Fangen wir gleich mit einer guten Nachricht an: Wer auf die LGA-1156-Plattform gewartet hat, um auf Intels Nehalem-Architektur umzusteigen, zahlt für ein passendes Mainboard deutlich weniger Geld als für ein vergleichbar ausgestattetes LGA-1366-Modell. Als Käufer ist man nun nicht mehr gezwungen, eine hochpreisige Hauptplatine zu kaufen um einen High-End-Rechner zusammenzustellen. Stattdessen zeichnen sich wieder ähnliche Preisstrukturen ab, wie zu den Hoch-Zeiten der LGA-775-Plattform. Diese Konkurrenz und die damit einhergehenden geringen Margen dürften die Hersteller nur wenig freuen. Andererseits können sie darauf hoffen, durch die großen Absatzzahlen immer noch einen schönen Profit machen zu können.
Das bedeutet auch, dass die Kandidaten in unserem Artikel „P55-Roundup: Fünf Core i5/i7 Boards bis 120 Euro “ von der Ausstattung her schon mit X58-Boards vergleichbar waren, die zwischen 50 und 100 Euro mehr kosten. Der Preisrahmen der heute vorgestellten Boards reicht bis etwa 165 Euro. Das macht sie zu Pendants von X58-Boards, die ab 200 Euro aufwärts zu finden sind.
Im direkten Vergleich fehlt allen P55-Boards allerdings chipsatzbedingt der zweite mit vollen 16 Lanes beschaltete PCIe-2.0-Steckplatz, den nur der X58-Chipsatz sowie seine direkten Vorgänger X48 und X38 vorweisen können. Das verleitet einige High-End-Enthusiasten dazu, den Intels P55 komplett als Chipsatz der obersten Leistungsklasse zu disqualifizieren, doch wir sehen das anders. Außerdem diktiert auch immer das Budget, welche Komponenten zur Auswahl stehen, weshalb nicht wenige Gamer und High-End-User auch die verfügbaren P55-Boards in die engere Auswahl nehmen werden. Einen ersten Überblick soll die Ausstattungstabelle auf der nächsten Seite liefern.
- Gleiche Leistung, kleinerer Preis?
- Übersicht der Ausstattung
- ASRock P55 Deluxe
- Asus P7P55D EVO
- Biostar TPower I55
- EVGA P55 SLI
- Foxconn Inferno Katana GTI
- Gigabyte P55-UD4P
- Jetway HI05
- MSI P55-GD65
- Test-System und Konfiguration
- Benchmark-Ergebnisse: Crysis und Far Cry 2
- Benchmark-Ergebnisse: Clear Sky und World In Conflict
- Benchmark-Ergebnisse: Audio- und Video-Konvertierung
- Benchmark-Ergebnisse: Anwendungen
- Benchmark-Ergebnisse: Synthetische Tests
- Overclocking
- Leistungsaufnahme, Wärmeentwicklung und Effizienz
- Fazit: Übertakten ist nicht alles

Er meint, wenn man die Benchmarks betrachtet, sticht es in keiner Disziplin hervor. KO-Kriterium scheint für ihn aber gewesen zu sein, dass es übertaktet nicht stabil lief. Im Fazit schreibt er "Vier unserer Kandidaten blieben auch übertaktet noch hundertprozentig stabil, nämlich Gigabytes P55-UD4P, Biostars TPower I55, Asus‘ P7P55D EVO und EVGAs P55." Das MSI wird hier nicht mit aufgeführt...
Ich werde trotzdem mal noch einen Absatz zum MSI ergänzen.
Mein Fazit: Billiger ist besser!
Wenn dem so wäre, dann gute Nacht. Die User haben wir doch nachher wieder alle im Forum mit Supportanfragen, weil wieder irgendwas nicht damit funzt.
Wenn dem so wäre, dann gute Nacht. Die User haben wir doch nachher wieder alle im Forum mit Supportanfragen, weil wieder irgendwas nicht damit funzt.
gibt doch Asrock eine Chance. Vielleicht habe die etwas aus ihren Fehlern gelehrnt.
