Apple: iPhone 6 Plus kostet in der Herstellung 242 Dollar

Beim iPhone ist es schon fast zu einer Tradition geworden, dass bereits wenige Tage nach der Vorstellung der aktuellen Generation Analysten versuchen den Herstellungspreis auf der Basis der Summe der Einzelteile zu schätzen.

TechInsight kommt dabei für das iPhone 6 auf Produktionskosten in Höhe von 227 Dollar, wobei davon 11 Dollar auf die Arbeitskosten der Angestellten entfallen. Bei den Bauteilen ist der 4,7"-Bildschirm mit 41,50 Dollar das teuerste, an zweiter Stelle liegt der Prozessor, der mit 37 Dollar geschätzt wird. Der Fotosensor wird mit einem Einzelpreis 16,50 Dollar veranschlagt. Der Arbeitsspeicher kostet fünf Dollar, der 16 GB große Flashspeicher dürfte mit neun Dollar zu Buche schlagen. Hinzukommen sechs Dollar für "diverse Bauteile" sowie 34,50 Dollar für "andere".

Noch größer sind die Gewinne die Apple mit dem iPhone 6 Plus einfährt, das 100 Euro teurer ist, in der Herstellung allerdings nur 15 Dollar mehr kostet. Die Mehrkosten sind in erster Linie dem Full-HD-Display geschuldet, das mit 51 Dollar geschätzt wird. Außerdem ist der größere Akku sechs Dollar teurer als in der kleinen Variante und für den Bildstabilisator wird mit einem zusätzlichen Dollar gerechnet.

Die Schätzung der Herstellungskosten ist allerdings verhältnismäßig grob. Schon die Kosten der Einzelteile können in den Abnahmeverträgen Apples geringer sein, zudem sind weitere Kosten etwa für die Entwicklung, Marketing und Vertrieb außer Acht gelassen worden. Dennoch dürften auch die beiden neuen iPhones einmal mehr dazu führen, dass Apple Milliarden-Summen in Steueroasen parken muss, um sich später darüber zu beschweren, dass man keine Weg gefunden habe, um sie steuerfrei in die USA zurück zu transferieren.

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11 Kommentare
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  • quixx
    242$ ist schon fast ein "Nachgeben" im Preis, bei den Vorgängern war die reine Marge prozentual noch höher.

    Wenn's schee macht,...
    0
  • Big-K
    Scheinbar sind Telefone für viele noch so hip um sich so abkassieren zu lassen. Würde z.b. der vag Konzern nen Golf für 100.000 anbieten wäre morgen der Insolvenzverwalter da.
    Aber wenn keiner das Gefühl hat beschissen worden zu sein solls mir recht sein.
    So funktioniert der cash flow eben heute dir superreichen freuen sich über die Rendite.
    "Nützliche Idioten" wie Lenin sagen würde.
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  • Rattenmann
    Die höchsten Kosten wurden also ignoriert und ein Vergleich mit der Konkurenz mal wieder ausgelassen. SEHR sinnvoll also und SEHR aussagekräftig.

    @Big-K
    Die Gewinnmarge bei einem Golf ist deutlich höher als bei einem iPhone. Und ja, ich meine in Prozent. Also habe ich keine Ahnung worauf Du mit dem Beispiel raus willst.

    Ich habs echt langsam dicke wie auf Apple rumgehackt wird. Wenn wenigstens ein GRUND dahinter stecken würde und nicht laufend erfundene oder aus dem Zusammenhang gerissene Sachen. Es kann doch nicht sein dass so viele Leute auf diesen Hasszug aufspringen ohne mal selber nachzuforschen ob da überhaupt eine Grundlage besteht.

    Geniales Beispiel:
    "Apple verbaut veraltete Technik!"
    Tun sie nicht. Sie bauen ihre Chips selber, entwickeln sie selber und passen sie perfekt an IHR Smartphone an. Dadurch kann ein dualcore von Apple mit 1300 ghz auch mehr Leistung bringen als ein Quadcore mit 2000 ghz der Konkurenz. (siehe iPhone 5s und dessen Performance Benchmarks).

    Ist es nun veraltete Technik nur weil nicht quadcore und 3000 ghz da steht? Selbst WENN man das unbedingt so sehen will,... ist das nicht TOTAL egal wenn die Performance trotzdem deutlich besser ist? Das 5s wurde zum Release mit TABLETS verglichen, da kein Smartphone auch nur in die Nähe gekommen ist und alle Tests vernichtend ausgefallen sind.

    Nach meinem HTC one kauf ich mir wieder ein iPhone, garantiert. Optik ist halt doch nicht alles, auch wenn das HTC wirklich genial aussieht hehe ;-)
    -2