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Die Kabini-APU A4-5000: Mittelmäßige Performance, aber gute Effizienz

AMD Kabini: Jaguar und GCN in einer 15 W APU
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Bevor wir irgendwelche Schlussfolgerungen ziehen, sehen wir uns kurz das folgende Balkendiagramm an: Insbesondere interessieren uns die orangefarbenen Balken, die den Wirkungsgrad darstellen, also den Quotienten durchschnittlicher Rechenleistung und Stromverbrauch.

Einerseits macht die Kabini-basierte APU A4-5000 keine überragend gute Figur, wenn es darum geht, in Spielen eine hohe Bildwiederholrate zu erzielen und unsere Anwendungs-Benchmarksuite in möglichst kurzer Zeit zu durchlaufen. Die APU wird vom Pentium B960, der nur über zwei Cores verfügt, in jeder Disziplin, ausgenommen Spiele, geschlagen. Aber der orange Balken, der die Effizienz illustriert, zeigt die andere Seite der neuen APU: Obwohl Notebooks mit dem Pentium B960 recht preiswert sind, kann man von dem 35W-Prozessor fürwahr keine Rekorde bezüglich der Batterielebensdauer erwarten.

Aber wie schlägt sich der Core i3-3217U, ein Prozessor, der nur 17W verbraucht? In der Tat handelt es sich hier um einen gefährlicheren Gegner für die neue APU, und seine auf dem Chip eingebaute HD Graphics 4000-Einheit trampelt mit ihren 16 EUs so richtig über die 128 ALUs der A4 APU drüber, obwohl die Graphics Core Next Architektur von AMD keinesfalls von schlechten Eltern ist. AMD positioniert die Kabini-APU aber auch gar nicht gegen den Core i3. Aber andererseits fanden wir Notebooks mit Core i3 schon ab rund 300 Euro in Online-Läden. AMD kann es sich nicht aussuchen, gegen welche Prozessoren die Kabini-APUs auf dem Markt antreten müssen.

Zum Glück ist der Wirkungsgrad der A4-5000 APU ähnlich gut wie derselbe des Core i3-3217U. Einen gleich großen Akku vorausgesetzt, erzielt ein APU-Notebook wahrscheinlich sogar eine längere Batterielaufzeit, die mit geringerer Performance erkauft wird. Die schlechte Nachricht für AMD ist aber, dass die 17W-CPUs von Intel die Kabini-APUs in den Billignotebooksektor drängen, und das sogar schon bevor Haswell-basierte Core i3-Prozessoren und Silvermont-Atoms dieses Marktsegment von oben und von unten noch mehr in die Zange nehmen.

Um ehrlich zu sein, die Kabini-APU war nie diejenige, die uns am meisten interessiert hat. Klar, wir finden es immer toll, wenn uns AMD stromsparende Prozessoren für Tests überlässt. Aber im tiefsten Inneren hatten wir uns eine Temash-APU ersehnt. AMD sollte versuchen, OEMs von den Temash-APUs zu überzeugen und Gehäuseformen zu finden, die die Art und Weise, wie wir Computer verwenden, nachhaltig verändern. In unserem Labor liegen schon mehrere Tablets, die einen Atom Z2760 eingebaut haben.

Ja, es ist gut, wenn ein mobiles Gerät die Vollversion von Windows 8 hat, aber die mechanische Ausführung der meisten Tablets ist, offen gestanden, unter jeder Sau. Die Dinger biegen sich, verwinden sich, die Dock-Verbindungen weisen Wackelkontakte auf, und das Gehäuse ist aus billigem Plastik. So kann man keinen neuen Markt erobern. Und ja, wir würden uns wünschen, wenn auch andere Spiele als Angry Birds darauf laufen würden – allerdings ist selbst mit 15W Verlustleistung in puncto Grafik nicht viel zu reißen, insofern müssen wir wohl für die 8W-Tablets unsere Erwartungen noch weiter zurückschrauben.

