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Benchmark-Ergebnisse: Sandra 2012 SP3

Intel Core i7-3770K im Test: Wie Sandy Bridge, nur etwas mehr
Von , Chris Angelini, Gerald Strömer, Marcel Binder

Sandra ist besser als der PCMark oder der 3DMark dafür geeignet, die potenzielle Performance dieser Prozessoren aufzuzeigen.

Die Sandy Bridge-E-Modelle mit ihren sechs Kernen liefern die höchsten Werte in Sandras Arithmetic-Test ab. Die leichten IPC-Verbesserungen des Ivy-Bridge-Prozessors schlagen sich in einem ebenso schmalen Vorsprung vor dem Core i7-2700K nieder, aber beide Prozessoren sind deutlich schneller als die verbleibenden drei Prozessoren.

Die Multimedia-Ergebnisse haben wir auf zwei Grafiken verteilt, da der Phenom II AVX nicht unterstützt. Bei der Integer-Performance kann AMDs FX-Prozessor glänzen, was angesichts seiner acht Kerne auch nachvollziehbar ist. Der Floating-Point-Durchsatz ist nicht ganz so überzeugend. Aber auch das kommt nicht unerwartet, wenn man bedenkt, dass sich die acht Kerne architekturbedingt nur vier Fließkomma-Einheiten teilen müssen.

Dank seiner AVX-Instruktionen überflügelt der FX mit seinen acht Kernen in der Integer-Komponente dieses Tests sogar Intels Core i7-3770K. Im Fließkomma-Bereich muss sich der AMD-Prozessor aber sogar dem Intel Core i5-2550K geschlagen geben. Seine vier Module (mit vier korrespondierenden Fließkomma-Einheiten für acht Kerne) können einfach nicht mithalten.

Ivy Bridge ist in diesem Test bei gleicher Taktfrequenz nur marginal schneller als Sandy Bridge. Die klaren Sieger sind die beiden Sandy Bridge-E-Modelle Core i7-3960X und Core i7-3930K, die dank ihren sechs Kernen mit brutaler Kraft dominieren.

Dank ihrer Hardware-Unterstützung für AES-Verschlüsselung und -Entschlüsselung können die Ivy Bridge-, Sandy Bridge- und Bulldozer-Architekturen Daten so schnell bearbeiten, wie sie angeliefert werden. Ergo skalieren die AES256-Ergebnisse entsprechend der Speicher-Bandbreite, die hier der Flaschenhals ist. SHA-Hashing ist ein deutlich langsamerer Prozess, der von den Sandy Bridge-E-Prozessoren dominiert wird.

Und hier sind die Bandbreiten-Ergebnisse, die die Resultate unseres Cryptography-Tests stützen. Ivy Bridge operiert mit der gleichen DDR3-1600-Datenrate wie Sandy Bridge und kann keine Vorteile herausholen; der Gesamtdurchsatz ist sogar etwas niedriger.

Während unseres Tests kam, es  zwischen SiSofts Adrian Silasi und unserem amerikanischen Redakteur Chris Angelini zu einer Diskussion über die Frage, wie Sandra 2012 die Taktraten von CPUs mit dynamischen Frequenzanpassungen wie Turbo Boost und Turbo Core handhabt und gewichtet. Als Reaktion darauf brachte SiSoft Sandra 2012 SP4 heraus.

Da Chris aber bereits alle Daten mit Sandra 2012 SP3 erfasst hatte, entschieden wir uns zur Nutzung des älteren Builds, dessen Ergebnisse auf den Basis- und nicht den eigentlichen Taktraten basieren. Der Grund für diese Entscheidung: Ivy Bridge und Sandy Bridge zeigen ein praktisch identisches Verhalten, was auf sehr ähnliche Cache-Latenzen schließen lässt. Zukünftig werden wir die SP4 nutzen, aber für unsere Zwecke hat auch die bisherige Version voll ausgereicht.

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