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Leitungen und Stecker

Lautlos und kalt! Fünf Netzteile im Test
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Das Phantom 350 entspricht bereits der ATX12V 2.01-Spezifikation und ist mit einem 24-poligen ATX-Stecker ausgerüstet. Dieser ist nicht teilbar, Kontakt zu älteren Motherboards muss daher über einen beiliegenden Adapter hergestellt werden. Ein vierpoliger P4-Stecker ist ebenfalls vorhanden.

Als Anschlüsse bietet das Modell sieben 5,25"-Peripheriestecker, zwei Floppy- und ein PCIe-Konnektor. SATA-Stecker sind zwei Stück vorhanden, dies könnte in der Zukunft etwas knapp werden. Das ATX-Kabel ist ummantelt, alle anderen Leitungen sind mit Kabelbindern fixiert.

Leistung

Alle Angaben auf dem Typenschild sind in Ordnung

Auf dem Prüfstand muss das Netzteil zeigen, ob es in punkto Leistung halten kann, was das Typenschild verspricht. Es wurde klein angefangen: Der Light Load wird definiert mit 20% der Gesamtleistung, alle Spannungen liegen hier innerhalb der Toleranzen, auch nach einer Stunde liefert das Gerät noch dieselbe Leistung. Im Medium Load (50% der Gesamtleistung) ist ebenfalls alles in Ordnung: Die Spannungen stimmen und auch nach einer Stunde ist das Gerät betriebsbereit, wenn es auch mit 70°C bedenklich heiß wird.

Die 350 Watt Leistung kann das Power Supply liefern, die +3.3 Volt-Schiene bricht jedoch dabei auf 3.05 Volt ein. Damit liegt das Gerät eindeutig außerhalb der Spezifikationen, eine Spannung von 3.14 Volt wäre der Grenzwert.

Nach etwa 45 Minuten hat das Gehäuse eine Temperatur von 85°C und schaltet dann ohne Vorwarnung ab. Ein dauerhafter stabiler Betrieb mit der Maximalleistung ist bei diesem Gerät also nicht möglich.

Der Wirkungsgrad unter voller Last mit 77% ist vollkommen in Ordnung, bei halber Last sieht es mit 72% schon nicht mehr so gut aus. Mit mageren 65.5% ist der Spannungswandler im Bereich Light Load das Schlusslicht im Test.

Beim Versuch, ein zweites Testgerät mit einem richtigen Rechner zu betreiben, quittierte dieses mit einem lauten Knall und blauen Blitzen im Inneren des Gehäuses seinen Dienst. Die Komponenten des Testrechners überlebten diesen Zwischenfall unbeschadet.

Für einen Preis von 160€ ist es für die gebotene Leistung zu teuer.

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