Summa summarum haben die die neuen APUs von AMD wohl im Tablet-Segment die besten Chancen – auf ihrer Basis können qualitativ hochwertige Windows 8-Tablets realisiert werden, bei denen auch der Preis stimmt. Wenn man ein Android-Tablet, ein iPad mit iOS und ein Microsoft Surface mit Windows RT gegeneinander antreten lässt, schneidet die Microsoft-Variante nicht so gut ab. Aber wenn es Herstellern gelingt, ein Tablet mit echtem Windows 8 um nur 100 Euro mehr anzubieten, dann spräche das sicher viele Käufer an. Wir finden es schade, dass AMD den schönen Worten, endlich im Tablet-Bereich Fuß fassen zu wollen, keine Taten folgen lässt und uns nur einen Notebook-Computer, der in seinem Segment bereits von einer Vielzahl an Intel-Notebooks ‘erstickt’ wird, zur Verfügung gestellt hat.

Als Schlussbemerkung bedauern wir, dass weder Temash noch Kabini die Heterogenous Unified Memory Access (hUMA) – Technologie implementieren. Erst mit dieser Technologie können sich GPU und CPU den Hauptspeicher teilen, was an sich unnötiges, aber derzeit leider noch notwendiges Umkopieren einsparen wird und dadurch Latenzzeiten in den APUs deutlich reduzieren wird. Durch diese Vollintegration von CPU und GPU wird sich die SoC-Lösung von AMD auch von anderen hochintegrierten Prozessoren differenzieren können. Leider findet sich die hUMA-Technologie erst in den Kaveri-APUs, die irgendwann in der zweiten Hälfte dieses Jahres auf den Markt kommen sollen.

