Kabelloses Laden: Leeres Handy? Leg’s einfach aufs Regal!

Ende letzten Jahres hat ein bekannter schwedischer Konzern Möbel mit integrierter Ladefunktion vorgestellt - kabellos, versteht sich. Immer mehr Smartphone-Hersteller werben mit diesem Feature. Wir haben uns mal ein paar Produkte dazu angesehen.

Einstecken war gestern

Bei vielen "Heavy Smartphone-Usern" findet sich im Haushalt, im Auto, in der Sporttasche und an vielen anderen Stellen eine Vielzahl an Ladekabeln, denn die meisten Smartphones halten bei intensiver Nutzung nicht sehr lange durch. Gerade bei anspruchsvollen Anwendungen wie Spielen oder Navigation ist der Akku innerhalb weniger Stunden leer gesaugt. Das Prozedere ist dann meist immer dasselbe: Ladekabel in die Steckdose oder in den Zigarettenanzünder, Smartphone anstöpseln ... und warten. Das muss doch auch komfortabler gehen.

Nokia FatboyNokia Fatboy
In letzter Zeit werben immer mehr Hersteller mit einem Feature, das sich "kabelloses Laden" nennt. Vorreiter dürfte hier Nokia gewesen sein, spielt aber letztlich keine Rolle. Viel wichtiger ist doch, dass es funktioniert. Mittlerweile gibt es schon einige Smartphones, die das kabellose Laden ohne weiteres Zubehör wie spezielle Backcovers beherrschen ... und ein schier unüberschaubares Angebot an entsprechenden Ladestationen.

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In diesem Markt tummeln sich sowohl Markenhersteller als auch No-Names, die vor allem über den Preis kommen. So erhält man in diversen Online-Shops bereits Wireless-Lader für weniger als fünf Euro. Daneben gibt es auch Anbieter, die ihre Lader auch als Dekoartikel verstehen. Exemplarisch haben wir für uns diesen Artikel aus jedem der drei Bereiche Produkte bestellt, also vom bekannten Markenhersteller, vom Billiganbieter und vom "Designer".

fone QiStonefone QiStone

Zur Überprüfung der Funktionalität, der Ladezeiten und zur Handhabung haben wir zwei Smartphones herangezogen: Das Nokia Lumia 735 unterstützt das kabellose Laden ohne weiteres Zubehör, das Apple iPhone 6 hingegen nicht. Für letzteres nutzen wir einen kleinen Ladeadapter von Fone Salesman namens iQi Mobile. Der arbeitet natürlich mit den hauseigenen Ladern zusammen, sollte aber auch mit Drittanbieterprodukten harmonieren.

fone iQi Mobilefone iQi Mobile

Kabelloses Laden – so funktioniert's

Kabellos ist in der mobilen Kommunikation mittlerweile ja so einiges. Es gibt zahlreiche Funkstandards wie LTE, WLAN, Bluetooth, NFC oder Infrarot. All diesen Techniken gemein ist, dass sie Daten übertragen - mehr oder weniger schnell, über kleine bis große Entfernungen hinweg. Damit lässt sich Musik im ganzen Haus kabellos abspielen, Bilder und Videos vom Smartphone gelangen ohne Strippen auf den TV-Bildschirm.

Dennoch müssen Smartphone- und Tablet-Nutzer auch heute noch regelmäßig mit einem Kabel hantieren - dem Ladekabel. Und bei den im Vergleich zu klassischen Mobiltelefonen erheblich kürzeren Akkulaufzeiten ereilt dieses Schicksal viele Smartphone-Besitzer täglich. Dabei gibt es schon seit vielen Jahren eine Technologie, die das Laden eines elektrischen Gerätes ermöglicht, ohne dass dabei ein Ladekabel in das entsprechende Gerät gesteckt werden müsste: Mittels Induktion lassen sich Akkus aufladen, ohne dass ein direkter physikalischer Kontakt zwischen Ladegerät und Batterie besteht.

