Internet Explorer lädt heimlich Viren
Finnische Security-Experten berichten von einem der schwersten Sicherheitsprobleme in der Geschichte des Microsoft Internet Explorer. Wie der Firma Oy Online Solutions seit dem 19. November bekannt ist, führt der MS Internet Explorer in den Versionen 5, 5.5 und 6 bei bestimmten HTML-Anweisungen Downloads von ausführbaren Programmen durch, ohne den Nutzer davon in Kenntnis zu setzen.
Das bedeutet, dass ein findiger Web-Programmierer auch ohne Verwendung von Java-Script und Active-X Viren, Trojaner und andere schädliche Programme auf einem Zielrechner installieren kann. Sogar die Festplatte eines beliebigen Internet-Nutzers kann ein Angreifer heimlich formatieren.
Wegen der hohen Bedeutung des Problems wurde Microsoft sofort informiert. Allerdings gab es bis zum heutigen Tag keine offizielle Warnung aus Redmond. Die finnischen Experten rechnen mit einem Patch "in den nächsten Tagen". Viren-Experte Jouko Pynnonen empfiehlt, bis dahin die Downloadfähigkeit des Internet-Explorer abzuschalten. Die Microsoft-Politik der Zensur von Sicherheitswarnungen bleibt weiterhin eine Bedrohung für die Daten der Internet-Nutzer.
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