Grundlagen GPUs: Leistungsaufnahme, Netzteilkonflikte & andere Mythen

Wer viel misst misst Mist. Diese Regel gilt, solange man sich nicht aktiv mit den Umständen und Erfordernissen auseinandersetzt und auch nicht bereit ist, viel - meist private - Zeit in deren Ergründung zu investieren. Ein ganzes Jahr ist über die Anstrengungen vergangen, eine wirklich gute Lösung zu finden. Auf diesem Weg bin ich zudem auf so manche Erkenntnis und auch auf Dinge gestoßen, die ich so nicht vermutet hätte.

Eigentlich wollte ich anfangs ja nur die Messung der Leistungsaufnahme der bei uns getesteten Grafikkarten verbessern und habe deshalb überlegt, wie man von albernen Steckdosenschätzungen mit zumindest überschaubarem Aufwand wegkommt und belastbare Ergebnisse erzielen kann.

Einfache Stromzangen, Multimeter, erste Datenlogger - immer stimmte irgend etwas nicht und es war stellenweise wirklich zum Verzweifeln, wenn jede Messung etwas anderes ergab. Irgend etwas war da also noch - nur was?

Genau an diesem Punkt will ich dann auch auf der nächsten Seite ansetzen, so dass ich dem Leser leider auch ein gewisses Maß an Theorie nicht ersparen kann. Nur ist eben genau dieses Wissen so wichtig, um zu begreifen, warum man mit einfachen Mitteln oft einfach nicht mehr weiterkommt.

Aber keine Angst, es wird weder professoral noch furztrocken - und wo es geht, habe ich viele Dinge stark vereinfacht.

Zusammen mit unseren Partnern aus der Industrie wurde dabei der Messplatz Zug um Zug systematisch um- und ausgebaut. Es wurden Setups getestet und wieder verworfen, Firmware geändert und erneut fast bei Null begonnen. Kurzum: Für eine Entwicklung, die ja auch im laufenden Betrieb erfolgen musste, war das ziemlich viel Arbeit neben der Arbeit.

Aber es hat sich wirklich gelohnt. Und wenn ich ehrlich sein soll: Geheimniskrämerei mag zwar gut fürs eigene Geschäft sein, aber Transparenz ist noch viel wichtiger. Vor allem wenn es darum geht, die veröffentlichten Messwerte in den Artikeln auch begründen zu können. Deshalb lüfte ich auch ein klein wenig "das Geheimnis", wie genau die exakten Zahlen unserer Messungen eigentlich entstehen.

Sonst glaubt einem ja am Ende auch keiner...