Das iPad als Monitor – vier Apps vorgestellt

iDisplay: 3,99 Euro

Die Namensgebung iDisplay klingt fast so, als handele es sich hierbei um ein Apple-Eigengewächs. Doch natürlich ist auch das mit 3,99 Euro sehr günstige iDisplay ein Produkt unabhängiger Entwickler, in diesem Fall von Shape Services. Die amerikanischen Entwickler haben in der Apple-Fangemeinde bereits mit dem All-in-One-Messenger IM+ großen Anklang gefunden. Die Monitor-Lösung iDisplay gibt es sowohl in einer Mac- als auch einer PC-Version. Genauer gesagt: Die Desktop-Anwendung, denn die iPad-App bleibt hiervon unberührt. Beide Varianten sind komplett in englischer Sprache gehalten.

iDisplay unter Windows XP

Kommen wir zuerst zur Windows-Anwendung. Bis dato unterstützt iDisplay ausschließlich Windows XP. Versionen für Windows Vista und Windows 7 sind aber laut Entwickler in Arbeit. Die Installation der Windows-Software geht schnell und unproblematisch vonstatten. Trotz des Einspielens eines neuen Grafikkarten-Treibers werden wir nach der Installation nicht zum Neustart aufgefordert. iDisplay ist sofort aktiv und klinkt sich in den Systray der Task-Leiste ein. Beim Starten der iPad-App findet diese innerhalb weniger Sekunden alle Rechner, auf denen iDisplay aktiv ist. Ein Tipp auf den entsprechenden Rechnernamen stellt die Verbindung her. Wird die iDisplay-Software nur auf einem Desktop-Rechner installiert und gestartet, dann verbindet sich das iPad künftig von selbst, sobald die App aufgerufen wird. Einstellungen zur Anordnung des Zweit-Monitors werden über den Anzeige-Eigenschaften-Dialog von Windows vorgenommen. Ein Wechsel vom Quer- ins Hochformat auf dem iPad gelingt nur durch Beenden der App, Drehen des iPads und erneutem Starten der App. Ein plötzliches Beenden von iDisplay bringt alle Fenster wieder auf den Hauptbildschirm zurück.

Das Arbeiten mit dem iPad als Zweitmonitor ist unter Windows sehr komfortabel. iDisplay fügt dem Kontextmenü der Taskleiste den Befehl „Move to iDisplay“ hinzu, sodass sich ganze Fenster per Knopfdruck auf das iPad verschieben und ebenso wieder zurückholen lassen. Die Bedienung von Anwendungen auf dem iPad ist über Maus und Tastatur möglich, wobei der Mauszeiger ruckelt und ein genaues Positionieren ein wenig Geduld erfordert. Elegant gelöst ist die Bedienung der „ausgelagerten“ Anwendungen über den iPad-Touchscreen. Tippt man mit zwei Fingern auf das Display, erscheint die virtuelle iPad-Tastatur. Mit einem langen Fingertipp lässt sich zudem ein Rechtsklick simulieren. Damit eignet sich iDisplay auch für die „Entkopplung“ des Zweit-Monitors vom Schreibtisch. Anwendungen wie Skype können so überall in Reichweite des W-LANs genutzt werden. Für Videos ist Air Display nicht geeignet. Selbst gering aufgelöste Filme ruckeln so stark, dass man die Einzelbilder sogar zählen kann. Insgesamt läuft die Anwendung stabil. Den VLC-PLayer aber konnten wir beispielsweise nicht mehr vom iPad auf den Hauptbildschirm zurückholen, ohne dass dieser ohne Vorwarnung abstürzte.

iDisplay unter Mac OS X

Im Gegensatz zur Windows-Version werden wir unter Mac OS X nach der Installation von iDisplay zu einem Neustart aufgefordert. Ansonsten unterscheidet sich die Handhabung nicht sonderlich von der Windows-Variante. Aufgrund des fehlenden „Move to iPad“ Befehls müssen Anwendungen allerdings manuell auf den Zweitmonitor verschoben werden, was jedoch sehr gut funktioniert. Überhaupt erscheint uns die Darstellung unter Mac OS X etwas flüssiger als unter Windows. Virtuelle Tastatur und Rechtsklick lassen sich ebenfalls nutzen. Einen Nachteil hat die Mac-Variante allerdings doch. Beim Beenden der App oder der Desktop-Anwendung bleiben auf das iPad verschobene Fenster verschwunden. Sie müssen also vor dem Beenden erst manuell wieder auf den Hauptbildschirm verschoben werden. Zum Deinstallieren von iDisplay und dessen Grafiktreiber liefert der Hersteller ein gesondertes Deinstallations-Programm mit.

