Kinderkopfgröße nicht ausgeschlossen: 10 Kühler im Test
Inhaltsverzeichnis
- 1. XXL-Kühler werden Pflicht
- 2. Die Testkandidaten im Detail
- 3. Gesamteindruck, Fortsetzung
- 4. Installation
- 5. Kühlleistung
- 6. Coolermaster Vortex TX
- 7. Installation
- 8. Kühlleistung
- 9. Thermaltake Big Typhoon
- 10. Installation
- 11. Kühlleistung
- 12. Thermaltake Sonic Tower
- 13. Installation
- 14. Kühlleistung
- 15. Zalman CNPS7700-Cu und CNPS7700-AlCu
- 16. Installation
- 17. Kühlleistung
- 18. NorthQ NQ-3312
- 19. Installation
- 20. Kühlleistung
- 21. NorthQ NQ-3313
- 22. Kühlleistung
- 23. Titan Vanessa L-Type
- 24. Gesamteindruck, Fortsetzung
- 25. Installation
- 26. Kühlleistung
- 27. Tuniq Tower 120
- 28. Installation
- 29. Kühlleistung
- 30. Benchmarks
- 31. Fazit

Auf der Waage liegen 843 Gramm Kühler. Und die Waage hat eine Fehlertoleranz von wenigen Gramm. Der Kühler gehört zu den neuesten Errungenschaften der Prozessortechnik. Dabei ist die Entwicklung rasant voran gegangen: Vor knapp 10 Jahren, also 1995, wog ein CPU-Kühler gerade einmal 70 Gramm inklusive Prozessor. Das macht eine Steigerung auf das 12-fache. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass das Volumen im gleichen Zeitraum auf das 50-fache zunahm? Ein Monsterkühler aus dem Jahr 2005 beansprucht zirka ein Volumen von 2,2 Litern, während 1995 0,04 Liter an Bauvolumen ausreichten. Ist das die Vorstufe vom Wahnsinn, in den die Branche steuert? Zur Erinnerung: Auf der Fläche einer Fingerkuppe muss eine Wärmeleistung von bis zu 115 Watt abgeführt werden. Dazu müssen allerdings Kühler installiert werden, die formatfüllend kaum noch ins Gehäuse passen. Sachen gibt's: Manchmal scheitert schon eine Installation, weil der Deckel nicht mehr zu geht oder Bauelemente bzw. Komponenten im Weg sind.
Doch die CPU-Hersteller wollen hoch hinaus. Mit hohen Taktraten und Dual-Core-Prozessoren steigen aber gleichzeitig die Verlustleistungen. Inzwischen wollen bis zu 130 Watt Verlustleistung im Fall des Intel Pentium 4 580 gekühlt werden. Bei 3.8 GHz kommt auch der Box-Kühler von Intel langsam an seine Grenzen. Dazu kommt, dass dieser Kühler bei so hoher Wärmeentwicklung sehr stark aufdrehen muss, hier ist konzentriertes Arbeiten kaum noch möglich.
Der Sockel LGA775 ist nun schon eine ganze Zeit auf dem Markt. Genügend Zeit für die Hersteller, effiziente und leise Kühler für diesen Sockel zu entwickeln. Zeit für uns, eine Bestandsaufnahme zu machen, welche Kühler wirklich etwas taugen. Fast alle Hersteller entwickeln die Kühler inzwischen für mehrere Sockel, so dass diese auch für die Athlon 64-Sockel 939 und 754 taugen; teilweise sind sie auch noch für Sockel A und Sockel 478 verwendbar.
Eines fällt sofort auf: Fast alle Hersteller verabschiedeten sich vom Intel-Referenzdesign. Während im letzten Kühlertest Heiße Luft: 5 P4-Kühler gegen Thermokoller noch ein Kühler dem anderen glich, ist inzwischen eine selten gesehene Vielfalt anzutreffen. Das Auge kühlt mit.
Und noch ein Trend macht sich bemerkbar: Immer größere Kühler drängen auf den Markt. Allzu oft überschreitet inzwischen die Größe das Maß der Vernunft. Neben Kompatibilitätslisten für Motherboards könnten nun auch solche für Gehäuse notwendig werden, bei einigen Kühlern stellt sich inzwischen ernsthaft die Frage, ob sich der Tower nach der Kühlerinstallation überhaupt noch schließen lässt.
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