Viele werden das Prinzip vielleicht von ihrem Wasserkocher oder ihrer elektrischen Zahnbürste kennen. Das Ladegerät bzw. die Stromversorgung hat ihren fixen Platz im Bad oder der Küche. Bei Bedarf wird die Zahnbürste oder der Wasserkocher einfach draufgestellt – fertig. Ein moderner Induktionsherd nutzt übrigens dasselbe Prinzip. Auch hier besteht kein unmittelbarer Kontakt zwischen den Spulen im Kochfeld und dem Boden des Topfes oder der Pfanne. Denn dazwischen ist immer eine Glasscheibe.

Im Smartphone-Bereich dürfen sich Nokia und Google als Pionier im Bereich des kabellosen Ladens fühlen - zumindest dürften beide massiv zum Bekanntheitsgrad dieser Technologie beigetragen haben. Das Google Nexus 4 unterstützt den vom Wireless Power Consortium beschriebenen Qi-Standard, der auch heute klar vorherrscht. Mit Powermat und Rezence gibt es noch zwei weitere Verfahren, die bis dato aber nur eine untergeordnete Rolle im Smartphone-Sektor spielen.

Während Qi und Powermat auf induktive Kopplung setzen, basiert der Rezence-Standard auf einem resonant-magnetischen Verfahren. Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden wir uns aber auf das induktive Prinzip beschränken, da es die bis dato klar dominierende Technik ist.


Ein Standard muss stets dafür sorgen, dass die Interoperabilität zwischen Produkten verschiedener Hersteller gewährleistet ist. So müssten auch Lösungen verschiedener Marken nach dem Qi-Standard einwandfrei zusammenarbeiten. Dass dies nicht immer Fall ist, wird sich im weiteren Verlauf dieses Artikels noch zeigen.

Der Qi-Standard, dessen Name sich vom chinesischen Wort für Lebensenergie ableitet, beschreibt die drahtlose Energieübertragung mithilfe elektromagnetischer Induktion. Qi eignet sich lediglich für die Überwindung sehr geringer Distanzen.

Es gibt durchaus auch die Möglichkeit, elektrische Energie drahtlos über große Entfernungen zu übertragen, der Wirkungsgrad stürzt dabei aber sprichwörtlich ins Bodenlose. Bei den Kurzdistanzen lässt sich eine deutlich höhere Effizienz erreichen. Verluste von bis zu 50 Prozent müssen aber auch hier in Kauf genommen werden. Allerdings versprechen die namhaften Hersteller mittlerweile Wirkungsgrade von über 90 Prozent.

Der Qi-Standard beschreibt, wie der induktive Ladevorgang abzulaufen hat. Dafür müssen sich Ladestation und zu ladendes Gerät zunächst über ihre Kompatibilität zueinander verständigen. Die Ladematte sendet hierfür bei Erkennen eines Gerätes, das geladen werden soll, einen Datenstring an das Endgerät. Dieses wiederum gibt sich zu erkennen und teilt dem Ladegerät mit, wie es idealerweise geladen wird. Obendrein wird überprüft, ob das Empfangsgerät perfekt auf der Matte platziert wurde. Erst dann beginnt der Ladevorgang. Unnötiger Elektrosmog wird so wirksam verhindert.

Drauflegen, laden, fertig? Nicht immer

Kabelloses Laden – das klingt verlockend und verspricht einen deutlichen Komfortzuwachs. Aber auch hier gibt es – wie so oft im Leben – ein paar Hürden zu überwinden, bis es klappt mit dem Aufladen des Akkus ohne lästiges Kabel. Zunächst einmal benötigt man natürlich ein Smartphone, dass kabelloses Laden unterstützt ... oder entsprechendes Zubehör wie Backcover oder Adapter zum Anstecken an die Ladebuchse.

In unserem Fall haben wir zu einem Nokia Lumia 735 von Microsoft gegriffen, das bereits out-of-the-box auf das kabellose Laden vorbereitet ist. Daneben nutzen wir auch das Apple iPhone 6 als eines der meist verkauften Smartphones überhaupt. Kabelloses Laden ist bei Apple aber nach wie vor ein Fremdwort, hier müssen also Dritthersteller in die Bresche springen.

