Kolumne: iPad - und jetzt?
Inhaltsverzeichnis
- 1. iPad - und jetzt?
Endlich auch in meiner Garage: Der lang ersehnte Viertwagen der Generation Golf. Oder: Was mach ich jetzt bloß mit dem iPad?
Ich wollte nie einer dieser Early-Adopter sein, die jedes neue Technikspielzeug am liebsten schon als Prototyp in den Händen halten. Aber als überzeugter Mac- und iPhone-User hat Apple es mir sehr leicht gemacht mit dem iPad: Auf Vorbestellen klicken, und man bekommt es pünktlich zum Verkaufsstart ins Haus – ohne Übernachtung vorm Apple Store. Jetzt ist es endlich da, und ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll.
Donnerstag, 27. Mai 2010: Die Sendungsverfolgung von TNT sagt, dass es mein iPad in rekordverdächtigen 3 Tagen von Shenzhen über Hong Kong und Arnheim schon heute bis zu mir schaffen soll. Also noch einen Tag vor dem offiziellen Deutschlandstart. „Das kann nicht sein“ und „Apple wird die Auslieferung vor dem 28. nicht erlauben“ heißt es in den einschlägigen Foren. Und doch: Um 10:25 Uhr klingelt es. Trotz meiner lädierten Bandscheibe hechte ich zur Tür und öffne mit einem freudigen „Endlich!“. „Wir würden gerne mit Ihnen über Jesus sprechen“, entgegnet mir eine Stimme voller Sanftmut und Güte. Nach einem kurzen Hinweis auf meinen persischen Namen und der damit wohl verbundenen Weltreligion bin ich die Zeugen Jehowas wieder los. Bis zum nächsten Klingeln vergehen noch einmal 2 endlose Stunden, doch dann halte ich es in Händen – mein iPad 16 GB Wifi. Ich habe mich ganz bewusst für die kleinste und günstigste Variante entschieden. Zum einen bin ich mir noch gar nicht sicher, was ich mit dem Teil künftig machen werde. Zum anderen finde ich 500 Euro für ein bisschen Technikspielzeug schon reichlich viel.
Auspacken und los geht’s, oder?
Eine erste kleine Enttäuschung erlebe ich beim Auspacken des Multimedia-Tablets. So verspielt und einzigartig verpackt wie etwa das iPhone ist das iPad nicht. Vielmehr kommt es in einer recht unscheinbaren Schachtel daher, die sich wie ein Schuhkarton nach oben öffnen lässt. Im Innern: Das iPad, ein Netzteil samt USB-Kabel, eine Anleitung – das war’s. Ach ja, zwei Apfel-Aufkleber sind auch noch dabei. Aber das macht ja gerade den Reiz des iPads aus. Kein Zubehör, das erst angeschlossen werden muss. Keine Software, die erst aufgespielt, keine Treiber, die erst installiert werden müssen.
Und dennoch: Ohne Fleiß gibt es auch beim iPad keinen Preis. Apple hat nämlich wie schon beim iPhone vor der Tablet-Gaudi eine Zwangsaktivierung vorgesehen. Und dafür ist ein Computer vonnöten. Das ist für mich grundsätzlich kein Problem. Aber was ist mit Leuten, die keinen Computer ihr Eigen nennen und trotzdem einfach ein wenig surfen, mailen und twittern wollen? Gerüchten zufolge übernehmen die Mitarbeiter im Apple-Store die Aktivierung, wenn man sie lieb darum bittet. Der bequeme Kauf im Versandhandel fällt damit jedoch flach.
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Netter, ehrlicher und auch etwas amüsanter Erfahrungsbericht
Guter Bericht. Bestätigt eigentlich fast alles was ich über das iPad denke.
"nutzloser Zeitdieb" ist das einzige richtige Feststellung.
Bestätigt mal wieder meine Meinung bei diesem Gerät ist es nur die Idee die was taugt. Der meiste nutzen für mich würde solch ein Gerät von MS hergeben als Media-Center-Fernbedienung so das man nicht seinen Fernseher mit den Fettfingern beschmieren muss, und nebenbei auch noch ein wenig surfen kann.
