Ionik TW Series 1 10.1: Billiges Windows-Tablet mit vielen Schwächen

ionik verspricht mit dem TW Series 1 10.1 ein äußerst günstiges Windows-Tablet für produktive Nutzer, die allerdings zu erheblichen Abstrichen bereit sein müssen.

Ionik ist kein sonderlich klangvoller Name. Obwohl der Hersteller aus Deutschland bereits seit einer ganzen Weile Tablets offeriert, ist sein Bekanntheitsgrad nicht sonderlich hoch.

Dies liegt auch daran, dass ionik bei chinesischen Auftragsfertigern günstige Massenmodelle bestellt, diese für den deutschen Markt anpasst und mit seinem Namen versieht, um sie schließlich in den Handel zu bringen. Dabei werden vor allem preisbewusste Nutzer angesprochen, die unter Umständen auch bei Archos und anderen Fabrikanten im unteren Preissegment identische Geräte unter anderem Namen erhalten.

Dies gilt auch für das neueste Modell von Ionik, das TW Series 1 10.1, dass es in ähnlicher Form bereits zu uns in einen Test geschafft hat: Das Grundmodell wird bereits von Schenker für sein Element verwendet und stammt wie das W1 von dem chinesischen Hersteller PiPO.

Schon im Datenblatt fällt die mickrige Speicherausstattung ins Auge

Allerdings sind die Tablets nicht einfach nur mit einem neuen Namen versehen worden, sondern unterscheiden sich auch in technischen Details. Zwar bringt das TW Series 1 bringt zwar ebenfalls ein 10,1 Zoll großes Display mit und basiert ebenfalls auf einen Intel Atom 3735, aber im Gegensatz zu Schenker steht dem Ionik-Tablet nur ein Arbeitsspeicher von einem Gigabyte zur Seite.

Beim Datenspeicher ist ionik aber alles andere als spendabel: Das Tablet besitzt einen Festspeicher von nur 16 Gigabyte - und das ist für ein Windows-basiertes PC-System schon sehr mickrig. Selbst beim Installieren von Apps kommen die Nutzer hier schnell an Grenzen und für das Speichern von Daten muss schnell auf eine microSD zurückgegriffen werden. An dieser Stelle wird übrigens nur der SDHC-Standard unterstützt; die Speicherkapazität kann somit nur um maximal 32 Gigabyte erweitert werden.

So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass auch der verbaute WLAN-Funkchip "nur" nach den Standards b/g/n funkt und nicht mehr auf dem neusten Stand der Möglichkeiten ist.

Ähnlich unspektakulär verhält es sich mit der Softwareausstattung. Der Hersteller installiert vorab Windows 8.1, das schon aus der Kiste heraus einen großen Teil der notwendigen Dienste mitbringt, um von Arbeit bis Zerstreuung genutzt werden zu können. Es fehlt allerdings Office, was bei dem niedrigen Verkaufspreis allerdings auch nicht weiter verwunderlich ist. Immerhin kann dank des klassischen x86-Prozessors einfach eine beliebige Bürosoftware installiert werden, auch eine Open-Source-Alternative wie Libre Office.

Im Gegensatz zu unserem Testgerät haben die Seriengeräte des Ionik TW Series 1 10.1 anscheinend doch eine Office-Software im Lieferumfang dabei. Die gewünschte Korrektur des Herstellers im Zitat: "Die Modelle der TW Serie beinhalten alle das einjährige Microsoft Office Paket 365".

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1 Kommentar
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  • ToSuz
    Wenn man liest "Deutscher Hersteller" erwartet man ja eigtl erstmal Qualität, aber wenn die auch nur billig in China einkaufen...
    Ob das Teil einen Test Wert war?!