Intel Joule 550x: Entwicklerkarte mit Atom-SoC

Mit dem Raspberry Pi hat die gleichnamige Stiftung ein Rechnerchen entwickelt, das mit einem vergleichsweise schlichten Prozessor aufwartete. Dieser steckte auf einem Board, das über eine Vielzahl von Schnittstellen verfügte.

Bastler aus der ganzen Welt setzen das Rechnerchen in den verschiedensten Anwendungsszenarien ein, zumal der Anschaffungspreis bis heute niedrig geblieben ist. Der Erfolg hat derartige Höhen erreicht, dass der Hersteller nun sogar die Produktion ausweiten und in Japan eine zweite Fertigung eröffnen will.

Mittlerweile finden sich aber auch eine Vielzahl von Nachahmern (unter ihnen auch Branchengrößen wie Intel und Samsung), die gleichzeitig ihre eigenen Chips unters Elektronik-bastelnde Volk bringen können, wobei das Original bisher nicht zu Fall gebracht werden konnte - auch wenn die etablierten Hersteller deutlich leistungsfähigere Systeme anbieten.

Dies gilt auch für Intels Joule 550x, ein Board, das mit einem auf der Broxton-Architektur Atom basierenden T5500 - einem Quad-Core-SoC - aufwartet. Ihm steht überdies ein drei Gigabyte großer LPDDR4-RAM zur Seite. Der Datenspeicher ist acht Gigabyte groß und auch die Schnittstellenausstattung ist auf der Höhe der Zeit: Zwei USB-Schnittstellen entsprechen dem 3.0-Standard, eine der beiden wird zudem hinter einem modischen Typ-C-Interface versteckt; dazu kommt noch ac-WLAN. Bei den Betriebssystemen kann sowohl Embedded Linux als auch Windows 10 IoT verwendet werden.

Allerdings dürfte der Kaufpreis so manchen Bastler abschrecken - Intel verlangt für das Board mit Prozessor, das ab sofort ausgeliefert wird, satte 149 Dollar. Einige amerikanische Händler lassen sich sogar das Doppelte (!) bezahlen.

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