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  • aarfy , 3. Juni 2013 09:30
    Ich habe ja schon länger auf einen vernünftigen Test der Kabini 5000er APU gewartet, da die ja deutlich mehr Performance wie der Temash Quad verspricht (angesichts fast der doppelten TDP). Diesbezüglich bin ich sehr enttäuscht durch euren Test, AMD verschenkt viel zu viel durch die schwache GPU. Leider haben sie immer noch nicht erkannt, dass sie sich mit Intel momentan nur im Grafikbereich wirklich messen können. Wobei das Screen-Mirror Feature wirklich interessant klingt.. könnte man vielleicht mal testen ob das auch so funktioniert wie versprochen (dlna etc.)
    Verbaut ist der Temash A6-1450 übrigens schon im „Aspire V5-122P„ vielleicht bekommt ihr mal ein Exemplar zum testen. Auch wenn das Ding leider sehr schlecht implementiert ist (VIEL zu kleiner Akku), und da leider sehr viel liegen lässt. Da wäre ein Laptop mit Tabletlaufzeit zu kleinem Preis möglich gewesen.. Aber vielleicht kommt ja noch was nach.
  • Nicht ich , 3. Juni 2013 11:36
    Schau mal hier:
    http://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/2013/amd-temash-und-kabini-im-test/
  • woidviertla , 3. Juni 2013 11:37
    Dieser Artikel ist wie von tomshardware gewohnt umfangreich, kompetent und grundsätzlich auch dieses Mal seriös.
    Allerdings finde ich es ein zumindest voreilig, ja sogar ein bisschen unfair, den A4-5000 mit einem Ivy-Bridge Core-i3U zu vergleichen und zu sagen, dass er ist der selben Preisklasse liegt..
    Wenn man die Werte des bisherigen AMD E2-2000 als Richtwert hernimmt, dann ist der Intel 50-60,- € teurer. Und das ist gerade im Einsteiger-Segment ziemlich viel "Holz".
    Punkto Rechenleistung und Preis wäre wenn, dann schon der 1/3 schneller A6-5200 Kabini der aus meiner Sicht geeignetere Vergleichspartner gewesen.
    Klar ist aber auch, dass AMD und Intel beide einen guten Job bei den energiesparsamen CPUs machen und sich gegenseitig wirklich nichts schenken.
    Von Preis-Leistungsverhältnis liegen der Kabini und der Ivy-Bridge-U wohl gleich auf, wenn auch mit unterschiedlichen Gewichtungen (AMD wohl preiswerter, Intel schneller).
  • batman007 , 3. Juni 2013 22:13
    Also die Testmethode bei allen Testgeräten gleich "schwache" Ram Module zu Verbauen finde ich mehr als fraglich, das hat nichts damit zu tun dass man die Modele unter gleichen Bedienungen testet, man verfälscht teilweise die Werte völlig.
    Aber halten wir mal fest: Pentium B960 unterstützt nur bis DDR3-1333, Core i3-3217U und die Kabni A4 5000 jeweils 1600 DDR3 Ram. Also nur weil der B960 einen Speichercontroller bis 1333Mhz müssen die anderen sich nach unten Anpassen? Die Architekturen sind zudem völlig unterschiedlich und Reagieren dementsprechend. Sowohl die i3 als auch A4 Kabni sollte hier dann mit 1600 getestet werden, dann weiß man was die Architektur auch kann und es wäre fair.
    Bei CB erreicht Kabni 1.5 Pkt. im Cinebench, bei euch lediglich 1.11 Pkt., ist nur ein Beispiel, leider benutzt Ihr völlig andere Benchmarks, so dass weitere direkte Gegenüberstellung nicht möglich ist.
    Auch CB schaft es die deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger (Brazos E2000) zu Erkennen, mit gleichzeitiger Senkung der TDP.
    Eine weitere Testseite zeigt ebenso die Stärken von Kabini, diese schlägt sogar in manchen Disziplin die i5 und i7 CPU, auch wenn es die Ausnahme ist. Sorry, aber mich konnte euer Test nicht Überzeugen.
    http://techreport.com/review/24856/amd-a4-5000-kabini-apu-reviewed
  • batman007 , 3. Juni 2013 22:51
    Ein weiteres Fazit von euch"Aber wie schlägt sich der Core i3-3217U, ein Prozessor, der nur 17W verbraucht? In der Tat handelt es sich hier um einen gefährlicheren Gegner für die neue APU, und seine auf dem Chip eingebaute HD Graphics 4000-Einheit trampelt mit ihren 16 EUs so richtig über die 128 ALUs der A4 APU drüber"
    Man schaue sich Spiele Benchmarks an wo die Quadcore APU Ihre Kerne auch Ausspielen darf und schon sieht sogar die i3 CPU die Rücklichter.
    http://techreport.com/review/24856/amd-a4-5000-kabini-apu-reviewed/8
    http://techreport.com/review/24856/amd-a4-5000-kabini-apu-reviewed/7
    Man sollte schon mehr Differenzieren bei so einen Test und die Benchmarks auch etwas Streuen, und nicht nur die nehmen die nur von 2 Kernen Profitieren, das erwarte ich jedenfalls von einer Fachhardwareseite.
  • Erik Wolfgangsson , 4. Juni 2013 01:15
    Schön, daß sie es nicht versäumt haben nach jedem Diagramm darauf hinzuweisen, daß der A4 letzter ist.
    Warum muss man in der Leistungsklasse erstens CPU-fresser wie Skyrim und F1 testen, sowie Grafikfresser wie TR und Metro? Warum nicht noch Crysis3?
    Zitat :
    Die Autorennspiele von Codemaster(?) sind bekannt dafür, dass sie auch auf Billighardware laufen, und daher haben wir die drei Prozessoren im Spiel F1 2012 bei einer Auflösung von 1280x720 und geringer Detailstufe gegeneinander antreten lassen.
    Das ist falsch. F1 ist CPU-limitiert und unterstützt nur 2 Kerne, ebenso wie Skyrim.
    Zitat :
    Obwohl der Notebook(?) mit der Kabini-APU im F1 2012-Benchmark, wie besprochen, keine besonders gute Figur macht, verbraucht er dabei auch deutlich weniger Strom als die beiden Notebooks mit Intel-CPU, insbesondere wenn man den Pentium-Notebook als Vergleichsbasis heranzieht.
    Kann mir das jemand ins logische Übersetzen?
    Zitat :
    Wir waren von den ernüchternden Spiele-Benchmarkergebnissen gelinde gesagt überrascht – von Llano und Trinity hatten wir in Erinnerung, dass sich AMD-APUs durchaus für 3D-Spiele eignen.
    Achso, stimmt. Mit Brazos(dem wirklichen Vorgänger) konnte man schließlich auch schon BF3 mit 60FS spielen. Falsche Annahmen, um später enttäuscht sein zu können. Das hat nichts mit Journalismus zu tun.
    Zitat :
    AMD gibt an, dass diese Designverbesserungen zu einem Performancegewinn von 22% gegenüber Bobcat geführt haben, und zwar bei gleicher Taktrate. Jaguar erlaubt aber auch höhere Taktraten, sodass der wirkliche Performancezuwachs viel höher ausfallen sollte. Wir wollen uns aber nicht auf die Werksangaben verlassen, sondern haben das auch selbst nachgeprüft, wie auf den folgenden Seiten zu lesen ist...
    Und wo ist diese Versprochene Prüfung? Warum wird kein Brazos Notebook mitgetestet?
    Der Test ist kompletter Müll. THG hat ja in letzter Zeit ganz gute Tests abgeliefert, aber das ist Schrott hoch zehn. Die ganzen Schreibfehler ergänzen den erbärmlichen Artikel noch.
    Warum nur 1333er Ram? Und warum wird nirgends in diesem Test auf das Singelchannel Speicherinterface hingewiesen?
  • isigrim , 4. Juni 2013 07:00
    So könnt ihr dann eure guten Tests der letzten Zeit auch wieder kaputt machen, indem ihr hier sowas veröffentlicht.

