Lacie stellt externe TB-3-Speicher mit 2, 6 & 12 Bays vor

Schon im April ließ LaCie durchblicken, dass der Spezialist für externen Speicher - eigentlich in der Apple-Welt zu Hause - Produkte für den schnellen Anschluss über Thunderbolt 3 auf den Markt bringen will. Bei der Ankündigung des LaCie Big12 sprach man damals von "Sommer" – angesichts der bis Ende September verlängerten Warmwetterphase kann man fast von "nur ein bisschen später" reden.

Denn jetzt haben die Kalifornier gleich drei Produkte mit Thunderbolt 3 angekündigt, die noch in diesem Quartal endgültig auf den Markt kommen sollen. Neben dem angekündigten Monster - einem RAID-System mit 12 Hot-Swap-fähigen Bays - soll sozusagen eine "halbe Portion" mit sechs Einschüben kommen. Gleichzeitig änderte sich der Name zu 12big und 6big.

Dazu kommt ein extrem kompaktes Laufwerk namens Bolt³. Zwei integrierte M.2-SSDs bieten nicht nur zwei Terabyte Speicherplatz, sondern sollen im Zusammenspiel mit TB 3 2800 MBit/s lesend und bis zu 2200 Mbit/s schreibend übertragen können. Damit soll das Bolt³ das derzeit schnellste externe Laufwerk für den Desktop sein – bei einer Größe von gerade mal 11,5 x 20,3 x 2,5 cm.

Mit 16,1 x 23,7 x 44,7 bzw. 22,5 cm sind 12big und 6big "etwas" größer geraten, können sie doch mit 3,5-Zoll-HDDs bestückt werden. LaCie liefert das 12big mit den Kapazitäten 48, 72, 96 oder 120 Terabyte aus, beim 6big ist der Speicher mit bis zu 24, 36, 48 und 60 Terabyte genau halb so groß.

Die beiden sind naturgemäß langsamer als das Bolt³, allerdings kommt das 12big mit bis zu 2600 bzw. 1700 MBit/s (lesend/schreibend) zumindest bei Lesevorgängen unter RAID 0 in die Nähe der SSD-Lösung. Das 6big kann da mit 1400 MBit/s in beiden Szenarien nicht mithalten. Alternativ können die beiden auch über USB 3.1 angeschlossen werden, liefern dann aber nur bis zu 400/400 MBit pro Sekunde. 

Die beiden großen Festplattentürme beherrschen die RAID-Leve 0, 1, 5, 6, 10 und 50. In ihren Aluminiumgehäusen mit Kühlfunktion arbeiten zwei bzw. vier Lüfter, um sie thermisch bei Laune zu halten.

Für das Design der drei Systeme zeichnete Neil Poulton verantwortlich, der sich damit möglichst gut den neuen MacBook Pro von Apple annähern wollte. Leider gibt es bis jetzt nur Preise in US-Dollar: Für das Bolt³ werden 1999 USD fällig, das 6big startet bei 3199 USD und das 12big bei 6399 USD.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
1 Kommentar
    Dein Kommentar
  • MyRunner
    Sollen die MBit/s hier evtl MByte/s sein?

    Weil bei der SSD Konfig werden "2800 MBit/s" angegeben, was ca 350MByte/s sind und was ja nicht wirklich ein Brueller ist. Oder sind eventuell in den Dokumenten "MiB/s" angegeben und das wurde falsch konvertiert?
    0