LG G Flex 2: Gebogenes Smartphone, zweiter Anlauf

Beim G Flex 2 gibt es kein Bendgate, weil es schon gebogen ist - und mit dieser Form verspricht der Hersteller eine Reihe von Vorteilen beim Handling, die von einer leistungsstarken Hardware unterstrichen werden sollen.

Im vergangenen Jahr sorgte LG mit dem G Flex für Aufsehen. Das High-End-Smartphone sollte den Weg in die Zukunft weisen und wurde dazu erstmals mit einem flexiblen Display bestückt, das in einem leicht gebogenen Gehäuse saß. Allerdings hatte der Hersteller bei der ersten Generation noch Schwierigkeiten hinsichtlich des Displays, dass zum einen nur eine einfache HD-Auflösung bereithielt und zum anderen in vielen Fällen unter einem Fehler litt, der zu einer leicht grieseligen Darstellung der Inhalte führte.

Schnelles SoC in gebogenem Gehäuse

Mit dem Nachfolger soll nun alles anders werden. Dies zeigt sich schon äußerlich, denn das Smartphone bzw. Phablet hat von seiner formalen Mächtigkeit verloren: Die Größe des Bildschirmes wurde von sechs auf 5,5 Zoll reduziert, im Gegenzug stieg die Auflösung auf nun 1920 x 1080 Pixel.

Wie es sich für einen echten Boliden gehört sitzt hinter dem Panel mit dem Qualcomm Snapdragon 810 eines der schnellsten SoCs, die aktuell für Smartphones verfügbar sind. Als spärlich kann dagegen der 16 Gigabyte große Festspeicher angesehen werden, auch wenn die Möglichkeit einer Erweiterung mit Hilfe einer microSD-Karte besteht.

Android 5.0.1, eigene UI und Standard-Apps

Software-seitig präsentiert sich das LG-Smartphone auf aktuellem Stand. Installiert ist das Betriebssystem Android in der Version 5.0.1. Ob ein Update auf die aktuelle Version 5.1 erfolgen wird, ist unbekannt. Möglicherweise wird sich der Hersteller dieses Update sparen und gleich auf die kommende Variante setzen. In jedem Fall sollte das Smartphone noch mehr als eine Aktualisierung bekommen.

Die von LG zusätzlich installierte Software besteht aus der hauseigenen UX-Oberfläche, die bereits vom G3 bekannt ist. Unter den mitgelieferten Apps befinden sich einige praktische Anwedungen wie etwa Quick Remote, die aus dem Smartphone eine universale Fernbedienung werden lässt und erstaunlicherweise selbst mühelos mit einem in die Jahre gekommenen Pioneer-Verstärker kooperierte. 

Außerdem gibt es eine Notizfunktion (QuickMemo+) und für Office-Nutzer steht der Think-Free-Viewer bereit - hier hätten der Nutzer aber auch eine vollwertige Office-Version erwarten können, zumal Microsofts Office für Smartphones kostenlos zur Verfügung steht.

Unschön ist jedoch die Tastatur: Zwar werden die Zahlen praktisch stets oberhalb der Buchstaben präsentiert, das Schreiben durchs Swypen (über-Buchstaben-hinweg-wischen) wird jedoch nicht unterstützt.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
1 Kommentar
    Dein Kommentar
  • samserious
    Lieber etwas dicker als die Konkurrenz und freiwillig biegs als anders herum :) Schön, dass man die argsten Kanten aus dem Flex 1 entfernt hat und dass LG endlich mal den Mut gesammelt hat, einen Nachfolger *kleiner* statt noch größer ausfallen zu lassen.
    Mein LG P880 wird ohnehin von einem 4.800mAh-Akku mit vergrößerter R7ckseite versorgt. Was will ich mit einem Handy, das so dünn ist, dass man es nicht mehr ordentlich handhaben kann?!
    0