Schöner Erfahrungsbericht.
Ein Appleprodukt würde ich nicht mal geschenkt nehmen.
Und darin bestätigt mich so einiges in dem Artikel.
"nutzloser Zeitdieb" ist die einzige richtige Feststellung.
Mein lieber Patrik, du kaufst dir auch jeden apple Humbug ;-) Das Teil ist sicherlich ne schicke Spielerei, aber alleine von der Handhabung auf der Couch, beim Notebook kann mann schliesslich die Neigung des Displays einstellen, stelle ich mir das Ganze doch als wenig ergonomisch vor. Als Mediaplayer, Photobuch und andere kleine Spielereien ist das Teil allerdings genial...
Ich bin zwar auch nicht unbedingt bekennender Apfel-Fan, aber den IMac 27" und das kommende IPhone 4G finde ich schon irgendwie sexy, auch wenn mich diese Zwangsgängelung etwas anödet, was bei einem freiheitsliebenden Windows-User normal ist.
Okay, zuviele Freiheiten und Konfigurationsmöglichkeiten sind auch nicht unbedingt das Optimum und zehren stark an der Stabilität eines Systems oder Produktes, aber man kann beides gut vereinen, wenn man sich den Markt etwas genauer anschaut.
Bestes Beispiel ist Windows 7... Konnte Vista absolut nicht vom Hocker reissen, hat sich MS wohl endlich mal die Kundenrezensionen zu Herzen genommen und das OS grundlegend verbessert, was ich positiv anmerken muss. Leider ist die Virengemeinde immer noch stark darauf ausgelegt, dem Redminder Konzern durch etliche 1000 Viren weiter zu schädigen.
Interessant ist aber der Fakt, dass mittlerweile auch für OS X Viren aufgetaucht sein sollen. Wieviel daran wahr ist, lässt sich nicht sagen, aber mir erschliesst sich langsam der Verdacht, dass die Virenschreiber selbst erkennen, das Apple so langsam zu übermächtig wird... allein die Preisgestaltung ist heftig: Kostet das eeePad mit Win7 HP um die 500 Euronen und ist ähnlich versatil wie das iPad, so muss man für ein vernünftig ausgestattetes iPad locker das Doppelte investieren.
Ich mag es Apple durchaus gönnen, haben sie als erste die Multitouch-Oberfläche revolutioniert, speziell mit dem iPhone. Aber dann so derart überzogen hinlangen, was Preise betrifft, ist auch nicht unbedingt okay.
Und so schön auch der IMac und das iPhone 4 aussehen... ich weiss nicht, ob ich mir auch eines der beiden Geräte zulegen würde...
Dennoch Apple von grundauf schlechtzureden, halte ich auch für überzogen. Viele Teczhniken, die für uns im Windows-Umfeld mittlerweile selstverständlich sind, haben ihre Wurzeln sicher auch bei Apple.
Ach wenn ich Apple nicht wirklich mag:
Das iPad hat allein deshalb schon eine Existenzberechtigung, weil jede halbwegs gescheite Sci-Fi Serie aus den 60er bis 90er eine vernünftige Vorstellung davon hatte, was man damit machen könnte.
Steve Jobs und Co sind, diesbezüglich, leider etwas zu spät gegenüber den Requisiten-Ausstattern anno dazu damals, haben es aber möglich gemacht, einer Bühnen-Requisite aus Pappmache oder Plaste dank der fortgeschrittenen Technik Leben in die Schaltkreise zu hauchen.
Dem iPad kann ich nichts abgewinnen, ist höchstens für Zwischendurch ganz nett, aber das kann imho auch ein Smartphone. Und als digitaler Bilderrahmen ist das Gerät definitiv zu teuer.
Laptop, Desktop, Smartphone sind für mich alles stimmige Geräte was allerdings nun an Netbooks, Subnotebooks gibts ja schon länger, und am iPad so besonders sein soll erschließt sich mir auch nach diesem netten Erfahrungsbericht nicht.