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27 Kommentare
    Dein Kommentar
  • fuchur
    Ich hoffe, die entsprechenden Android-Apps werden auch in solcher Fülle bei THG vorgestellt, diskutiert, ausprobiert, bewertet...

    Sonst könnte man fast glauben, dass bei THG nur Apple-Fanboys arbeiten.
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  • shodan
    Zitat: "...n und auch die entsprechenden Kosten nicht scheuen."
    nächstes Zitat: "....Multimedia-Inhalte, insbesondere Videos machen auf dem iPad als Zweitmonitor keinen Spaß...."


    hmm, wenn ich dann noch im Geizhals lese:

    mini-Bildschirm Ipad: 9,7" ab 499.-
    Monitor (doppelte Diagonale): 20" ab 99.- bei großer Auswahl........

    Ich glaub, da ist jeder mit einem Zweit-Monitor besser dran...
    1
  • oXe
    @shodan
    Das ist ein App für Leute, die bereits ein iPad besitzen und
    nicht mehr wissen, wofür sie es noch einsetzen können :D
    Gibts bei Apple dann auch nen iPad-iStänder, oder wie stellt
    man das Teil sinnvoll auf?
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  • derwolf92
    Ipodium :lol:
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  • Ragamuffin
    Eine "kostengünstigere Lösung" ist bei mir was anderes.
    Wer schreibt bitte sowas in einem Satz mit dem iPad?

    Nicht jeder bekommt das Gerät als Teststellung zum "objektiven" beurteilen.
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  • chaot1974
    IStänder... rofl
    Ich schmeiß mich weg!
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  • fffcmad
    iStaender fuer nur 274€* im Mapple-Shop erhaeltlich! >> Sofort in den Einkaufskorb damit...

    Zuzueglich Maerchensteuer, Steve Jobs-Steuer und Mitgliedsbeitrag fuer eine Woche.
    (Enthaelt ein nicht kuendbares Abbonement fuer die Mitgliedschaft im Apple-Club)
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  • skylang
    Die Idee, den Monitor mit einem iPad zu erweitern ist doch mehr als schwachsinnig...

    Wenn ich meinen Monitor erweitere, dann mit einer ordentlichen Auflösung und nicht diesem 1024 x wasweisich. Neben einem 24" ist das iPad doch ein Zwerg.
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  • fffcmad
    Selbst ein kleiner Zusatzbildschirm kann sehr nuetzlich sein. Vista und Win7 bieten dafuer sogar eine entsprechende Funktion an. (Das gibts aber nur fuer bestimmte Geraete.) Das IPad-Dingens deswegen zu kaufen ist natuerlich Bullshit. Wenn man mit dem IPad nichts mehr anfangen kann -besser gesagt, das Spielzeug ist langweilig geworden- kann man es nun, anstatt es in den Schrott zu treten, (wo es eigentlich hingehoert ;) ) fuer einen nuetzlichen Zweck zweckentfremden ^^
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  • graypi
    Nur zum Vergleich: 7-Zoll-USB-Zusatzmonitore gibts ab ca. 79€
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  • Anonymous
    Ich bin beeindruckt, wie einige doch ganz genau wissen, welche Geräte brauchbar sind und welche nicht und vor allem wie beschränkt so manche Sichtweise ist ...

    Unkenntniss, Beschränktheit oder Neid & Missgunst?
    Vielleicht von allem etwas.

    Z.B. "kostengünstige Lösung" --> bezieht sich auf die Applikation und nicht auf das Gerät. ... oder ... " in den Schrott treten, wo es eigentlich hingehört" --> weshalb? Weil DU dafür keine Verwendung hast?

    Leute, jedem seine Meinung, aber wie wäre es mal mit etwas Toleranz und über den Tellerrand schauen?


    Das iPad ist ein teures Gadget, stimmt.
    Aber wer es als portables und ausdauerndes Gadget zum Medienkonsum (eBooks, Internet, Spiele, etc.) nutzt, wird auch schnell die Untershciede und Vorteile zu Netbook und Notebook erkennen (oder auch nicht, falls er es eh nicht erkennen will!).


    Aber die Erde ist flach und alles was man nicht selbst besitzt oder sich gar selbst nicht leisten kann ist eh Mist ... kennen wir ja!
    -2
  • fffcmad
    Oh ha, jetzt kommt Jemand der wirklich Ahnung hat! Alle in Deckung ^^
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  • Anonymous
    Typisches Null-Niveau-Gerede, Danke fürs Gespräch.

    Es geht nicht um Ahnung oder nicht, es geht um die jeweiligen Anforderungen, die JEDER individuell für sich bestimmen muss (oder es zumindest können sollte).

