Von wegen unschuldiges Weiß: KFA2/Galax GTX 1070 Ti Hall of Fame im Test

Temperaturen, Taktraten, OC und Wärmebildanalyse

Übertaktung

Die Grenzen diese Karte liegen weit über denen der Mitbewerber mit ähnlichem Power Target, was natürlich auch an der bereits mehrfach erwähnten guten GPU-Qualität liegt. allerdings nützt diese allein herzlich wenig, wenn die Spannungsversorgung nichts taugt. So gesehen haben wir mit der Kombination aus beidem, gepaart mit einem fetten Kühler, endlich einmal einen schönen Idealfall der maximal möglichen Machbarkeit, wenn alle Umstände passend aufeinandertreffen.

Bei einem einstellbaren Power Target von 138% genehmigte sich die Karte reichlich 190 Watt und wurde am Ende nur über die Spannung eingebremst. Wir konnten den GPU-Takt bei maximalem Lüfter-Speed auf stabile 2152 MHz und den Speichertakt um 200 MHz anheben, was in Bezug auf die GPU mit Sicherheit eine absolute Ausnahme darstellt. Bei 100% Lüfterdrehzahlen blieb die Temperatur der GPU dabei mit ca. 53°C auch niedrig genug, um die Boost-Steps selbst bei Witcher 3 in Ultra-HD dauerhaft zu halten.

Temperaturen und Taktraten

Wir stellen zunächst die erreichten Anfangs- und Endwerte für Temperaturen und GPU-Takt (Boost) tabellarisch gegenüber:


Anfangswert
Endwert
Open Benchtable
GPU-Temperaturen
27 °C
61 °C
GPU-Takt
1911 MHz
1860 MHz
Raumtemperatur
22 °C
22 °C
Closed Case
GPU-Temperaturen
28 °C
65 °C
GPU-Takt
1911 MHz
1860 MHz
Lufttemperatur im Gehäuse
22°C
39°C
OC (Open Benchtable)
GPU-Temperaturen (ca. 2800 U/min)
25 °C
52-53 °C
GPU-Takt (nach 30 Minuten)
2165 MHz
2152 MHz
Raumtemperatur22°C
22°C

Übersichtgrafiken: Temperaturen vs. Takt

Zur besseren Veranschaulichungen jetzt noch einmal die jeweiligen Verläufe unter Betrachtung unserer Zeitschiene von jeweils insgesamt 15 Minuten für die Aufwärmzeit.

Wärmebildanalyse der Platinenrückseite

Abschließend betrachten wir noch die Wärmebildanalyse der jeweiligen Lastzustände.

Gaming und Übertaktung

Wir sehen, dass beim Gaming-Loop so ziemlich alle Bereiche ziemlich kühl bleiben, denn der Luftstrom ist ausreichend dimensioniert. Man versucht jedoch bei der GPU bei 65°C (oder drunter) zu bleiben, um möglichst nicht zu viele Boost-Steps zu verlieren.

Das betrifft auch den Einsatz im geschlossenen Gehäuse, wo wir im Schnitt auf der Platine nur um ca. 3-5 Grad höhere Temperaturen messen, wobei der Bereich unter dem Package einen Tick wärmer wird, als die GPU als solche. Trotzdem sind alle Temperaturen im tiefgrünen Bereich und mit deutlich unter 70°C an der wärmsten Stelle geradezu sibirisch.

Stresstest

Der Stresstest verschiebt die Temperaturbelastung auch etwas in Richtung Speicher und Speicher-VRM, aber alles bleibt fast so kühl wie beim Gaming-Loop.

Auch im geschlossenen Gehäuse sind es diesmal nur wenige Grad mehr an den neuralgischen Punkten, mehr nicht. Auch damit kann man noch bequem leben, denn die 70er-Marke wird nur partiell geringfügig übertroffen. Das ist wirklich gut und lässt viele Reserven offen.

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