Vergleichstest: Drei schmale ITX-Gehäuse mit externen Netzteilen

ITX-taugliche SFF-Gehäuse bieten trotz ihres winzigen Formfaktors eine große funktionelle wie auch optische Bandbreite: Vom Alu-Schönling für den Wohnzimmereinsatz bis zum robusten Stahl-Winzling zur Montage an der Rückseite des Monitors ist alles dabei.

ITX-Gehäuse müssen nicht unbedingt die Gestalt voluminöser Quader einnehmen, um Hochleistungs-Prozessoren und entsprechend platzintensive Kühllösungen nebst einem ATX-, SFX- oder TFX-Netzteil beherbergen zu können. CPUs wurden in den letzten Jahren zunehmend effizienter und bieten mittlerweile auch bei vergleichsweise geringem Stromverbrauch eine ansprechende Leistung.

Zudem sind auch die integrierten Grafiklösungen stärker geworden, so dass sicher nicht jedes denkbare Einsatzszenario eine zusätzliche Grafikkarte zur Anbindung über PCI-Express erfordert. Für alltägliche und multimediale Anwendungen reichen die integrierten Lösungen meist aus und bedeuten noch einmal eine zusätzliche Stromersparnis.

Auf Basis derartiger Komponenten lassen sich somit auch sehr schlanke Systeme in entsprechenden Mini-Gehäusen konzipieren. Diese bieten in der Regel Platz für ein ITX-Mainboard samt CPU und Arbeitsspeicher, ein bis zwei Festplatten im 2,5-Zoll-Format (bei Nutzung eines entsprechenden Mainboards mit mSATA-Anschlussmöglichkeit sind noch nicht einmal diese nötig), teilweise einen Einschub für ein optisches Laufwerk im Slim-Format und meist auch Montageplätze für Zusatzlüfter.

Generell sollte übrigens bedacht werden: Ist nicht ohnehin schon eine Festplatte oder SSD im 2,5-Zoll-Format vorhanden, die hier Verwendung finden soll, sollte man besser gleich auf ein deutlich platzsparenderes Modell mit mSATA- oder M.2-Anschluss setzen, wenn das verwendete Mainboard einen entsprechenden Anschluss bietet.

Da der Strombedarf derartiger Systeme meist problemlos über den Einsatz eines externen Netzteils gedeckt werden kann, kommen hier überwiegend Modelle zwischen 60 und 120 Watt zum Einsatz. Solche Netzteile dürften den meisten Anwendern vom eigenen Notebook her bekannt sein und reduzieren den Platzbedarf des Gehäuses an sich noch einmal. Der folgende Artikel beschränkt sich ausschließlich auf Gehäuse mit externer Stromzufuhr aus dem Performance-Segment ab 90 Watt Leistung.

Ein am Aufbau eines derartigen Mini-Systems interessierter Anwender sollte sich vorab neben der optischen vor allem auch funktionelle Fragen stellen - denn der Markt bietet eine große Vielfalt und nebenbei auch eine Reihe von Möglichkeiten, um die Flexibilität der Hardware-Behausungen durch optional erhältliches Zubehör zu erhöhen:

  1. Soll es ein edler, gebürsteter Aluminium-Look für den Einsatz als Wohnzimmer-PC sein oder reicht auch eine schlichte Alternativlösung aus lackiertem Stahl? 
  2. Soll das Gehäuse horizontal oder vertikal aufgestellt werden oder gar per VESA-Halterung an der Rückseite des Monitors angebracht werden?
  3. Welche und wie viele Laufwerke sollen untergebracht werden? Wie stark muss das mitgelieferte Netzteil sein bzw. gibt es optional stärkere Modelle?

Wir haben uns drei unterschiedliche Kandidaten ins Labor geholt und vergleichen das - zumindest gemessen am Testfeld - etwas größere Inter-Tech E-I7 aus gebürstetem Aluminium mit der Möglichkeit zur Unterbringung eines optischen Slot-In-Drives sowie einer Low-Profile-Karte, das sich ebenfalls im gebürsteten Aluminiumkleid präsentierende, kleinere MS-Tech CI-70 und schließlich das Chieftecs IX-03B.

Letzteres ist im Auslieferungszustand das kleinste Gehäuse im Testfeld und besteht "nur" aus schwarz lackiertem Blech, bietet dafür aber viel Flexibilität durch Umrüstmöglichkeiten zur Vergrößerung und Erweiterung des Gehäuses und die Möglichkeit zur Montage an einer VESA-Halterung am Monitor.

Tabellarische Übersicht