Lian Li PC-T80: Bench Table als Trutzburg und Freilufttheater

Ein Bench Table ist nicht nur ein unersetzlicher Begleiter jedes ambitionierten Hardware-Testers, sondern bietet auch normalen Endanwendern die Chance, ihre verbaute Technik luftig und offen zu präsentieren - passende Optik und Qualität vorausgessetzt.

Die große Stärke eines solchen Bench Table ist natürlich seine Variabilität - und das gepaart mit der Notwendigkeit, dabei trotz offener Bauweise so stabil wie möglich zu bleiben. Das Vorgängermodell konnte beide Aspekte nicht wirklich überzeugend miteinander vereinen, so dass die ganze Hoffnung nun auf dem neuen Modell ruht.

Der Bench Table hat in Form des PC-T80 nicht nur deutlich an Größe zugelegt, sondern steht auch dank des wesentlich dickeren Materials und der komplett überarbeiteten Grundkonstruklion so massiv da, dass es faktisch unmöglich scheint, den Aufbau in irgendeiner Weise auch nur an- geschweige denn umzukippen.

Den Zugewinn an Solidität und Größe bekommt man dann auch bereits schon bei der Anlieferung zu spüren, denn das Bruttogewicht des wesentlich größeren Kartons ist deutlich gewachsen. Im Inneren ist alles sauber verpackt und perfekt eingetütet.

Das zeigt sich schnell, wenn man alles vor sich ausbreitet - denn zusammenbauen muss man die Pracht dann schon selbst. Und wenn auch die Anzahl großer Teile eher überschaubar bleibt, sorgt der Inhalt der vielen Tütchen in Form von Schrauben, Muffen, Abstandshaltern und sonstigem Zubehör an manchen Stellen dann schon ein wenig Rätselspaß. Denn der Begleitzettel als Handbuchersatz ist oft genug so nichtssagend wie die Apothekenrundschau.

Sicher - wer das Schrauben-Portfolio von Lian Li mittlerweile kennt, wird kaum in die Irre gehen, weil er weiß, wie die Herren Ingenieure ticken. Nur gibt es eben auch Neueinsteiger, die sich im asiatischen Schraubenkosmos von Lian Li noch nicht so recht auskennen.

Da wird der eine oder andere schnell mal vom Wege abkommen, denn vieles ist sich einfach zu ähnlich, um es nicht doch einmal falsch zu platzieren. Und das nur, weil es für die Grafiker offensichtlich zu schwer ist, Schrauben auch mal eindeutige Buchstaben oder Nummern zu verpassen und diese dann auch konsequent auf den jeweiligen Einbaugrafiken bzw. Fotos zu kennzeichnen.

Sicher - es ist am Ende nur eine kleine Randnotiz, aber ärgerlich allemal, weil absolut unnötig. Werfen wir zuächst noch wie gewohnt einen Blick auf die tabellarische Zusammenfassung der technischen Daten, die zudem auch einen nicht unwichtigen Faktor für die potentiellen Kunden enthält: den Preis. Der liegt mit immerhin 162 Euro nämlich bereits oberhalb des komplett schmerzfreien Bereichs und so wird es später um so interessanter sein zu sehen, ob der Gegenwert auch einigermaßen stimmt.

Technische Daten Lian Li PC-T80
Modellvarianten: PC-T80X (Silber)
PC-T80A (Schwarz)
Gehäusetyp: Test Bench
Abmessungen (BxHxT):
44,0 x 43,5 x 33,5 cm
Material: Body: Aluminum
Streben: Stahl
Zubehör: Gummi, Kunststoff
Nettogewicht:6 kg
Laufwerke:3x 3,5" HDD
7x 2,5" SSD (oder 4x 2,5" SSD + 6x 3,5" HDD)
kein 5,25" Einschub vorgesehen
Erweiterungs-Slots: 8
Formfaktoren für
Mainboards:
XL-ATX
ATX
Micro-ATX
Systemlüfter:
3x 12 cm (optional)
I/O Port: 4x USB 3.0, HD Audio (optionales Front-Panel)
Netzteil:ATX (optional)
Hersteller-Link:PC-T80 auf der Lian-Li Homepage
Preis:ab ca. 162 Euro

Packen wir's an, nachdem wir alles schon fein säuberlich ausgepackt haben! Schließlich nutzen wir diesen Bench Table in Deutschland auch als Redaktion schon zweimal: Als Kühler-Teststation und für unseren CPU-Messplatz.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
5 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • diem_
    Wie ist das eigentlich mit der elektromagnetischen Strahlung bei solchen Gehäusen? Ob und wie gefährlich das bei einem PC ist sei mal dahin gestellt, aber für Elektrogeräte gibt es doch Verordnungen und Grenzwerte noch und nöcher.
    1
  • Krampflacher
    @diem: Habe auch gerade darüber nachgedacht. Das kann teuer zu stehen kommen, wenn man solche Benchmarks nicht in einem Raum durchführt, der dafür geeignet ist.

    Habe ich mir sagen lassen, weil ich selbst ein "offenes System" betreibe ;-)
    0
  • FormatC
    Man kann es auch übertreiben. EMI-Messungen bestätigen eigentlich immer wieder, dass hier lediglich Grafikkarten etwas aus der Reihe tanzen. Satte 3-4 Testla DIREKT neben den Spulen der Spannungswandler sind heftig, aber bei einem normalen Abstand dann kaum noch kritisch. Das sind Momentaufnahmen. Mit einem Funkscanner habe ich mal die Frequenzbänder nach Störungen durchforstet - was schwerer ins Gewicht fällt, sind miese, analoge VGA-Kabel. Danach kommen erst Dinge wie CPU/Mainboard oder Grafikkarten. Die lassen sich allerdings im Bereich zwischen 30 und knapp 200 KHz bereits "hören" - allerdings ist es da fast schon egal, ob im oder außerhalb eines geschlossenen Gehäuses. Auch hier spielen Netzteil und Kabel eine große Rolle.

    Meine Wände hier sind dick: satte 1m Außenwand (Ziegel), Innenwände jeweils 40 (mit Putz) und eine 75er aus 500er Beton. Filigrandecke aus Beton und Fußboden Betonplatten + Doppel T. Da geht noch nicht mal der Telekom-HotSpot durch. Ich habe ihn aktiviert, aber nutzen kann ihn eh keiner.

    Ich würde mir um Dinge wie Router und Mobiltelefone viel eher Geadnken machen :)
    0
  • moeppel
    Zitat:
    Der Bench Table hat in Form des PC-T80 nicht nur deutlisch an Größe zugelegt, ...


    Montagmorgen ;)

    Hatte mal mit dem Gedanken gespielt mir eine solche "Testbank" als Towerersatz hinzustellen. Würde viel Frickelei ersparen und der Airflow drüfte wohl kaum übertreffbar sein - allerdings wird es dahingehen auch einfacher alles durch ein Misgeschick zu zerstören, wo ein typisches Gehäuse Schutz gewährleistet.

    Ganz zu schweigen von möglichen Haustieren :D
    0
  • gst
    @Moeppel: Korrigiert, danke. ;)
    0