Einzeltest Lenovo IdeaCentre B320: Vernünftiges und erschwingliches Arbeitstier

Lenovo IdeaCentre B320: Ausstattung und Lieferumfang

Mit den Abmessungen der bereits getesteten AIO-PCs von Acer und Toshiba kann das Lenovo IdeaCentre B320 nicht mithalten und muss sich deshalb beim Größencheck hinten anstellen. Statt eines wie bei der Konkurrenz üblichen 23 oder 24 Zoll großen Displays verfügt das Gerät lediglich über einen 21,5-Zoll-Bildschirm, den der Hersteller zudem ohne Touchscreen-Funktionalität ausliefert. Dennoch bringt der Lenovo die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten auf seine Mattscheibe, die darüber hinaus entspiegelt ist und damit störende Reflexionen ausschließt. Eine Webcam gehört ebenfalls zur Ausstattung des 620-Euro-Rechners.

Soll das IdeaCentre B320 vorrangig als Arbeitstier dienen, passen neben dem Display auch die inneren Werte. Die auf auf 3,1 GHz getaktete und mit Hyperthreading ausgestattete Dual-Core-CPU Intel Core i3-2100 (0,5 MB L2-Cache, 3 MB L3-Cache) des Lenovo reicht in Kombination mit 1 x 4 GB DDR3-1333-RAM für alltägliche PC-Aufgaben völlig aus. In die bisher genannte Ausstattung fügt sich die Grafikkarte des Lenovo nahtlos ein: Die AMD Radeon HD 6450A (1 GB RAM) eignet sich weniger für topaktuelle Spiele als vielmehr für sämtliche Aufgaben rund um Office- und Multimedia-Anwendungen.

In puncto Geräuschkulisse macht sich einzig die mit 7.200 U/Min rotierende, 1 TB große 3,5-Zoll-Festplatte Hitachi Deskstar 7K1000.C (HDS721010CLA332) bemerkbar, ansonsten läuft der Rechner durchweg leise. Zudem gibt der AIO-PC auch hinsichtlich der Leistungsaufnahme eine gute Figur ab, denn unter Volllast zieht das IdeaCentre B320 höchstens 100 Watt aus der Steckdose, im Leerlauf sind es moderate 64 Watt.

Bei den Anschlüssen bietet der Lenovo-Rechner allenfalls Schonkost, denn es gibt weder Ein- und -Ausgänge für Videosignale noch schnelle PC-Schnittstellen wie USB 3.0 oder eSATA. Nicht gespart wurde dagegen an den USB-2.0-Anschlüssen, die sich auf zwei Ports an der linken Gehäuseseite und vier weitere auf der Rückseite verteilen. Linkerhand sitzen auch der Kartenleser sowie die Anschlüsse für Mikrofon und Lautsprecher. Aufgrund des mäßigen, dumpfen Klangs und der quasi nicht vorhandenen Bässe raten wir ebenso wie bei den anderen getesteten AIO-PC auch beim Lenovo zu externen Lautsprechern. Auf der rechten Gehäuseseite hat Lenovo das optische Laufwerk untergebracht, das einzig und allein DVDs lesen und schreiben kann und daher bei Blu-ray-Discs die Zusammenarbeit verweigert.

Die Schnittstellen-Ausstattung wird komplettiert durch einen Gigabit-Ethernet-Anschluss, WLAN nach 802.11b/g/n, einen DVB-T-Empfänger samt Fernbedienung sowie einen Bluetooth-Anschluss für die drahtlose Maus und Tastatur. Deren Anbindung funktioniert gut, allerdings muss man sich erst daran gewöhnen, dass beide einen Augenblick benötigen, um "aufzuwachen", wenn man sie längere Zeit nicht benutzt hat. Besonders die Tastatur hat uns aufgrund ihres Druckpunktes, der stabilen Verarbeitung und der schicken Metall-Optik gut gefallen. Ein wenig Kritik in diesem Zusammenhang: Zwei LED-Leuchten des Lenovo zeigen die Aktivität der Festplatte und der Bluetooth-Geräte an. Verwendet man die mitgelieferte Tastatur und Maus, quittiert die Bluetooth-LED das mit ständigem weißen Blinken, was auf Dauer etwas stört.

Die Ausbaufähigkeit des Lenovo IdeaCentre B320 beschränkt sich klassentypisch auf wenige Komponenten, doch deren Austausch gestaltet sich sehr einfach: Die Kunststoffabdeckungen auf der Gehäuserückseite kann man einfach zur Seite schieben und so die Festplatte und den Hauptspeicher freilegen. Bei unserem Testexemplar wäre ein RAM-Upgrade besonders einfach, da nur eine der zwei Speicherbänke belegt ist.

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