In unserem Fall übernimmt das Fone Salesman, der neben zwei Qi-Ladestationen auch einen Qi-Adapter für den Lightning-Anschluss aktueller Apple-Geräte mitgeliefert hat. Weitere zwei Ladestationen stammen von Nokia, abgerundet wird das kleine Feld von einer No-Name-Ladestation aus dem Billigsegment, die wir online für weniger als fünf Euro erworben haben.

Zunächst wollten wir wissen, ob die Produkte, die alle dem Qi-Standard entsprechen, auch einwandfrei miteinander funktionieren – also auch herstellerübergreifend. Die Antwort lautet: Ja – mit Einschränkungen. Während das Lumia 735 mit allen Ladern ohne jedes Problem harmonierte, gab es beim iPhone 6 in Verbindung mit dem Fone iQi-Adapter mit den Ladestationen von Nokia reproduzierbar Schwierigkeiten.

Sowohl beim Fatboy-Kissen als auch beim Nokia DT-903 setzte der Ladevorgang immer wieder aus, teilweise wurde er sogar abgebrochen. Auch eine Positionsveränderung des Smartphones schaffte keine Abhilfe. Eigentlich verwunderlich, denn im Zusammenspiel mit den schmucken Ladern von Fone Salesman klappte es stets einwandfrei.

Auch mit dem im Web bestellten Billiglader gab es keinerlei Interoperabilitätsprobleme – weder mit dem Lumia 735 noch mit dem Fone iQi-Adapter am Apple-Phone. Wer sich also für die Anschaffung von Qi-Produkten fürs kabellose Laden interessiert, sollte seine Wunschkomponenten am besten vor dem Kauf auf Kompatibilität prüfen.

Stets langsamer als das Kabel – mit großen Unterschieden!

Dass der induktive Ladevorgang mit Leistungsverlusten einhergehen würde, war zu erwarten und liegt in der Natur der Sache. Wie deutlich die Unterschiede aber ausgefallen sind (nicht nur im Vergleich zum Kabel), hat uns dann aber doch überrascht.

Als Richtwert haben wir zunächst die Ladezeiten mit Kabel am mitgelieferten Netzteil ermittelt. Die Telefone befanden sich dabei im Standby, der Flugmodus war aktiviert. Im Falle des Nokia Lumia 735 benötigte ein vollständiger Ladezyklus 02:16 Stunden, beim Apple iPhone stehen 01:59 Stunden im Protokoll. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, wie sich die Ladezeiten mit den verschiedenen Ladestationen verändert haben.


Nokia Lumia 735 Apple iPhone 6 mit fone iQi-Adapter
Mitgeliefertes Ladekabel/Netzteil02:16 Std.01:59 Std.
Nokia fatboy Kissen02:49 Std.instabil, wiederkehrende Abbrüche
Nokia Wireless Charger DT-90302:43 Std.instabil, wiederkehrende Abbrüche
Fone QiStone+03:23 Std.02:36 Std.
Fone WoodPuck03:07 Std.02:38 Std.
No-Name-Lader04:03 Std.03:56 Std.


Die Tabelle spricht für sich, dennoch wollen wir besonders auffällige Werte ein wenig ausführlicher dokumentieren. Am längsten dauert das Laden eindeutig mit dem Billiglader aus der No-Name-Ecke. Sowohl beim Nokia Lumia 735 als auch beim Apple iPhone 6 mit iQi-Adapter verdoppelt sich die Ladezeit im Vergleich zur Nutzung des mitgelieferten Ladekabels. Der Wirkungsgrad dürfte hier also bei unter 50 Prozent liegen.

Interessant sind aber auch andere Ergebnisse: Etwa, dass die Ladezeiten des Lumia in Zusammenspiel mit den Ladern von Fone Salesman deutlich länger ausfallen als beim iPhone 6 mit dem Adapter von Fone. Hier scheinen die Produkte aus dem eigenen Haus besser aufeinander abgestimmt zu sein. Dies würde auch die wiederum kürzeren Ladezeiten erklären, die bei einer reinen Nokia-Umgebung zu Buche stehen.

Diese Aussage kann man aufgrund unseres Praxistests zwar nicht verallgemeinern, aber zumindest lässt sich festhalten, dass Produkte von nur einem Hersteller bessere Ergebnisse erzielten, als wenn verschiedene Marken gemischt wurden.