    Bei Kabini, der ein Single-Channel Speicherinterface hat, einfach mal niedriger getakteten RAM zu verwenden (ihr musstet ja den verbauten 1600 Mhz extra ausbauen, oder?), erfordert schon eine Menge Ignoranz (ich unterstelle jetzt mal Unwissen, denn die Alternative wäre böse Absicht). Schon Brazos hängt ja an einem Speicherlimit, bei Kabini hat sich aber die Kernanzahl verdoppelt und die GPU hat deutlich mehr Bums.

    Sollte es Unwissen gewesen sein, dann ergänzt doch bitte einfach mal die Werte, die das Gerät mit 1600 Mhz Speicher erreicht. Dann sieht man trotzdem, was bei RAM Gleichstand an Ergebnissen rauskommt und gleichzeitig sieht man aber auch, was der vorliegende Kabini wirklich leisten kann und darum geht´s doch irgendwie oder?
  • modena , 6. Juni 2013 13:30
    Ausserdem ist Temash/Kabini ein SoC, also der Chipsatz ist auch noch im Package.
    Drum ist es logisch dass ein 15W Kabini deutlich weniger braucht als ein 17W ULV IB wo noch der Chipsatz dazukommt.
    Wenn ihr schon CPU's mit deutlich!!!! unterschiedlichen Preisen vergleichen wollt
    dann sollte wohl eher der 25W Kabini A6-5200 der Gegner eines 17W ULV IB sein.
    Dann dürfte auch der Verbrauch ausgeglichen sein. Und bitte jeweils mit 1600er Ram.
  • benkraft , 10. Juni 2013 09:04
    Danke an alle. Ich habe das kritische Feedback an unsere Kollegen in USA, von denen der Test stammte, weiter gegeben. Es soll in zukünftigen Tests berücksichtigt werden.
  • woidviertla , 15. Juni 2013 00:44
    Zitat :
    Danke an alle. Ich habe das kritische Feedback an unsere Kollegen in USA, von denen der Test stammte, weiter gegeben. Es soll in zukünftigen Tests berücksichtigt werden.


    Gibt es bei Tom's Hardware auch einen "Gefällt mir" Knopf?
    Würde Ihnen für dieses Statement gerne klicken :) 
  • batman007 , 16. Juni 2013 03:04
    Zitat :
    Zitat :
    Danke an alle. Ich habe das kritische Feedback an unsere Kollegen in USA, von denen der Test stammte, weiter gegeben. Es soll in zukünftigen Tests berücksichtigt werden.


    Gibt es bei Tom's Hardware auch einen "Gefällt mir" Knopf?
    Würde Ihnen für dieses Statement gerne klicken :) 


    Danke, normalerweise gibt es das hier. Aber die Seite von TH ist sowieso etwas komisch. Zur Zeit kann ich noch nicht mal Kommentare schicken, vielleicht ist es auch so gewollt?!? Aber kein Thema für mich, nur komische test von "Experten", da kann ich nur mit den Kopf schütteln. Lg