Die Firma Asrock hat vor allem den Müll von Asus produziert. Wenn das Qualitativ hochwertg genug wäre, so würds Asus logischerweise selbst vermarkten. Warum?
Na weils gute Presse ist. "Hey Ali da gibts gutes MoBo für 80€, gut wie die für 120, des is auch voll von die krasse Qualitätsfirma".
Es gibt nichts was sich besser verkaufen lässt, als etwas mit niedrigem Preis von einem Namhaftem Hersteller. Für alles mehr muss immer eine mehr oder weniger findige Begründung gefunden werden.
Ich kaufe auch generell nicht jedes Board, egal von welchem Hersteller das ist. Man kann bei Gigabyte, MSI und Foxconn (letzterer seehr selten, aber es kommt vor) schonmal auch derb in die ******* greifen und zu allem überfluss scheinbar alle unfähigen Supportmitarbeiter angeln
Ich bin übrigens der letzte, der behaupten würde hohes Maß an OC ist wichtig. Es ist aber auf der anderen Seite nach einigen Jahren des Alterungsprozesses auch eher ein Garant für die weitere Stabilität des Boards.
Genauso wie die Verwendung gewisser Bauteile (solidcaps mal so als Ansatz).
Vll. bin ich in der Richtung ja auch etwas altertümlich..
Gegen Asus gibt es nicht viel einzuwenden (bis auf deren lahme Homepage), deren BIOS-Pflege und Kompatibilität (auch älteste AM2-Bretter können fast ausnahmslos sogar AM3-CPUs ohne nennenswerte Einschränkungen aufnehmen) ist geradezu vorbildlich, die Spannungswandler sind geduldig und haltbar - ein MSI-Brett muss man mangels Aufrüstbarkeit und BIOS-Versionen für neueste CPUs schon eher mal entsorgen. Bei Gigabyte nervt einen der arrogante Support (wobei dieses Verhalten eigentlich sehr viele Hersteller betrifft) und die oftmals mangelnde RAM-Kompatibilität. Zudem sind deren Revision 1.0 Boards meist die Loser am Markt in Hinsicht auf Fehlerfreiheit (P35, AM 770). Alles, was danach kommt, passt meistens irgendwie. Foxconn ist preiswert, Biostar auch. Beide sind wenig innovative Hersteller, aber das P/L-Verhältnis stimmt wenigstens.
Bei ASRock steckt der Teufel im Detail. Viele aktuelle Lösungen sehen auf den ersten Blick verlockend aus, die Preise leider nicht mehr. Da kommen selbst Firmen wie Gigabyte mittlerweile drunter. In wie weit diese höherpreisigen Produkte jedoch langzeittauglich sind, das muss die Zukunft erst noch beweisen. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und muss leider konstatieren, dass alle drei im letzten Jahr mehr oder wenig freiwillig verbauten Bretter mittlerweile IT-Sondermüll sind. Ob das Zufall oder Prinzip ist, kann ich anhand dieser kleinen Stückzahl kaum beurteilen. Ärgerlich und unnötig war der Tod von drei nicht übermäßig strapazierten Office-Brettern hingegen schon. Es wird mein Kaufverhalten natürlich beeinflussen. Und dann geht es mir wie dem, der keine Asus-Bretter kauft, weil er mal ein kaputtes hatte
Hier steht: Das Einzige, was dem Gigabyte P55-UD4(P) fehlt, ist ein PCIe-x4-Slot, egal in welcher Ausführung, den man wahlweise mit einem x8-RAID-Controller oder einer zum Physik-Beschleuniger umgewidmeten alten x16-Grafikkarte bestücken könnte. Den bieten nur ASUS und EVGA, da der x4-Slot des Biostar-Boards hinten geschlossen ist und so keine längeren Karten aufnehmen kann.
Doch das MSI Board hat ebenfalls einen nach hinten offenen PCIe x4 Slot. So steht es auch auf der Beschreibungsseite.