Manche können mehr als nur Laden

Das kabellose Laden kann durchaus einen Komfortgewinn bedeuten. Zum einen muss nicht jedes Mal das Ladekabel herausgekramt werden, zum anderen werden empfindliche Steckverbindungen geschont. Dennoch benötigt man für gewöhnlich eine Steckdose und ein Kabel. Gerade beim Fatboy-Kissen, das über Nokia vertrieben wird, fällt das Netzteil sehr groß aus, sodass eine unauffällige Integration in den Wohnraum nicht so einfach ist. Da es sich zudem nicht um ein USB-Ladekabel handelt, fallen auch schlichte USB-Unterputzdosen als Alternative weg.

Bei allen anderen getesteten Ladern könnte eine solche allerdings zum Einsatz kommen, sodass auf ein zusätzliches Netzteil verzichtet werden könnte. Die beiden Lader von Fone Salesman eignen sich besonders gut als dekorative Elemente. Der QiStone+ etwa sieht so aus wie er heißt: Wie ein Stein. Als einziger von uns ausprobierter kabelloser Lader verfügt er zudem über einen integrierten Akku - damit eignet er sich auch für den mobilen Einsatz. Seinen Ladezustand kommuniziert der QiStone+ über vier grüne LEDs; eine blaue zeigt an, ob ein Smartphone geladen wird.

Übrigens: Eine optische Ladezustandsanzeige gibt es außer beim QiStone+ nur beim No-Name-Billiglader und dem Nokia DT-903. Das Fatboy-Kissen gibt gar keine entsprechende Auskunft, beim Fone WoodPuck ertönt zumindest ein akustisches Signal, sobald ein kompatibles Gerät erkannt und der Ladevorgang gestartet wird.

Die meisten Funktionen – zumindest im Zusammenspiel mit einem Windows Phone 8.1-Smartphone – offenbart der Wireless Charger DT-903 von Nokia. Per Bluetooth gekoppelt gibt die Ladeschale verschiedene Informationen optisch aus. Über eine umlaufende LED informiert der DT-903 etwa über einen kritischen Akkuzustand, eingehende und verpasste Anrufe sowie neue Nachrichten. Zudem sieht diese indirekte Beleuchtung sehr schick aus.

Fazit: Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Tatsächlich kann das allabendliche Ritual schnell nerven: Kabel rauskramen, Netzteil in die Steckdose, Kabel ins Smartphone und ... warten. Wer sein Smartphone intensiv nutzt spielt dieses Prozedere vielleicht sogar mehrmals am Tag durch - da ist der Wunsch nach mehr Komfort durchaus verständlich.

Manche aktuellen Smartphones bringen die Voraussetzungen für das kabellose Laden mittlerweile von Werk ab mit; Vorreiter waren hier Nokia und Google. Aber auch andere Hersteller wie Samsung oder Huawei haben nachgezogen. Apple indes ignoriert dieses Thema weiterhin, aber dieses  Verhalten ist man von Apple ja mittlerweile gewohnt.

Redet man heute von kabellosem Laden, spricht man fast zwangsläufig von Qi, einem entsprechenden Standard. Dieser beschreibt die Eckdaten der Technologie und soll für einwandfreie Interoperabilität zwischen Produkten unterschiedlicher Hersteller sorgen.

Wir haben uns eine Auswahl an Qi-Produkten herausgegriffen, um im Praxisalltag Erfahrungen mit der Technik des kabellosen Ladens zu sammeln. An den Komfortgewinn haben wir uns tatsächlich schnell gewöhnt. Der Wireless Charger DT-903 von Nokia hat uns dabei im Zusammenspiel mit dem Lumia 735 am meisten überzeugt. Die Benachrichtigungsfunktionen über die eingebaute LED bringen einfach einen tollen Zusatznutzen.

Leider arbeiten beide Nokia-Lader nicht einwandfrei mit dem iQi-Adapter für das Apple iPhone 6 zusammen. Aber die Fummelei mit dem Folienadapter macht auf Dauer eh keinen großen Spaß. Eigentlich schade, denn die Fone-Produkte sind optisch und funktionell sehr gelungen.