    Ich würde das iPad niemals als Ersatz für einen PC, ein Netbook oder Notebook, einen Monitor ... oder einen was weiss ich was sehen, sondern als Ergänzung.
    Für den einen ist ein leicht handhabbares und ausdauerndes Gerät für Internet, Mails, eBooks und was auch immer eine Erleichterung und eine sinnvolle Bereicherung, für den anderen ein überflüssiges Gadget.

    Auch wenn Apple-User allgemein gern als Technik-Nullwisser abgeurteilt werden.
    Viele kennen die Einschränkungen und was das Gerät kann und was nicht und entscheiden sich dann für oder gegen den Kauf.

    Und wenn es einige nur als "lässiges" Statussymbol haben oder als "kurzlebige" Technikspielerei, was solls.


    Für "Fachleute" wie Dich, die genau wissen "für sie ist das Teil nichts und daher ist es für niemanden etwas", trifft wohl keine Aussage zu.
    Deshalb werden haarsträubende Vergleiche herangezogen und alles was man selbst nicht braucht oder zumindest nicht beitzt als Schrott abgewertet.
    Gratulation zur "Beschränktheit", mein Respekt ist Dir sicher ...

    Aber Du willst halt auch mal lustig sein und/oder Aufmerksamkeit, da habe ich vollstes Verständnis und bin nicht nachtragend.
    Aber ich lese kaum Fakten sondern nur Bashing. Weshalb?

    ... nur MEINE Meinung und nicht alles sooooo ernst nehmen.
    -1
  • fffcmad
    Es tut mir wirklich Leid, aber wnen ich Apfel-Produkte sehe und die Leute, die sich den Schund auch noch kaufen, wird mir uebel. Mir kann keiner erzaehlen, das Apple in irgendeinem Punkt besser da steht als die Konkurrenz.
    Es sind Spielzeuge, die man sich gerne, wie du sagst kaufen kannst. Schrott bleibt jedoch trotzdem Schrott. Das faengt bei verdongleter und billiger Technik an und hoert bei den Wucherpreisen wieder auf.
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  • walati
    Ich find die Apps ganz praktisch. So kann man ganz bequem z. bsp itunes auf das iPad ziehen und braucht nicht den Fernseher anlassen. Ich hab nen macmini in der Anbauwand als mediacenter. Geht mit VNC sicherlich auch ganz gut, aber da hat man keinen erweiterten Desktop.

    Vor 10 Jahren hab ich auch noch PCs zusammengeschraubt, aber vor 3 Jahren hab ich mir ein MacBook gekauft und seitdem ist noch ein iPhone 2g, 3GS und ein macmini dazugekommen. Windows 7 hab ich auch auf einen Dell M70 als Server am Laufen.

    Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, welche Produkte für ihn am besten sind, ohne dauernd gesagt zu bekommen, dass apple oder andere Sachen überteuert und Schrott sind.

    BTW: ich schreib grad mit'n iPad ausm Urlaub in Dänemark. Reicht völlig aus zum Surfen und Fotos gucken, importieren von der DSLR.
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  • mac4ever@guest
    Es macht richtig Spaß, dies hier auf dem iPad zu lesen: den interessanten Artikel und den Kommentarschrott der versammelten Applehasser.
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  • iPadFindIchGut@guest
    Meine Fresse, sind hier Spinner unterwegs... ich bewege mich übrigens mal ganz gerne durch den Raum und steuere meine sündhaft teure Kamera, die zwar (noch) per Kabel an einem Mac (was sonst?) hängt, die Steuerungssoftware, die drahtlos auf dem zweiten Monitor (ein iPad 2) abgebildet und bedient werden kann, macht's möglich. Ja, ja, man kann natürlich für 99,- EUR einen 20" Monitor mit entsprechendem Verlängerungskabel mit sich herumschleppen... ist mir nur irgendwie - ähmm... sagen wir, zu unhandlich. Deshalb nutze ich mein (ohnehin vorhandenes) iPad.
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  • Atrix
    Sind die Apps so langweilig dass du hier nach-ähmm.....sagen wir mal 7 Monaten so ein Schrott reinschreiben mußt.
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  • sindhierNeider?@guest
    Für mich liest sich hier so der eine oder andere Kommentar als Neid auf die Leute, die 'nenne Apfel haben und nicht zugeben können, dass sie auch gern das eine oder andere Obst-Gerät hätten. Wenn ihr mit euern Geräten vollauf zufrieden wärt, würde euch Apple gar nicht soooo sehr interessieren! PUNKT.
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  • fffcmad
    Hahaha, alter Leichenschaender. Glaubst du doch selbst nicht! Wenn ich so etwas haben wollte wuerd ich es mir kaufen.
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