Apple iPad Pro: Großer Bildschirm und Tasten fürs Business

Über ein iPad Pro wird schon lange spekuliert, doch bisher blieb es bei Gerüchten. Nun hat  der Hersteller, der insgesamt Unternehmenskunden stärker ansprechen will, ernst gemacht und den Flachrechner mit einem großen Display vorgestellt.

Das neue Apple-Tablet wartet mit einer Diagonale von 12,9 Zoll auf und löst mit mehr als 5,6 Millionen Pixeln feiner auf als das Macbook Air mit Retina-Display. Im Inneren sitzt Apples neue A9X-Prozessor, der mit einem 64 Bit breiten Befehlssatz aufwartet und die Speicherbandbreite im Vergleich zum Vorgänger A8X verdoppeln soll. Auch die Speicher-Performance selbst soll verdoppelt worden sein. 

Daneben will der Hersteller Business-User mit der zugehörigen Peripherie überzeugen. Erstmals wird eine Schutzhülle ausgeliefert, die mit einer Tastatur aufwartet - und etwas an Microsofts Surface erinnert. Auch ein Stift - Apple Pencil genannt - steht zur Verfügung, der mit einer ausgefeilten Sensorik intuitiver beim Arbeiten funktionieren soll als andere Modelle und etwa bei stärkerem Druck die Stärke der Spitze verändern.

Leider kann dieser Stift nicht im Tablet seibst untergebracht werden, denn mit einer Bauhöhe von lediglich 6,9 mm bietet es schlicht zu wenig Platz. Das auf schlank getrimmt Gehäuse lässt zudem zumindest Zweifel an der Haltbarkeit im harten Arbeitsalltag aufkommen.

Ein iPad war noch nie günstig - und das gilt auch für das iPad Pro. Der Stift gehört nicht zur Serienausstattung, sondern wird als Zusatz für 99 Dollar angeboten. Auch die Tastatur muss für 169 Dollar zusätzlich erworben werden, sodass einige weitere Investitionen fällig werden, um den in der günstigsten Konfiguration 799 Dollar (mit gerade mal 32 GBigabyte Speicher, wohlgemerkt) teuren Flachrechner, wirklich für den Geschäftsalltag fit zu machen. 949 Dollar werden fällig, wenn der Datenspeicher 128 GB groß sein soll, und 1079 Dollar müssen ausgegeben werden, wenn ein LTE-Modem an Bord sein soll.

Der Marktstart wird für November angekündigt.

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1 Kommentar
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  • derGhostrider
    Wie gut das Tablet sein wird, muss sich erst noch zeigen.
    Der Stift ist überfällig, wurde bisher eher abgewehrt als unnötiger Krimskrams, den man bei Apple nicht braucht, und nun nachgereicht. Leider wurde die wohl dämlichste Lösung von allen gewählt: Ein Stift, der einen integrierten Akku braucht und über BlueTooth kommuniziert.
    Was soll denn bitte soetwas? Wacom hat seit Jahrzehnten batterielose Stifte, die hervorragend funktionieren. Es war immer ein deutliches Anzeichen von "Billig-Konkurrenz", wenn bei den Graphics Tablets (Medion o.ä.), die auf den Markt geschmissen wurden, die Stifte mit Batterien versorgt werden mussten. Die Stifte waren unnötig schwer, teilweise fürchterlich voluminös und die Batterien oder Akkus waren immer zu ungünstigen Zeitpunkten leer.
    Es geht ohne Batterie. Es geht auch wunderbar ohne Bluetooth.
    Das klingt alles so, als wenn ein fetter fauler Sack, der bei "drahtlos" automatisch an nichts anderen als Bluetooth denken kann, das Hardware Design verantwortet hätte.

    Der Rest der Hardware mag exzellent sein, aber beim Stift, der auch noch dreiste 99 Ocken Aufpreis kostet, wurde der dümmste Ranz umgesetzt. Da hilft auch keine Schnelladefunktion über den Blitzableiter (Thunderbolt... achne, "Lightning" heißt der integrierte Anschluss...).

    Pro: Es gibt endlich einen Stift für die Eingabe, was vieles ergonomischer macht
    Contra: Das möchte ich über ein Bild aussagen: http://goo.gl/6b8HIX
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