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Fazit: Alles beim alten

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Der neue Prescott mit 3,4 GHz bietet erwartungsgemäß nichts wesentlich Neues. Trotz einer um 200 MHz gesteigerten Taktrate stieg die Verlustleistung diesmal nicht. Mit Einführung des D0-Steppings sollte die durchschnittliche Verlustleistung etwas sinken, so dass dann von einem Fortschritt die Rede sein kann.

Erneut kann sich der Prescott jedoch nicht von seinem Vorgänger, dem Pentium 4 Northwood, absetzen. In wenigen Disziplinen wie etwa Pinnacle Studio oder MPEG-4-Encoding mit XMPEG/DivX übertrifft er dagegen sogar den Pentium 4 in der Extreme Edition mit 3,4 GHz. Andererseits gibt es Programme, welche mit einem Northwood bei 2,8 GHz genauso gut laufen (Cool Edit Pro 2.1).

Im Vergleich mit dem direkten Mitbewerber Athlon 64 3400+ kann der Prescott vor allem dann Punkte einsacken, wenn die Anwendungen von Hyper Threading profitieren oder es sich grundsätzlich um Video- oder Audio-Encoding handelt. Dank der hohen Taktrate hat der Prescott in diesen Einsatzgebieten die Nase vorn und bietet somit ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis. Im Zusammenspiel mit beliebten Spielen oder auch Dateikompression sieht jedoch der Athlon 64 wieder besser aus und stellt die bessere Wahl dar.

Wieder einmal bleibt es abzuwarten, ob Intel die Verfügbarkeit der schnellen Prescott-Prozessoren nun sicherstellen kann. Während Modelle mit 2,8 oder 3 GHz im Handel zu haben sind, hat fast kein Händler die 3,2-GHz-Variante zum Mitnehmen parat.

Man muss sich in diesem Zusammenhang zwangsläufig die Frage stellen, ob diese stets etwas zu niedrige Verfügbarkeit von High-End-Prozessoren nicht sogar Teil von Intels Strategie ist, um die kommenden Plattformen mit Sockel LGA 775 und den Chipsätzen 915P sowie 925X einfacher im Markt zu etablieren. Nachdem es sich beim Pentium 4 mit 3,4 GHz ohnehin um die letzten Prozessoren für den Sockel 478 handelt, könnte eine künstliche Knappheit viele anspruchsvolle Kunden dazu verführen, gleich zu einem neuen System der kommenden Generation zu greifen.

Wenn Sie dennoch sofort einen aktuellen Pentium 4 benötigen, so raten wir einen Blick auf die folgende Tabelle, um auch das aktuelle Modell mit D0-Stepping zu erstehen:


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