Netztechnik: Aufbruch in die Gigabit-Gesellschaft

Irgendwie passt es zur Diskussion rund um die Einführung von Vectoring zur Beschleunigung der DSL-Übertragung: Die Telekom hat in Zusammenarbeit mit Nokia und seiner XG-Fast-Technologie im Labor die Übertragung über Kupferdraht-Doppeladern auf 11 Gigabit pro Sekunde aufgebohrt.

Kupferkabel soll bis zu 11 Gbit/s...Kupferkabel soll bis zu 11 Gbit/s......aus der Glasfaser übernehmen können....aus der Glasfaser übernehmen können.

Nur auf den ersten Blick ist das ein Schuss gegen die Konkurrenz. Die sieht Vectoring über VDSL als Rückkehr zur monopolistischen Telekommunikationsstruktur und beurteilt den Glasfaserausbau als langfristig nachhaltigere und damit zu bevorzugende Maßnahme.

XG-Fast funktioniert nämlich nur über einige dutzend Meter: Die Telekom gibt 50 Meter an – was im Zusammenhang mit den 11 GBit/s schon eine Steigerung gegenüber dem Status ist, den Bell Labs mit 10 GBit/s auf 30 Metern im Sommer 2014 vorgestellt hatte. Bell Labs ist Anfang 2016 als Teil der Übernahme von Alcatel Lucent ins Nokia-Portfolio gerutscht.

Damit eignet sich die Technologie dazu, die letzten Meter von einem Glasfaseranschluss (sic!) bis in die Wohnbereiche oder Büros zu übernehmen. Dazu braucht es aber qualitativ hochwertige Verkabelung – die dann auch ein GBit/s über bis zu 70 Meter übertragen könnte.

Ericsson: LTE mit 1 Gbit/sEricsson: LTE mit 1 Gbit/s

Gigabit-Speet im Mobilfunk will Ericsson auf dem Mobile World Congress zeigen - und das nicht erst in 5G-Netzwerken, sondern schon mit LTE. Eine neue Software soll dafür sorgen, dass mittels dreifacher Frequenzbündelung und 4x4 MIMO die Anzahl der Datenströme - und damit auch die Datenrate - zum Nutzer steigt.

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