Beides gilt nicht für den No-Name-Billiglader für weniger als fünf Euro. Das Plastikteil ist absolut windig, wiegt nur ein paar Gramm ... aber es funktioniert immerhin mit beiden Telefonen. Der niedrige Wirkungsgrad ist allerdings indiskutabel.

Am Ende können wir kein fundiertes Fazit ziehen. Letztlich muss jeder selbst für sich ausprobieren, ob sein Smartphone mit dem gewünschten Lader zufriedenstellend zusammenarbeitet. Wenn ja, macht das kabellose Laden richtig Spaß.

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10 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Herrmann_1
    "Tatsächlich kann das allabendliche Ritual schnell nerven: Kabel rauskramen, Netzteil in die Steckdose, Kabel ins Smartphone und ... warten. Wer sein Smartphone intensiv nutzt spielt dieses Prozedere vielleicht sogar mehrmals am Tag durch - da ist der Wunsch nach mehr Komfort durchaus verständlich". Lustig was der Mensch so für Luxusprobleme hat:) Nur damit ich mir den Vorgang, ein Kabel in eine Schnittstelle zustecken, erspare kauf ich mir so einen Mist?? Diese Technologie bietet überhaupt keinen Vorteil gegenüber konventionellen laden und Ihr kommt noch zu dem Fazit das dies was ganz tolles sei und richtig Spass machen kann?? 10-50% Verlustleistung soll man für diesen einzigartigen Komfort in Kauf nehmen? Hey schaut mal her ich brauche länger und es kostet doppelt so viel Energie mein Handy aufzuladen aber ich muss es hier nur auf diesen Stein legen! Kein Wunder das die Menschheit untergeht!
  • alterSack66
    Ich stecke also einen Adapter ins iPhone und lade dann kabellos? Sehr sinnvoll. Wo genau liegt jetzt der Vorteil zum herkömmlichen Ladekabel?
  • derGhostrider
    Die Aufzählung, wo überall geladen wird passt meiner Meinung nach nicht zur Schlussfolgerung, dass es mit diesen Drahtlos-Ladern besser ginge:

    Wenn ich unterwegs laden muss, dann möglichst schnell und auch garantiert funktional. Im Auto, sofern es keine Ladeschale mehr gibt, ebenfalls: Kabel dran, Smartphone in irgendeine Ablage schubsen, fertig.
    Solange die Ablage nicht selbst einen solchen Ladestandard integriert hat, ist es utopisch das Ersetzen zu wollen: Kein Smartphone würde im Auto auf dem "Stone" oder dem Brett sicher liegen bleiben.
    Zudem folgende Gedanken:
    - Wieviele Lader muss man sich dann anschaffen?
    - Wieviel kosten die Lader, die akzeptabel funktionieren?


    Man bedenke, dass man ein Smartphone am Ladekabel während des Ladevorganges weiterhin benutzen kann: Bei den ganzen Platten und Kissen geht das nicht - es sei denn, dass man mit Klebeband rumpfuscht, was dann auch dämlich ist.

    Zudem hat es alterSack treffend gesagt: Irgendetwas ins Telefon stecken, damit man ohne Steckverbindung laden kann... Moment mal: Etwas einstecken, damit es ohne Einstecken geht?

    Drahtloses Laden kann in Ausnahmefällen ganz praktisch sein. Man stelle sich Schreibtische und sonstige Möbel (Couchtisch, Sideboard, Nachtschränkchen, Küchenarbeitsplatte) vor, die das ALLE integriert haben. Dazu natürlich ein Smartphone, das zu all diesen optimal kompatibel ist. Dann KÖNNTE man immer das Gerät auf die entsprechenden Stellen legen und es wäre somit ständig in der Lade-Zone.
    Das ist etwas für Design-Verrückte, die bei einem Kabel gleich durchdrehen, da es nicht zum Design-Konzept passt. Also Leute, die das Design vor die Funktion stellen.

