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Fritz!web: Vorteile gegenüber Microsoft

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Warum brauche ich überhaupt eine spezielle Einwahl-Software fürs Internet, werden sich viele fragen. Schließlich ist im Windows-Betriebssystem bereits das DFÜ-Verbindungstool integriert. Der Teufel steckt im Detail. So ist es Microsoft bis heute nicht gelungen, einen wichtigen ISDN-Bug auszubügeln: Bei Microsoft funktioniert lastabhängige Kanalbündelung nicht. Jeder kann das einmal ausprobieren: Man kann an den Prozentzahlen zur Zuschaltung des zweiten ISDN-Kanals beliebig herumspielen - es geht einfach nicht. Bei Microsoft gilt manuelle Zuschaltung oder gar keine.

Die wesentlichen Vorteile des Tools Fritz!web liegen in der

lastabhängigen Zu- und Abschaltung des zweiten ISDN B-Kanals (Lastfälle individuell einstellbar), der hardware-seitigen ISDN-Datenkompression für Übertragungsraten bis 240 kBit/s, falls dies der Provider (Gegenstelle) unterstützt, der Möglichkeit von Zeitprofilen (Stichwort XXL: Sonntag automatisch kostenlos surfen, ohne sich zu kümmern) und Einwahlvorgang dauert mit Fritz!web in der Regel weniger als 1 Sekunde, bei Microsoft 3 bis 5 Sekunden.

Die Zugangsdaten lassen sich leicht einstellen. Für T-Online oder 1und1 gibt es ferner noch spezielle Masken.

Die Schwellenwerte für die lastabhängige Zuschaltung lassen sich beliebig variieren. Es ist sichergestellt, dass der zweite ISDN B-Kanal schnell wieder freigegeben wird, wenn man ihn nicht mehr benötigt. Bei Kanalbündelung verdoppelt sich die die Bandbreite. Daten können dann schneller downgeloadet werden.

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Einige Internet-by-Call-Provider locken zwar mit niedrigen Minutenpreisen, verlangen jedoch hohe Einmalgebühren, die bei jeder Einwahl anfallen. Wenn Kanalbündelung aktiviert ist, kann es während des Surfens zu häufigen Zu- und Abwahlvorgängen des zweiten B-Kanals kommen. Hat man einen Provider mit hohen Einwahlgebühren, kann schnell ein hoher Betrag zusammenkommen. Wir empfehlen deshalb für den Fall der Kanalbündelung: lieber einen Internet-Provider ohne Einwahlgebühren aussuchen, dann eher erhöhte Minutenpreise in Kauf nehmen.

Zur eigenen Kostenkontrolle: Zählereinstellungen für Zeiten oder Datenmengen

Zu guter Letzt möchten wir über einen Bug berichten, der uns beim Testen aufgefallen ist. Benutzt man als Email-Client MS Outlook, der mit Exchange zusammenarbeitet, dann kann man sich unter Umständen nicht am Exchange-Server einloggen. Alle restlichen Internet-Funktionen wie HTTP, FTP, Telnet, POP3 und SMTP funktionieren hingegen schon. Der Fehler tritt dann auf, wenn man sich über Fritz!web in Exchange einloggen will und Exchange auch über einen Webaccess verfügt. Abhilfe schafft nur die klassische Microsoft Internetverbindung. AVM erklärt sich dies über die umfangreichen Filterfunktionen von Fritz!web, die die allgemeine Sicherheit erhöhen sollen. Hier ist AVM ein wenig über das Ziel hinaus geschossen, wie wir meinen.

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