AMD verliert Prozessorenentwickler Jim Keller

AMD hat gegenüber der Seite Hexus geäußert, dass Jim Keller, aktueller Chefentwickler der AMD-Prozessoren und maßgeblich an der Entwicklung der Zen-Architektur beteiligt, den Hersteller verlassen wird, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Keller, der die Funktion bereits seit 2012 innehat, hatte schon bei der an der K7- und K8-Architektur mitgearbeitet und spielte auch bei der Konzeption der x86-64-Architektur eine entscheidende Rolle. Es folgte ein kurzes Intermezzo bei Apple, wo er an der Entwicklung des A4- und A5-SoC beteiligt war.

Der erneute Weggang wird als schwerer Rückschlag für AMD gesehen, dessen kommende Summit-Ridge-Prozessoren und auch die Bristol-Ridge-APU zu einem Erfolg werden müssen. Mit den aktuellen Desktop-Prozessoren kann der Hersteller mit dem großen Konkurrenten Intel kaum mithalten. Nun kommen erste Zweifel auf, ob der für Ende 2016 geplante Marktstart gehalten werden kann. Die bisherigen Aufgaben wird CTO Mark Papermaster übernehmen.

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5 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • moeppel
    Scheinbar wandert der gute Herr immer gleich aus, wenn sein Job getan wurde. Zen in seiner erster Generation wird dann voraussichtlich so gut/schlecht wie er hinbekommen konnte.

    Nachfolger bzw. spätere Resvisionen können dann durch aus wieder leiden ;)

    Man wird sehen. Es bleibt spannend.
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  • klomax
    @moeppel

    Richtig gefolgert:

    Der Mann ist nie länger als ein paar Jahre vor Ort und macht einfach seinen Job, und das gut.
    Anschließend sucht er sich neue Herausforderungen. - Das zieht sich durch seine Vita wie ein roter Faden durch.

    Aber einige Schlagzeilen im Netz suggerieren mal wieder Zerwürfnisse, verlustreiche Weggänge und generell schlechte Prognosen bezüglich ZEN.

    Das spielt der Glaskugelindustrie in die Hände. - Wo jemand wie Keller niemals arbeiten würde.^^
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  • derGhostrider
    Die Frage, wie UNS niemals jemand beantworten wird, ist eben: Ist er "fertig" oder "fertig"?
    "fertig"(1): Er hat Zen soweit entwickelt, wie es jetzt möglich war, er ist zufrieden und geht nun, da seine Aufgabe getan ist.
    "fertig"(2): Es läuft zwar, aber er hätte mehr Zeit gebraucht, was höheren Personen nicht gefallen hat. Darum geht er, da er unter solchen Bedingungen nicht arbeiten will (und es nicht nötig hat sich solchen Stress anzutun).

    Wir wissen es nicht. Es erscheint aber etwas früh zu sein, um Zen "komplett fertig" zu nennen. Das würde ich beim Tape-Out oder den ersten Samples akzeptieren. Sind wir nicht noch etwas weit davon entfernt?
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