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Keine Einigung bei Definition des schnellen WLAN-Standards 802.11n

von - quelle: Tom's Hardware

Die Einführung des neuen schnelleren WLAN-Standards 802.11n zieht sich in die Länge. Bei einem Treffen im australischen Cairns hat sich eine Arbeitsgruppe des Standardisierungsgremiums IEEE (Institute of Electrical and Electronic Engineers)nicht auf einen Standard einigen können. Ein Vorschlag der Task Group 'n' Synchronization (TGn Sync) erreichte nicht die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit. Hinter TGn Sync stehen neben Intel unter anderem Nortel, Samsung, Sony, Qualcomm, Philips und Panasonic.

Bei dem Treffen in Cairns votierten 49 Prozent der Vertreter für TGn Sync. Einige Monate zuvor hatte TGn Sync schon 57 Prozent Unterstützung für sich verzeichnen können. Laut Beobachtern ist dieser Vorgang an sich aber nicht ungewöhnlich und gehört zum Ritual bei der Verabschiedung neuer Standards. "Wir haben das Abstimmungsergebnis erwartet", erklärte auch Intel-Manager Boyd Bangerter.

Mit 802.11n soll WLAN wesentlich schneller werden. Neben TGn Sync tritt mit WWiSE ein weiteres Konsortium an, um seinen Vorstellungen zum Durchbruch zu verhelfen. Die WWiSE (World Wide Spectrum Efficiency)-Gruppe unterstützen Industrieschwergewichte wie Broadcom, Motorola, Nokia, France Telecom, Texas Instruments und die japanische Telekomgesellschaft NTT. TGn Sync und WWiSE sind im Wesentlichen ähnlich, unterscheiden sich lediglich in Details. Beide Vorschläge basieren auf der MIMO (Multiple-Input/Multiplie-Output)-Technologie, einer Technik, die das simultane Nutzen mehrerer Sender-/Empfängerzüge zur Durchsatzsteigerung beim Datenfunk erlaubt. Durch MIMO soll die Datenübertragung wesentlich schneller werden - eine Vervierfachung der Transferdaten gegenüber den jetzigen 802.11a- und 11.g-Standards ist möglich.

Nunmehr scheint im Streit zwischen TGn Sync und WWiSE die Situation festgefahren zu sein. Keine Seite kann offensichtlich mit ausreichender Unterstützung für ihren Vorschlag rechnen. Die Konsortien setzen auf Verhandlungen: "Wir brauchen einen Dialog zwischen den beiden Lagern. Kompromiss ist immer ein Teil eines Standardisierungs-Prozesses", sagte Bangerter.

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