    Drahtloses Laden finde ich nur zusätzlich sinnvoll. Ich weiß aber ehrlich nicht, wo ich dann einen drahtlosen Lade-Klotz, -Stein, etc hinstellen wollen wüde. Naja schon: Nirgendwo hin, da ich ohne klar komme und es keinen ersichtlichen Vorteil bringt. Ist ja nun nicht so, als ob die Stecker schnell kaputt gehen würden, wenn man etwas vorsichtig ist.
  • big_k
    Ich hab mein 735 seit es in DE verfügbar ist und seit dem vielleicht 5 mal mit Kabel geladen und das zumeist auch nur um "unfreiwillig" beim Daten drauf/runter schieben. Wenn man das mitgelieferte NT mit 1,5A statt 0,75A benutzt dauerts auch nicht länger.
    Ist beim Lumia eh egal weil der Akku drei Tage hält und man nur ne gute halbe Stunde täglich laden muss.
    Das hat eben den Vorteil das des Handy nicht die ganze Nacht am Ladegerät hängt.
    Ein Handy hat heute so viel unnützen Schnickschnack den ich gar nicht bräuchte aber an das Qi laden hab ich mich gewöhnt. Klar verliert man Täglich 2-3 Wh das ist dann im Jahr so viel wie nach ner guten Stunde zocken oder einmal nen LKW überholen.
  • alterSack66
    Wenn du das Schmartphone nur daheim lädts und ohne Adapter ist ja ok. Sonst eher Blödsinn.
  • big_k
    Jo richtig. Der Adapter ist wirklich etwas sinnfrei. Glaube es gibt aber auch Ladeschalen, keine Ahnung bei Apple. Ich denke es ist ne Technik die man erst vermisst wenn man sie mal hatte und dann verzichten muss, so wie elektrische Fensterheber wo vor 20 Jahren auch noch die meisten meinten "sowas brauch ich nicht" und heute gibts kaum noch Neuwagen ohne. E-Zahnbürste läd auch Induktiv und mein Rasierer zumindest über ne Ladeschale, da meckert keiner, komisch. Bei Daimler ist es schon länger im Gespräch zukünftig E-Autos per Induktion zu laden ... naja....
  • matzilein
    warum nur müßt ihr in diesem artikel ein iphone unter bringen?!? kriegt ihr dann von apple werbe geschenke?! wie schon erwähnt wurde, ist es der größte schwachsinn irgendeine fragwürdige matte mit kabel dran (welches ich wieder ans smartphone einstecken muß) zu nutzen. ich könnte wetten das steckt sich noch bescheidener ein wie das ladekabel an sich. apple kann und will es nicht also läßt man es weg - ganz einfach. von nutzen während des ladens mal ganz abgesehen. hinzukommt noch das dieses ladstation mit sicherheit ständig am stromnetzt hängt was, zumindest in meinem haushalt mit nem normalen ladekabel, nicht der fall ist. da allerdings stellt sich da die frage ob die ladestationen auch strom ziehen während sie nicht genutzt werden. wenn das gerät kann die enstprechende ladestaion dabei liegen würde - ok. extra kaufen? nein.
  • jsmjsm
    Also die ganze möchteger-Kritik in den Kommentaren ist teilweise echt lächerlich. Aber einen echten Nachteil hätte man nennen können:
    Ein ladendes Handy am Kabel kann problemlos weiter benutzt werden. Ein kabellos ladendes Handy kann icht mal eben in die Hand genommen werden, ohne den Ladevorgang zu unterbrechen. Aus logischen Gründen hätte ich mir noch ein Android-Modell im Test gewünscht.
  • samserious
    Ich finde es nicht lächerlich, den Mehrwert einer Lösung anzuzweifeln, bei der man in ein Iphone ein Kabel stöpseln muss, um es kabellos mit Verlust laden zu können.
  • derGhostrider
    @jsmjsm:
    Obwohl Du die "möchtegern Kritik in den Kommentaren" anprangerst, ist Dir nicht aufgefallen, dass ich die mögliche Verwendung des Smartphones am Kabel im Beitrag am 15. Juni (22:25:34) bereits genannt habe?
    Ich mag ja solch fundierte Aussagen ganz besonders gerne.