Nach dem wir uns in einem ersten Teil bereits ausführlich mit dem Retina-Display und dem Prozessor beschäftigt haben, folgt nun der zweite Teil, bei dem wir uns vor allem der Temperaturentwicklung und Akku-Laufzeit widmen
Jedes neue Produkt, das Apple vorstellt, wird von einem nicht geringen Hype begleitet. Während die einen nach den Gründen suchen, warum sie das neue Stück Hardware lieben wollen, sind andere stundenlang damit beschäftigt, nach einem Fehler zu suchen, der ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zieht. Somit ist der Medienrummel, der rund um das dritte iPad veranstaltet wurde, wenig überraschend.
Doch konnte die dritte Generation der Apple-Tablets nicht alle Erwartungen erfüllen. Das iPad 2 konnte im Vergleich zu dessen Vorgänger noch damit glänzen, dass es sowohl kompakter, schmaler als auch leichter wurde und darüber hinaus auch eine höhere Leistungsfähigkeit bot. Der auf die erste iPad-Generation erhobene Preisaufschlag ließ sich also mit einer Vielzahl von Gründen rechtfertigen.

Beim dritten iPad ist die Situation eine andere. Denn anstatt weiter daran zu feilen das Pad noch "kompakter, schmaler, leichter und schneller" zu machen, liegt die Neuerung nun vor allem bei einer deutlich höher auflösenden Anzeige mit dem schönen Marketingnamen Retina Display. Diese noch über dem Full-HD-Standard liegende Auflösung wird von einem weit leistungsfähigeren Grafikprozessor begleitet, der dafür sorgt, dass das Tablet trotz der zusätzlichen Last durch die hohe Pixeldichte nicht an Leistung verliert.
Schon während eines ersten Blicks auf das iPad 3 konnten die Verbesserungen bei der Bildqualität deutlich aufgezeigt werden. Ob Kontraste, ob Farben, ob Sättigung - der Fortschritt ist mehr als deutlich.
Allerdings würde man es sich ein bisschen einfach machen, wenn man sich ausschließlich dem Display des neuen iPads widmet, hat der Hersteller bei seinem Tablet doch eine Vielzahl von Veränderungen vorgenommen, denen im Folgenden ein etwas ausführlicherer Blick gewidmet werden soll.
Bedienknöpfe und Tastenwippe
Die SIM-Kartenhalter
SIM-Karten fürs iPad
Das "neue iPad", wie es Apple nennt, kommt einem sehr bekannt vor, vor allem dann, wenn man es neben ein iPad 2 legt. Es besitzt praktisch die gleiche Größe, und auch die einzelnen Komponenten wie Schnittstellen, Kamera oder der Einschub für die Micro-SIM-Karte finden sich an den gleichen Stellen.
Selbst schon beim Gehäuse des iPad 2 unschöne Punkte wie die etwas unpraktische Docking-Schnittstelle wurde übernommen. Durch die rundliche Form lässt sich ein entsprechender Gegenpart schwerer in den Einschub bugsieren. Schnell kratzt man mit dem Stecker am Gehäuse entlang. Auch die Funktionstasten wie die Lautstärketasten oder der Knopf zum Ein- und Ausschalten des Geräts vermitteln aufgrund der rundlichen Form einen weniger schönen haptischen Eindruck.
Rückseiten im Vergleich.
Die Dicke
Doch selbst wenn das Design des dritten iPads sich kaum von dem des Vorgängers unterscheidet, dürften echte Fans nur wenig Mühe mit der Unterscheidung haben, denn die neue Variante hat etwas zugelegt: Mit einem Unterschied von knapp 8 mm ist die Bauhöhe zwar nur leicht gestiegen. Auch beim Gewicht hat das neue Apple-Tablet zugelegt, wobei gerade einmal 18 g das Modell der dritten Generation mit 4G-Modul vom Ur-iPad in der WiFi-Ausführung trennen.
Der 4G-Funkchip gehört insgesamt zu den klassischen Peinlichkeiten, die sich ein Hersteller leisten kann. Ursprünglich wurde das neue iPad auf allem Märkten weltweit damit beworben, dass der Nutzer das Internet nun noch schneller unterwegs nutzen können soll. Bei der Formulierung seiner blumigen Marketing-Texte schien Apple jedoch entgangen zu sein, dass man einen Funkchip verbaut hatte, der nur die in den USA und Kanada üblichen Frequenzen unterstützt. Noch ist unklar, ob es für den Rest der Welt noch eine modifizierte Variante geben wird, vermutlich wird 4G hierzulande aber erst mit dem nächsten iPad nutzbar sein, das in der ersten Jahreshälfte 2013 erscheinen soll. Bis dahin hat man die 4G-Variante in Deutschland aus dem Verkauf genommen.
| Spezifikationen | iPad | iPad 3G | iPad 2 | iPad 2 3G | iPad 3 | iPad 3 4G LTE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Länge | 242,8 mm | 241.2 mm | ||||
| Breite | 189,7 mm | 185,7 mm | ||||
| Höhe | 13,4 mm | 8,8 mm | 9,4 mm | |||
| Gewicht | 680 g | 730 g | 601 g | GSM: 613 g CDMA: 607 g | 652 g | 662 g |
- Das neue iPad ist schwer, beeindruckt aber mit seinem Display
- Farbraumdarstellung
- Höher Auflösungen verlangen höhere Leistungsfähigkeit
- Was vom Akku zu erwarten ist
- Hat das iPad Hitzeprobleme auf der Rückseite?
- Spürbare Wärme: Oberflächentemperatur beim Spielen
- Ein Blick durch aufs iPad 3 durch die Wärmebildkamera
- Der HDMI-Output enttäuscht; die Qualität der Kamera beeindruckt
- Das neue iPad macht es der Konkurrenz wieder schwer
Kommt nicht ganz hin
Joda? Bist dus?
Ansonsten finde ich über 40Wh für ein Tablet schon echt beeindruckend. Ich mein, in ein Netbook sollte dann doch locker ein 85Wh Akku passen! Das wären mal Akkulaufzeiten... *träum*
Aber das man genauso lange laden muss, wie man danach im Inet surfen kann, finde ich schon eher schwach. Ich müsste vermutlich längere Zeit mit dem Display verbringen, um mich von der Notwendigkeit zu überzeugen, aber bisher finde ich solche Auflösungen bei unter 10" ... Marketing
Die Anzahl Pixel hat sich nicht verdoppelt, sondern vervierfacht (Verdopplung wäre nur 2048x768 bzw. 1024x1536)!!! Somit wäre ein Verdopplung der Grafikleistung nur schlechter, es Bedarf einer Vervierfachung der Rechenleistung um (theoretisch) gleichzuziehen.
Das sich das genauso anfühlt liegt nur an den vielen Tricksereien, die da gemacht werden (First Rendering bei niedriger Auflösung etc.). So ein SoC ist bei weitem nicht fähig, diese Auflösung nativ flüssig zu rendern, aber dafür gibts ja Tricks, die kaum einer bemerkt... .
ymmd ^^