LG Bello II: Wer wenig zahlt, kann wenig erwarten

Mit dem Bello II will LG auch für den kleinen Geldbeutel ein adäquates Angebot bieten, doch es stellt sich unterm Strich die Frage, ob es nicht besser wäre das Taschengeld noch ein paar Wochen länger zu sparen.

Smartphones sind in den Augen vieler Anwender ein Statussymbol, bei dem rationale Überlegungen hinsichtlich der Nutzung schnell vergessen werden. In den Shops der Händler glänzen die filigran gestalteten High-End-Boliden - und sollte der Vernunftgedanke doch kurz aufblitzen, kann der Blick auf eine vielfältige Mittelklasse gerichtet werden.

Allerdings werden auch hier schnell Summen von 200 bis 400 Euro aufgerufen - nicht eben wenig, wenn dem mobilen Begleiter keine großen Aufgaben zugemutet werden. Denn in den meisten Fällen werden lediglich Kommunikationsdienste vom Telefonieren bis Whatsapp ausgeführt. Und auch für die Pflege des Facebook-Accounts braucht es nicht viel Leistung.

Gerade wenn das Smartphone häufiger in Situationen genutzt wird, in denen sich Defekte schneller einstellen als im Alltag des Ottonormalbürgers, stellt sich die Frage, ob auch ein Mobilgerät vom untersten Ende der Preisskala die wesentlichen Anforderungen erfüllt, die im Alltag gestellt werden.

In einem früheren Test konnte schon das Moto E unter Beweis stellen, dass ein brauchbares Gerät nicht unbedingt teuer sein muss. Mit einem Preis von 130 Euro und einer vergleichsweise schnellen Hardware markiert es jedoch schon fast den Übergang von der Einsteiger- zur Mittelklasse.

Günstiger Preis, schlichte Hardware

Das LG Bello II ist bereits für um die 110 Euro zu haben, hält aber hinter einem schlecht aufgelösten 5-zölligen Display immerhin ein Quad-Core-Prozessor bereit. Allerdings standen die Mediatek-Chips in der Vergangenheit nicht unbedingt für hohe Geschwindigkeiten.

Auch die weitere Hardware-Ausstattung ist nicht gerade ein Feuerwerk der technischen Finessen. Schon die Speicherausstattung ist mit einem Gigabyte RAM und acht Gigabyte Datenspeicher ziemlich schmal. Die Kamera löst mit lediglich fünf Megapixeln auf, die Schnittstellen sind auch nicht alle auf der Höhe der Zeit. Zwar agiert das Bluetooth-Modul schon auf dem 4.1-Standard, beim WLAN wird jedoch nur auf der Basis der b/g/n-Spezifikationen gesurft. Für die Nutzung mobiler Netzwerke kann gar nur auf den UMTS-Standard zurückgegriffen werden, LTE unterstützt das Bello II nicht.

Android als Stock-ROM

Software-seitig erspart sich LG beim Bello II große Mühen und setzt bei dem Smartphone auf eine Basisversion von Android 5.0, die sich nur an einer Stelle von der Standardversion unterscheidet, die Google bereitstellt: Bei den Apps findet sich ein Dateimanager, der die Verwaltung der Daten erleichtern soll. Ansonsten wird das bereitgestellt, was im Ausgangspaket enthalten ist. Ein Update auf die neuere Marshmellow-Version ist allein schon aufgrund des Verkaufspreises fraglich.

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