@klomax
Dito! ;-)
Auch wenn es schon echte Tablets bei anderen Science-Fiction Serien wie z.B. Stargate gab.
Heute morgen saß bei unserer Firma ein Gast in der Lobby und wartete auf seinen Termin, auf dem Ledersessel, total zusammen gekauert tippte der da krampfhaft auf seinem spiegelnden iPad rum. Sah irgendwie armselig aus. Hätte er einen Laptop gehabt, hätte er ihn auf den Tisch vor sich stellen können und entspannt an seinen Mails arbeiten können. iPad haben muss ne ziemliche Strafe sein.
Ja ich weiß geht jetzt Richtung iPhone, jedoch ist das iPad ja eh nur ein ausgerolltes iPhone.
Apple hat den Smartphone revolutioniert. Vorher gab es nur klobige Geräte mit kleinen Bildschirmen und viel zu langsamen Browsern.
Was mich jetzt an der ganzen Sache stört ist, dass fast alle Hersteller nur noch versuchen iMac, iPhone, iPad und wie sie alle heißen zu kopieren anstatt mal was Selbstständiges auf die Beine zu stellen. Vorallem Nokia und SE sollten hier mal wieder etwas Neues auf die Reihe kriegen. Auch sollten die Hersteller mal kapieren, dass die Zeit der resistiven Touchscreens vorbei ist, zumindest da, wo man nicht auf Handschuhe oder Handschriftenerkennung angewiesen ist, wobei dies durch spezielle Materialien ebenfalls möglich wäre.
Bezüglich MacOS:
- Sollte man als Mac User hoffen, dass der Marktanteil von Apple bei Computern immer gering bleibt. Sollte dieser ansteigen, dann werden MACs auch für Hacker interessant und dann ist es vorbei mit schlankem schnellen OS, welches keine Viren kennt.
Bezüglich Auspacken und loslegen. Mit iTunes auf dem MAC vorinstalliert glaub ich das schon eher. Benützt man aber Windows und hatte so ein Gerät noch nie, muss man sich diesen iTunes-Virus auch noch auf die Platte laden.
Was mich auch noch stört.
Man kauft sich ein Handy um 650€, kann damit aber nur:
- Mit dem Rechner einfache Rechnungen durchführen
- Bluetooth Headsets verbinden (keine Dateien versenden)
- SMS versenden und Telefonieren
- Im Internet surfen
Jede noch so kleine Zusatzfunktion kostet fast immer extra und ohne Installous wäre das iPhone fast schon nutzlos, denn um SMS zu verfassen und zu telefonieren tut es jedes 20€ Handy.
Bin ich eigentlich total out, wenn ich auf meinem Couchtisch nur die Fernbedienung des Fernsehers liegen habe?
Ja ich weiß geht jetzt Richtung iPhone, jedoch ist das iPad ja eh nur ein ausgerolltes iPhone.
Mit'm Teigroller drübergeknetet: So werden die Dinger also hergestellt.
@ klomax
hätten se ma lieber so ne straßenwalze genommen..wär ne schöne videowand geworden
gg
wenn das ding erst richtig dünn ist kann mans auch gut einrollen und unter den arm klemmen. Oder sogar als fernrohr benutzen, vorrausgesetzt man hat die richtigen apps . gg
ok mal weg vom Thema
Glaube wer schon nen läppi und nen gutes händy hat. braucht das ipad wirklich nicht. Ist ein neuer marketinggag. die leute die sich die schönen billigen, aber sinnlosen netbocks, angeschaft haben. sind auch geil auf so ein ipad. ...ach so schön neu....
ein "externer" handlicher tatsch...
@ klomaxhätten se ma lieber so ne straßenwalze genommen..wär ne schöne videowand geworden gg
Lass das Steve Jobs nid hören! - Es gibt für Apple in den Nischen noch viele Nischen zu entdecken.
"iRoll" und "iWall"...

Ist wahrscheinlich schon alles durch Apple patentiert worden...