Microsoft: Künstliche und menschliche Intelligenz ergänzen sich

Das Thema Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, und dass über die Grenzen bestimmter Branchen hinweg: KI ist Teil der kommenden Industrie 4.0, steuert das Auto und organisiert das alltägliche Leben. Die großen Visionen von Fabrikanten und Softwareschmieden stoßen jedoch nicht nur auf grenzenlose Euphorie, sondern lassen auch Ängste entstehen. Allerdings werden selten die Möglichkeiten und die Grenzen von Künstlicher Intelligenz aufgezeigt.

Denn es ist nicht so, dass KI die menschliche Intelligenz vollständig ablösen oder ihre Fähigkeiten in den Schatten stellen wird, wie Hon Hsiao-wuen, Chef von Microsoft Research Asia betont. Gerade die Wahrnehmung und die Kreativität sind Eigenschaften, die von Maschinen unmöglich nachgebildet werden können, die letztlich Prozesse anhand von gesammelten Daten und den daraus resultierenden Berechnungen nachahmen können: Eine Künstliche Intelligenz kann zwar ein Bild malen, benötigt dazu aber die Daten von einer großen Anzahl von Bildern.

Microsoft Research Asia hat daher fünf Stufen der Künstlichen Intelligenz entwickelt. Auf der untersten Stufe stehen Rechen- und Speicherfähigkeiten, gefolgt von verschiedenen Wahrnehmungsmöglichkeiten (visuell, akustisch). Auf der dritten Stufe werden Wahrnehmungs-, Erkenntnis-, Argumentations-, Planungs- und Entscheidungsfähigkeiten angesiedelt, die Kreativität wird auf der vierten Stufe verortet und auf Stufe fünf folgt schließlich die menschliche Intelligenz.

Zudem gesellen sich weitere Schwierigkeiten, die damit beginnen, dass in Unternehmen verschiedenste Vorstellungen kursieren, wie KI eingesetzt werden kann, welche Potentiale in der Technologie stecken und wie diese genutzt werden können. Mächtige Plattformen stehen einfachen, aber gut funktionierenden Anwendungen schnell im Weg. Und selbst die Frage, welche Daten gesammelt werden sollen und welche Schlüsse daraus gezogen werden, ist nicht beantwortet. Zudem fehlen der Branche die nötigen Fachleute, insbesondere aufgrund des wachsenden Interesses.  

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