Intel Loihi: Prozessor zur Beschleunigung künstlicher Intelligenz

Wie viele seiner Konkurrenten hat auch Intel die Künstliche Intelligenz als neues Feld für sich entdeckt, das mit speziellen Prozessoren beglückt werden soll. Nun wurde der Chiphersteller präziser: In Entwicklung befindet sich ein Test-Chip, der mit dem Namen Loihi bedacht wurde.

Der Chip mit einer dazugehörigen Software soll die grundlegenden Prozesse des Lernens im menschlichen Gehirn nutzen und das Zusammenspiel von von Neuronen und Synapsen nachahmen - ein Vorgehen, auf das auch IBM bei seinem TrueNorth-Chip setzt, der aus 4096 Kernen, 256 Neuronen und 256 Synapsen zusammengestellt wird.

Intel setzt bei seinem "Versuchsballon", der in einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt wird, auf 130.000 künstliche Neuronen und 130 Millionen Synapsen. Es handelt sich also um ein Mesh-System mit einer Vielzahl von Kernen - die auch einzeln programmiert werden können - und eine große Bandbreite von verteilten, hierarchischen und periodischen neuronalen Netzwerken unterstützen.

Loihi soll Rückschlüsse aus den ihm gefütterten Informationen ziehen und die damit gewonnenen Erfahrungen auf neue Fragen anwenden können, ohne dass eine Verbindung zu einer Cloud-Infrastruktur nötig wäre. Damit soll der Chip bei entsprechenden Anwendungen eine um das 1000-fach höhere Energieeffizienz bieten als ein nicht-spezialisiertes System.

Der Prozessor wird ab 2018 ersten Universitäten und Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt, die sich im Bereich der Künstlichen Intelligenz engagieren.

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