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Im WLAN-Netz: Schneller, trotz größerer Entfernungen?

Testbericht Amazon Kindle Fire HD: Bücher-Tablet trifft auf starke Konkurrenz
Von , Andrew Ku

Mit einem Preis von 199 Dollar versucht Amazon seinen Nutzern ein wertiges Tablet zu liefern, das hinsichtlich der Ausstattung allerdings hinter Googles Nexus 7 zurückbleibt. Lohnt sich der Kauf dennoch?

Nutzer der Amazon-Tablets werden zahlreiche Medieninhalte aus Amazons kostenpflichtigen Aboangeboten und Videostream-Diensten abrufen. Somit ist die Leistung beim drahtlosen Netzwerkverkehr eines der wichtigen Kriterien bei der Entwicklung, was sich insgesamt positiv auf die von Amazon beabsichtigte Nutzererfahrung auswirken soll.

Dementsprechend großes Aufheben macht Amazon um die zwei WLAN-Antennen des Kinde Fire HD. Dadurch, dass Daten über beide Antennen gleichzeitig gesendet und empfangen werden können, sollte sich sowohl der Datendurchsatz als auch die Empfangsqualität bei einer größeren Entfernung vom WLAN-Router steigen.

Dies galt bei den Amazon-Tablets bisher als Flaschenhals, der nun als beseitigt angesehen werden darf. Die Übertragungsgeschwindigkeiten liegen über dem, was den meisten an Bandbreite zur Verfügung steht. Amazon selbst gibt an, dass eine Geschwindigkeit von 31 Mb/s erreicht wird.

Durchschnitllicher Datendurchsatz eines 1 GB großen Datei, 3 m entfernt von Linksys E4200

Google Nexus 7
Amazon Kindle Fire, 2. Generation
Amazon Kindle Fire HD
802.11g, 2.4 GHz
21.7 Mb/s
13.5 Mb/s
16.5 Mb/s
802.11n, 2.4 GHz
22.6 Mb/s
-
19.1 Mb/s


In unserem Testlabor können wir die von Amazon angegebenen Werte nicht bestätigen. Mit 19,1 MB/s ist das Kindle Fire HD nur wenig langsamer als das Google Nexus 7, wenn es in einem 802.11n-Netzwerk verwendet wird, auch wenn Amazon viel unternommen hat, um Leistungsfähigkeit in Drahtlosnetzwerken zu verbessern. Dennoch erreicht das Kindle Fire der zweiten Generation gerade einmal eine Übertragungsgeschwindigkeit von 13,5 MB/s in einem Netz nach 802.11g-Standard.

Entfernung vor Signalabbruch bei Übertragungstest,  Linksys E4200

Google Nexus 7
Amazon Kindle Fire, 2. GenerationAmazon Kindle Fire HD
802.11g, 2.4 GHz
4,5 m
5,5 m
6,7 m
802.11n, 2.4 GHz
4,5 m-
6,7 m


Selbst wenn die MIMO-Technologie nicht durch einen deutlichen Leistungszuwachs auf sich aufmerksam macht, beeinflusst sie aber noch eine Reihe anderer Variablen. Gerade wenn es um die zunehmende Entfernung zu einem Access Point geht, in unserem Fall ein Linksys E4200, sollten die Vorteile bei den Kindle-Tablets liegen. Um das zu testen, starteten wir eine Dateiübertragung und liefen langsam vom Access Point weg.

Als Hürden dienten neben der eigentlichen, wachsenden Entfernung eine Reihe von Innenwänden, wobei die erste schon nach einem Abstand von 90 cm zum Router erreicht wurde. Die zweite Innenwand mussten wir nach etwa 215 cm passieren. Noch bevor wir die erste Außenwand hinter uns lassen konnten, riss die Datenübertagung bei unserem Nexus 7 bereits bei einem Abstand von etwa 335 cm ab. Beim Kindle Fire war nach 490 cm und drei dazwischen liegendenden Wänden Schluss; das Kindle Fire HD kam sogar auf knapp 610 cm.

Auch wenn sich die Amazon-Behauptungen hinsichtlich der Drahtlos-Leistungsfähigkeit nicht ganz bestätigen lassen, ist diese insgesamt doch überzeugend. Dank der Zwei-Antennen-Konfiguration kann vor allem das Kindle Fire HD punkten, wenn es darum geht größere Entfernungen bis zum nächsten Access Point zu überbrücken.

2 Kommentare anzeigen.
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  • Brat , 6. November 2012 10:50
    also fassen wir das mal zusammen: tablet = nutzlos
  • Launebaer , 7. November 2012 00:01
    letzte Seite - fazit - Satz doppelt:

    Dabei reicht die Kritik über die CPU oder GPU hinaus. Zwar verbessert Amazon die Qualität der WLAN-Verbindungen deutlich, allerdings nur beim Kindle Fire HD. Die zweite Generation des Kindle Fire ist nach wie vor etwas langsamer als das Nexus-7-Tablet. Dabei reicht die Kritik über CPU und GPU hinaus. Die WLAN-Verbindungen zeigen sich nur beim Kindle Fire HD verbessert, das Kindle Fire der zweiten Generation ist dagegen etwas langsamer als das Nexus 7.