Vom OC-Genie, der auf Knopfdruck automatisch übertaktet und den Frequenzreglern auf der Platine wird auch kein Wort gesagt.
Schau bitte ein paar Posts nach oben. Die Frage wurde schon beantwortet.
Allerdings hab ich auch irgendwie meist die Angewohntheit das zu nehmen, wo am meisten drauf ist ^.^. Also so laufen zB zwei P35 DQ6 Rev 1.0 (des einzige mit dem riesen kühler) einwandfrei..
Naja, wie schon gesagt man kann überall auf die Nase fallen.. leider.
Was ich als nächstes versuchen werd ist wohl eins von Intel.
Im übrigen war keines der Asus Produkte tatsächlich defekt, ich bin nur an den Support geraten
Das entspricht gar nicht meinen Erfahrungen. Nichts gegen Biostars, auch nichts gegen preiswerte Elitegroups. Da bekommen die Kunden preislich attraktive Boards ohne viel Schnickschnack mit einer einfachen Basis. Man bekommt nicht das Jubeln, aber: IT works. Das von diesen Herstellern angebotene ist von Grundsatz her eine solide "Arbeiterklasse" und funktioniert durchweg. Die können das, die machen das. Gut ist's. Dann kommt mit dem Klingonen die Nummer mit dem kurzfristig eingesparten Geld und dem dafür eingekauften langfristigen Frust.
Zynismus an: Warum, das frage ich mich immer wieder - meinen Leute mit nem Klingonenboard von "Screw in and put out" im PC eigentlich, daß sie sich ein "Mainboard" gekauft hätten. Eines, was einem "regulären" Produkt entspricht? Da komm ich nicht drauf, vielleicht ist der Wunsch hier Vater des Gedankens vieler ganz junger Taschengeldprinzen. Oder halt Leute mit nem großen Sparbedürfnis. Ich will mich NICHT gegen Klingonenboards aussprechen, sondern eher gegen zu geringe "Toleranz" diesen Bauteilen gegenüber. Die Dinger laufen halt mittwochs nicht, und und gut ist's. Wer damit nicht klarkommt, sollte sich am Markt nochmal ein bißchen umsehen.
Treffen sich ein Trabbi und ein Klingonenboard. Sagt der Trabbi: Ich bin ein Auto!
Antwortet das Asrock: Und ich ein Mainboard. Zynismus out!
Ich bin von einem hervorragenden Gigabyte Board umgestiegen und habe nichts am neuen Asrock vermisst. Nichts hat mir beim Einbau Kummer bereitet. Ans Übertakten hab ich aber bis jetzt nicht gedacht .. wozu auch ? Wer tunen will, sollte sich erst mal eine SSD und 8 GB hochwertigen Speicher leisten, davon profitiert er mehr.
Jedenfalls ist dies mein 2. Asrock Board. Das erste war ein 775i65PE und qualitativ liegen zwischen den beiden Welten (das i65PE war absoluter Schund, funktionniert aber immer noch, das P55 macht aber einen sehr guten Eindruck). Nicht so gut gelungen find ich nur den wackligen Plastik-SPDIF Anschluss hinten und den Power-LED Header.
Ich kann mich übrigens noch erinnern, als ich zum ersten Mal ein Gigabyte Board gekauft hab (ist etwa 15 Jahre her). Das Teil war nicht mal mit einer damals zum gehobenen Mainstream gehörenden Adaptec Karte kompatibel. Tja .. damals war Gigabyte absoluter Schrott, heute ist's High-End. So kann's gehn.
Praktisch alle Vergleichstest die ich bis jetzt gefunden habe (c't, Chip, PC Welt, THG, PCGH) kommen im Endeffekt auf andere Ergebnisse. Besonders beim MSI GD-65 fällt das auf. Dazu noch die häufiger auftauchenden USB Probleme bei GA und Asus.
Da kann man sich ja gleich Asus, GA & MSI auf kleine Zettel schreiben und losen.