Intel Kaby Lake-G: Eine Vega- oder nur eine Polaris-GPU?

Steckt in Intels Kaby-Lake-G-Prozessoren "nur" eine Polaris - an Stelle einer Vega-Architektur? Unsere amerikanischen Kollegen haben im Rahmen von einigen Benchmarks festgestellt, dass die im Kaby Lake-G integrierte AMD-GPU die Rapid-Packed-Math-Funktion, die von der Vega-Architektur geboten wird, nicht unterstützt.

Rapid Packed Math ist eine Funktion, mit der sich zwei 16-Bit-Operationen in einem 32-Bit-Register zusammenfassen lassen, um die Performance zu erhöhen. Daher sollte in einem Benchmark, wie dem Sandra von Sisoftware, die Leistung höher ausfallen, wenn von FP32 auf FP16 gewechselt wird. Bei einer Polaris-GPU, bei der auf die Technologie verzichtet wird, sind die Unterschiede dementsprechend gering bzw. kaum vorhanden. Und die Kaby-Lake-G-GPU verhält sich in dem Benchmark genau so, wie man es von einer Polaris- aber nicht von einer Vega-GPU erwarten würde.

Auch an anderer Stelle sind Zweifel aufgekommen. So will PC World ebenfalls Indizien gefunden haben, dass es sich bei der in dem Intel-Prozessor verbauten GPU eigentlich um eine "Polaris 22" handelt: Während in der Vega-Architektur eine Unterstützung DirectX Feature Level 12.1 implementiert wurde, fehlt diese Funktion bei Kaby Lake-G.

Weder Intel noch AMD haben bisher umfassende Einzelheiten bekannt gegeben, bezeichnen die Grafikeinheit jedoch als eine personalisierte Vega-Lösung, die anders als eine Polaris-GPU mit HBM2-Speicher und zusätzlichen ROPs aufwartet. In jedem Fall wurden der AMD-GPU im Intel-Chip zahlreiche Funktionen gestrichen, die eigentlich zum Vega-Paket dazugehören.

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1 Kommentar
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    Dein Kommentar
  • perusecreto2
    Die PS4 Pro unterstützt aber auch trotz Polaris (GFX8) schon 2 16bit Operationen pro Takt.

    Also das ist jetzt kein Anzeichen für Vega!