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Toshiba Qosmio DX730 (DX730-10K, PQQ11E-00K004GR)

Vergleichstest All-In-One-PCs von Acer und Toshiba: Zwei Mal alles in einem, bitte
Von , Achim Roos

Toshiba ist im Notebookbereich mit seinen Produktreihen Satellite, Portégé und Qosmios schon sehr breit aufgestellt und will nun auch die Lücke auf dem Desktop-Segment schließen. Dazu hat der Hersteller den All-In-One-PC Qosmio DX730 am Start, von dem es bereits seit längerer Zeit eine ähnliche Version auf dem japanischen Markt gibt. Das Qosmio DX730 soll jedoch speziell auf den europäischen Markt zugeschnitten sein.

Mit seinem 23 Zoll großen und berührungsempfindlichen Display kommt der in perlweißer Gehäusefarbe gehaltene AIO-PC zwar mit einem etwas kleineren Bilddurchmesser als der Acer-Konkurrent mit 24 Zoll, verfügt jedoch über die gleiche Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Wirklich etwas kleinere Brötchen backt der 56,1 x 43,9 x 19,0 cm in Breite, Höhe und Tiefe messende Qosmio DX730 dagegen bei der Prozessor-Ausstattung: Im Inneren des Gehäuses sitzt die Dual-Core-CPU Intel Core i5-2430M, die auf 2,4 GHz getaktet ist und über 0,5 MB L2- sowie über 3 MB L3-Cache sowie Hyper-Threading verfügt. Die Geräte der DX730-Reihe greifen maximal auf 16 GB DDR3-RAM zurück und verfügen über eine 1 TB große 3,5-Zoll-Festplatte. In unserem Testkandidat, der bei Online-Händlern rund 980 Euro kostet, sitzen 4 GB Hauptspeicher und die Western Digital WD Caviar Blue WD10EALX mit 7200 U/Min.

Dem hochauflösenden Bildschirm stellt Toshiba die Mittelklasse-Grafikkarte NVIDIA GeForce GT 540M zur Seite, die mit 1 GB RAM ausgestattet ist. Ebenso wie beim Acer Aspire Touch Z5801 markiert die Grafikkarte nicht das Nonplusultra, eignet sich aber in jedem Fall für ältere Spieletitel und die flüssige Wiedergabe von HD-Videos. Passend dazu bietet Qosmio DX730 einen HDMI-Ausgang und -Eingang und kann über letzteren beispielsweise die Bildsignale von einer Spielekonsole ausgeben. Die integrierten Stereo-Lautsprecher haben zwar besonders im Bass-Bereich dem Acer Aspire Touch Z5801 einiges voraus, doch wer eine wirklich gute Tonqualität hören will, kommt nicht um den Anschluss externer Lautsprecher herum.

Zur weiteren Kommunikation mit der Außenwelt dienen eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, WLAN nach 802.11b/g/n und Bluetooth 3.0, vier USB-2.0- und zwei USB-3.0-Ports sowie ein Multi-Kartenleser. Anders als der AIO-PC von Acer nimmt der USB-Empfänger für die drahtlose Tastatur und Maus keinen USB-Port in Beschlag, sondern kommt stattdessen in einen separaten Steckplatz unter einer Klappe auf der Gehäuserückseite. Einen Mehrwert gegenüber den Acer bietet auch das optische Laufwerk des Qosmio DX730, das neben CDs und DVDs auch Blu-ray-Medien nicht nur lesen, sondern auch schreiben kann. Im Gerät sitzt außerdem ein TV-Tuner, der DVB-T-Signale und analoges Fernsehen empfangen kann. Wir konnten die Empfangsqualität leider nicht überprüfen, da in unserm Testlabor nur digitales Kabelfernsehen und Satelliten-TV zur Auswahl stand.

Im Lieferumfang befinden sich auch eine Funk-Tastatur und -Maus, wobei wir mit ersterer nicht ganz glücklich waren. Wenn große Hände versuchen, auf dem kleinen Keyboard mit den eng beieinanderliegenden Tasten zu tippen, besteht die Gefahr, dass sie unabsichtlich und des öfteren mehrere Tasten gleichzeitig drücken. Mit der Fernbedienung durchlebten wir dagegen keine haptisch bangen Augenblicke, wenngleich die Tasten im unteren Bereich doch ein wenig nah zusammengedrängt stehen. Ein Sonderlob verdient sich der Toshiba Qosmio DX730 für sein sehr leises Betriebsgeräusch. Das Laufgeräusch der internen Festplatte nimmt man nur bei genauem Hinhören wahr.

Hinsichtlich der Erweiterbarkeit gibt sich der Toshiba Qosmio DX730 ähnlich unzugänglich wie der Acer. Im Handbuch steht immerhin eine kurze Beschreibung zur Demontage der rückseitigen Gehäuseklappe, doch auf mehr Entgegenkommen kann man nicht zählen: Während einzig die RAM-Riegel frei zugänglich sind, blieben alle anderen Komponenten des AIO-PCs unter weiteren Abdeckungen verborgen.

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