Kampf um die Gunst: 4 Chipsätze für den Athlon 64 im Vergleich
Inhaltsverzeichnis
- 1. Machtkampf um Sockel 754: Athlon 64 Chipsätze von ALi, nVIDIA, SiS und VIA
- 2. ALi M1687
- 3. NVIDIA nForce3 150
- 4. SiS 755
- 5. VIA K8T800
- 6. Alle Chipsätze in der Übersicht
- 7. Testsystem
- 8. Benchmark-Ergebnisse

So langsam geht es rund im 64-Bit-Business: Mehr und mehr Chipsätze stehen zur Verfügung, so dass bis Weihnachten mit einer großen Auswahl an Hauptplatinen gerechnet werden kann. Vorreiter sind der nForce3 von NVIDIA sowie VIAs K8T800, beide sind übrigens gleichermaßen für Athlon 64 und Athlon 64 FX geeignet. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht, und so fanden sich zwei Referenzboards der taiwanschen Hersteller ALi und SiS in unserem Labor ein.
Nachdem der Athlon 64 den Speichercontroller schon beinhaltet, sollte der Chipsatz theoretisch weniger Einfluss auf die Gesamtperformance haben als bisher. Die Praxis sieht jedoch anders aus, denn der Aufbau einer Plattform für den Athlon 64 lässt sich auf zweierlei Wegen realisieren. NVIDIA baut auf eine Single-Chip-Lösung, während ALi, SiS und VIA auf das klassische Konzept bestehend aus North- und Southbridge setzen.
Dabei gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten, die beiden Chips zu verknüpfen: HyperTransport bei ALi, HyperStreaming bei SiS und V-Link bei VIA. Die Single-Chip-Lösung von NVIDIA basiert ebenfalls auf HyperTransport, da NVIDIA schließlich mit dem ersten nForce-Chipsatz Vorreiter bei der Implementierung von HyperTransport im Desktop-Segment war. Alle drei Konzepte unterscheiden sich im technischen Ansatz und der theoretischen Bandbreite, und doch entspricht die erwartete Performance nicht immer dem Testergebnis.
Neben den unterschiedlichen I/O-Architekturen gibt es weitere Aspekte, die für oder gegen Ein- beziehungsweise Zwei-Chip-Lösungen sprechen. So erlaubt die Zwei-Chip-Variante die Weiterverwendung bestehender Southbridges beziehungsweise deren gleichzeitige Verwendung für verschiedene Chipsätze.
Zwei Chips sind jedoch fast immer teurer als nur ein Baustein. Noch dazu sollten Probleme durch hohe Taktraten bei langen Signallaufzeiten mit Ein-Chip-Lösungen nicht auftreten. Abermals ist die Praxis anders, denn der nForce3 150 betreibt den HyperTransport-Kanal bei allen von uns bisher getesteten Motherboards mit nur 600 statt 800 MHz.
Letztlich unterscheiden sich die Kandidaten auch hinsichtlich der gebotenen Ausstattung. Kriterien sind hier ein Gigabit-Ethernet Interface, Serial ATA Controller, RAID-Unterstützung und das Treibermodell. Auf die Unterschiede gehen wir nun im Detail ein.
Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel am 21.01.2004 aktualisiert wurde, da die verfügbaren Chipsatz- und Grafiktreiber von NVIDIA zu teils deutlichen Leistungssteigerungen führen können.
Neueste Chipsätze News
Neueste Chipsätze Testberichte
- 17/04 – Intels Z77-Chipsatz im Test: Mehrwert durch USB 3.0 und...
- 14/09 – Exklusivtest: Core i7-3960X (Sandy Bridge-E) und die...
- 06/07 – Drei Z68-Boards bis 150 Euro von ASRock, Asus und Gigabyte im...
- 27/06 – SATA-Controller mit SSD-Caching: Highpoint RocketHybrid 1220
- 30/05 – AMDs 990FX Chipsatz ist hier: AMD und SLI wieder vereint