[MWC] LG G5: Highend-Smartphone mit Akku in der Schublade

Mit dem G5 versucht LG endlich mit einem Flaggschiff auftrumpfen, das Konkurrenten wie Apple und Samsung gefürchtet wird. In einem schlanken Metallgehäuse mit hanfschmeichelnd abgerundeten Ecken, wird ein 5,3 Zoll großes QHD-Display verbaut, dahinter steckt – wie erwartet – Qualcomms neuerSnapdragon 820.

Diesem steht ein Arbeitsspeicher von vier Gigabyte zur Seite, der bereits der LPDDR4-Spezifikation entspricht. Der Datenspeicher stellt eine Größe 32 Gigabyte bereit und kann mit Hilfe von microSD-Karten um bis zu zwei Terabyte aufgestockt werden. Nachgelegt wurde auch bei der Netzwerktechnik. Mit dem Snapdragon 820 ist ein X12-LTE-Modem verbunden, das bei Downloads Übertragungsraten von bis zu 600 Mb/s und bei Uploads bis zu 150 Mb/s bewerkstelligen soll. Der WLAN-Funkchip arbeitet auf der Basis des ac-Standards, außerdem ist Bluetooth 4.2 an Bord und unterstützt das aptX-Protokoll, das für eine höhe Qualität bei der Wiedergabe von Musik sorgen soll.

Dass das neue G5 aber mehr sein soll als nur ein Update bestehender Technik, zeigt sich schon bei der Kamera. Auf der Rückseite steckt eine Dual-Cam, die standardmäßig eine Auflösung von 16 Megapixeln bereitstellt. Die zweite Kamera, die eine Bildqualität von acht Megapixeln leistet, wird unter anderem für Breitbildaufnahmen genutzt, wobei eine Aufnahmebreite von 135° möglich sein soll. Die Frontkamera löst Bilder mit maximal acht Megapixeln auf.

Unterscheiden soll sich das G5 durch eine Reihe von Eigenarten. Dazu gehört etwa, dass der 2800 mAh große Akku im laufenden Betrieb mit einer Art Schublade an der Unterseite herausgezogen und gegen ein vollen Energiespeicher ausgetauscht werden kann. Aber auch das Andocken weiterer Module wie einer leistungstärkeren Kamera, LG Cam Plus genannt, die Hardware-Tasten für Auslösen und Zoomen und einen zusätzlichen Akku mitbringt, der die Laufzeit um ein Drittel verlängern soll.

Ein weiteres Zusatzmodul ist das LG Hifi Plus, das zusammen mit Bang & Olofson entwickelt wurde, soll eine deutlich bessere Tonwiedergabe bewerkstelligen als die üblichen Smartphone-Boxen.

Die LG 360 Cam wird zwar nicht in das G5 eingesteckt, wird aber dennoch mit dem Smartphone gekoppelt um sowohl Fotos als auch Videos mit einer 360°-Rundum-Sicht aufnehmen zu können.

LG mit eigener VR-Brille

Auch das Thema virtuelle Realität lässt LG nicht aus und präsentiert die LG 360 VR, eine eigene VR-Brille. Sie soll nicht nur rund ein Drittel leichter ausfallen und kann dadurch wie eine normale Brille, also mit Hilfe von Bügeln hinter die Ohren geschoben werden, sondern soll geichzeitig mit einer um 20 Prozent gesteigerten Schärfe aufwarten.

Die 360 VR wird mit Hilfe eine USB-Typ-C-Kabels an das Smartphone angeschlossen. Technische Parameter etwa zur Größe und Auflösung der in der Brille verwendeten Displays, wurden nicht genannt.

LG Rolling Bot und eine Drohnensteuerung

Mit dem Rolling Bot präsentiert LG einen kleinen Roboter, der mit einer Kamera ausgestattet, die Überwachung der heimischen Gefilde übernehmen soll. Mit einem speziellen PetCare-Modus soll das sogar etwaige Haustiere einschließen. Gleichermaßen kann der Rolling Bot als Fernsteuerung für die heimischen Entertainment-Gerätschaften verwendet werden.

Drohnen sind eines der neuen Spielzeuge geworden, und auch hierzu wollen die Koreaner mit LG Smart Controller eine Lösung bietet, der zusammen mit Parrot entwickelt wurde. LG Friends Manager soll die vielen für das G5 zur Verfügung stehenden Zusätze ohne Schwierigkeiten anbinden. Erkannte Geräte werden automatisch in einer Liste aufgeführt.n.

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Kimbos
    Und die hanfschmeichelnd abgerundeten Ecken gefallen dann besonders der kiffenden Fraktion - wodurch die Gefärdung für Konkurenten deutlich zunimmt, oder wie ist hier die Argumentation?
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  • Behrli
    wow gefällt mir richtig gut, gute Design mit Akkuauswechslung das hat Samsung ja aufgegeben. Das nächste wird wohl dann ein LG :)
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  • fran035
    Zur Akku-Schublade:
    Manche Ideen sind so genial und simpel, dass man sich fragt, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist....
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