Markt brachte? Das hängt von den verwendeten Anwendungen ab. Ein anständiges Core i5-Notebook auf Arrandale-Basis findet man heute schon zwischen 500 und 700 Euro. Ein Aufpreis von 80 bis 170 Euro dürfte der Kundschaft nicht so einfach zu vermitteln sein. Das gilt vor allem, wenn man auf dem Mobilrechner nicht gerade IO-Intensive Aufgaben ausführt, die ein SSD-Laufwerk bei der heimischen Workstation so attraktiv machen.

Andererseits haben wir gesehen, welche positiven Auswirkungen die SSD-Performance auf die Effizienz hat. Dadurch wird die 310 von Intel zum potentiellen Akku-Schoner. Gleichzeitig wurde das Laufwerk auch für Einsatzgebiete entwickelt, in denen der 2,5-Zoll-Formfaktor schlicht keine Option darstellt. In diesen Bereichen könnte eine SSD auf mSATA-Basis als Grundlage dafür dienen, ausreichenden Speicherplatz mit vernünftigem Performance zu kombinieren.

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